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Apallisches Syndrom (Wachkoma)

Apallisches Syndrom (Wachkoma)

Definition

Unter einem apallischen Syndrom versteht man den Zustand zwischen tiefer Bewusstlosigkeit (Koma) und bewusstem Wachsein – umgangssprachlich als Wachkoma bekannt. Betroffene sind nicht in der Lage, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen, sie sind bewegungsunfähig und müssen künstlich ernährt werden. Bei einigen Patienten ist auch eine maschinelle Beatmung vonnöten. Wachkomapatienten haben trotz ihres Zustands regelmäßige Schlafphasen.

Symptome

Ein Wachkoma geschieht meist plötzlich. Oft gelangen Komapatienten nicht wieder zu völligem Bewusstsein und verfallen in den apallischen Zustand. Typische Anzeichen für ein Wachkoma sind offene Augen mit starrem Blick ins Leere, Bewegungsunfähigkeit, Verlust der Kommunikationsfähigkeit, Inkontinenz und Schluckstörungen. Die Bewegungsunfähigkeit führt dazu, dass Betroffene weder essen noch trinken können und deshalb über eine Magensonde künstlich ernährt werden müssen.

Ursache

Ein Wachkoma kann viele Ursachen haben. Häufig fallen jene Patienten in ein Wachkoma, die schwere Unfälle mit Hirnverletzungen, wie ein Schädel-Hirn-Trauma, erlitten haben. Auch eine Reanimation nach langem Herzstillstand mit Sauerstoffunterversorgung des Gehirns, Schlaganfälle, Hirnblutungen oder entzündliche Gehirnerkrankungen wie Meningitis und Enzephalitis können das Gehirn so schwer schädigen, dass der Patient in ein Wachkoma fällt.

Behandlung

Das Erwachen aus einem Wachkoma ist eher selten, und wenn es gelingt, ist der Weg dahin sehr langwierig, und es bleiben schwere Hirnschäden zurück. Aufgrund der Schwere dieses Syndroms gibt es keine Behandlung, die völlige Genesung verspricht. Die meisten Patienten erwachen niemals.

Um das Gehirn bei der Rehabilitation zu unterstützen, werden mit den Patienten regelmäßige therapeutische und gymnastische Übungen gemacht (z.B. passive Bewegungsübungen, Physiotherapie, Atemgymnastik, Musiktherapie oder Ergotherapie). Die Pflege Betroffener wird zumeist durch spezialisierte Pflegedienste im Rahmen der Einzelversorgung in der häuslichen Umgebung sichergestellt oder sie werden in Intensiv-Pflege-Wohngruppen versorgt.