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Frühkindliche Hirnschädigung

Definition

Unter dem Sammelbegriff »Frühkindliche Hirnschädigung« versteht man eine Schädigung des Zentralnervensystems, die zwischen dem 6. Schwangerschaftsmonat und dem 3. bis 6. Lebensjahr auftreten kann.

Symptome

In der frühkindlichen Entwicklung bis zum 3. Lebensjahr sind oftmals außer einer verzögerten Sprachentwicklung keine Symptome zu beobachten. Im Kindergartenalter treten meistens erhebliche Verhaltensauffälligkeiten auf. Anders als gleichaltrige können Kinder mit frühkindlichen Hirnschädigungen Regeln und Werte schlechter verinnerlichen. Die Kinder zeigen Verhaltensauffälligkeiten, da sie mit den sozialen und intellektuellen Anforderungen des Kindergartens überfordert sind. Dies führt häufig zu Problemen, da Erzieher die Verhaltens-auffälligkeiten als Erziehungsfehler deuten und die Eltern durch eine solche Fehleinschätzung unter zusätzlichen Druck geraten. Im Schulalter steigern sich die Verhaltensauffälligkeiten, sodass der Besuch einer Regelgrundschule häufig ausscheidet und der Abschluss an einer Sonderschule für Lernbehinderte nur mit intensiver Förderung möglich wird.

Ursache

Die häufigste Ursache für das Auftreten von frühkindlichen Hirnschädigungen ist ein Sauerstoffmangel vor oder während der Geburt. Als Folge dieses Sauerstoffmangels fallen die Nervenzellen in allen Teilen des Gehirns aus. Darüber hinaus gelten aber auch Infektionen, Verletzungen, Stoffwechseldefekte und Gifte als Auslöser dieser Krankheit.

Diagnostik

Für die Diagnose liefert eine ausführliche Befragung der Mutter zur Vorgeschichte in Bezug auf die Schwangerschaft und die Geburt sowie vorherige Erkrankungen wichtige Informationen. Durch die Messung der Gehirnströme mittels eines EEGs (Elektroenzephalogramm) können Veränderungen aufgezeigt und geprüft werden, ob Krampfanfälle vorliegen. Darüber hinaus kann bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden, ob das Neugeborene Blutungen hat.

Behandlung

Die Hirnschädigung kann nicht therapiert werden.