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Hypoxische Hirnschädigung

Definition

Der hypoxische Hirnschaden ist eine Hirnschädigung, die als Folge eines massiven Sauerstoffmangels im Gehirn entsteht. Diese Unterversorgung des Gehirns sorgt für schwerste Störungen der Hirnfunktionen. Meist entsteht eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff durch eine Situation, in der die Betroffenen reanimationspflichtig sind (d.h. wiederbelebt werden müssen).

Symptome

Wenn eine Reanimation (Wiederbelebung) erfolgreich war, treten bei vielen der Betroffenen Hirnschädigungen auf. Diese können unterschiedlich schwer ausfallen. Das Ausmaß des hypoxischen Hirnschadens hängt unter anderem von der Dauer der Unterversorgung des Gehirns ab. Dauert die Unterversorgung nur kurz an, können sich Symptome wie Koordinations-, Wahrnehmungs- und Gedächtnisstörungen meist wieder zurückbilden. Oft kommt es zu einer Genesung der Betroffenen. Kommt es zu einer länger andauernden Unterversorgung und einer damit einhergehenden hypoxischen Hirnschädigung, fällt die betroffene Person in ein Koma. Manchmal ist es möglich, dass dieses Koma in eine langanhaltende Bewusstseinsstörung übergeht, bis hin zum sogenannten »Wachkoma«.

Ursache

Eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff kann viele Ursachen haben. Bereits vor und während der Geburt kann es zu Komplikationen kommen, die zu einer Hirnschädigung beitragen können. Ursachen für eine Mangelversorgung des Gehirns mit Sauerstoff können hierbei eine vorzeitige Plazentalösung, eine eingeklemmte Nabelschnur oder eine Nabelschnur, die sich um den Hals des Kindes gewickelt hat, sein. Eine hypoxische Hirnschädigung bei Kleinkindern wird also meist durch äußere Faktoren verursacht. Weitere Ursachen für eine massive Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und ein daraus resultierender hypoxischer Hirnschaden können sein:

  • Vergiftung
  • Verkehrsunfälle
  • Unfälle, bei denen die betroffene Person lange unter Wasser war
  • Hirnblutungen
  • Schwere allergische Reaktionen
  • Herzstillstand

Behandlung

Leider gibt es noch kein festes Therapiekonzept für die Behandlung eines hypoxischen Hirnschadens. Nach einer erfolgreichen Reanimation müssen als erstes die Vitalfunktionen der betroffenen Person stabilisiert werden. Sobald sie nicht mehr intensivpflichtig ist, sollte umgehend mit einer Frührehabilitation begonnen werden. Wenn die Betroffenen in die ihre Häuslichkeit entlassen werden, ist häufig die Unterstützung durch einen spezialisierten Pflegedienst der Häusliche Intensivpflege anbietet erforderlich.