Positionspapier

Zur Zusammenarbeit der Deutschen Fachpflege Gruppe (DFG) und den Leistungsträgern

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Die Deutsche Fachpflege Gruppe im Überblick

Die Deutsche Fachpflege Gruppe (nachfolgend DFG) mit Sitz in München wurde im Jahr 2011 in privater Initiative mit dem Ziel gegründet, den Bereich der außerklinischen Intensivpflege maßgeblich positiv zu prägen und zu gestalten. Heute ist sie mit mehreren tausend Mitarbeiter*innen und hunderten Klient*innen führend in der außerklinischen Intensivpflege in Deutschland. Die DFG ist der bundesweit größte Anbieter in der außerklinischen Intensivpflege. Zu ihr zählen ambulante Pflegedienste, deren Wohngruppen sowie stationäre Einrichtungen. Durch kompetentes Fachpersonal werden intensivpflegebedürftige und beatmungspflichtige Klient*innen bis zu 24 Stunden in ihrer Häuslichkeit oder in den anderen Versorgungsformen rundum fürsorglich betreut.

Ziele

Ziel der DFG ist es, ihre Stellung als führender Anbieter außerklinischer Intensivpflege weiter auszubauen. Dazu gehören neben der Aufnahme neuer Unternehmen in die Gruppe auch die ständige Optimierung des Versorgungsangebots sowie die weitere Vernetzung – regional und überregional. Hierfür braucht die DFG Partner auf Augenhöhe. Das Bestreben, die Zusammenarbeit mit den Leistunsgträgern zu intensivieren und auf ein zukunftsträchtiges Fundament zu stellen, erfordert eine Öffnung für gegenseitige Bedarfe. Dafür möchten wir aufseiten der DFG die erforderliche Transparenz schaffen. Mit ihren Pflegediensten deckt die Unternehmensgruppe alle Versorgungsformen der Intensivpflege ab. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden einzelnen Klienten optimal zu betreuen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Unterstützung der Klient*innen darin, selbstbestimmt zu leben und, wann immer möglich, die Intensivpflichtigkeit zu reduzieren.

Für ihre Mitarbeiter*innen verfolgt die DFG das Ziel, bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre anspruchsvolle Aufgabe zu schaffen und vielfältige interne Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten. Um dabei den höchsten Qualitätsansprüchen der außerklinischen Intensivpflege gerecht zu werden, wurde ein übergreifendes Qualitätsmanagement implementiert. Qualität gehört bei der DFG zur zentralen Führungsaufgabe. Für uns ist es wichtig, Qualität messbar und transparent zu machen. Dabei ist unser Anspruch, sowohl intern gesetzte strategische Qualitätsziele zu realisieren und kontinuierlich zu optimieren als auch externe Qualitätskriterien vollumfänglich
zu erfüllen.

Struktur

Auf strategischer und operativer Ebene werden Kernprozesse der außerklinischen Intensivpflege aus der gesamten unternehmerischen Sicht durch interne Audits, Hospitationen und Revisionen analysiert. Die Ergebnisse der Analysen werden systematisch erfasst und ausgewertet, um bei Bedarf Abweichungen zu beheben. Umsetzung und Steuerung entsprechender Maßnahmen erfolgt durch zentral verantwortliche Mitarbeiter*innen der Geschäftsführung der Deutschen Fachpflege Gruppe.

Die verantwortlichen Mitarbeiter*innen berichten im Rahmen ihrer übergreifenden Bereiche direkt an die Geschäftsführung der DFG. Diese Prozesse gewährleisten, dass die Geschäftsführung auf Konzernebene über alle wesentlichen Vorgänge, Entwicklungen sowie eingeleiteten Maßnahmen informiert ist und ihre Entscheidungen strategisch darauf ausrichten kann.

Lebensqualität

für unsere Patienten steht für uns an erster Stelle.

Die Deutsche Fachpflege Gruppe bietet ihren Klienten eine qualitativ hochwertige Versorgung. Unsere bundesweit tätigen Pflegedienste verfügen über einen großen Erfahrungsschatz und setzen alles daran, dass selbst schwerstkranke Kinder und Erwachsene wieder in ihre vertraute Umgebung zurückkehren können oder zeigen Alternativen auf. Wir unterstützen unsere Klienten und deren Angehörige dabei, gemeinsam die bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Qualität verbindet

Unter dem Dach der Deutschen Fachpflege Gruppe (DFG), dem führenden Anbieter außerklinischer Intensivpflege, haben sich eine Vielzahl von Dienstleistern zu einem bundesweiten Versorgungsnetz zusammengeschlossen. Sie arbeiten unter dem Motto „Qualität verbindet“.

Und das bieten wir an:

  • Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Mit folgenden Krankheitsbildern: Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Spinale Muskelatrophie, andere neurologische Erkrankungen, die eine Tracheotomie und oder Beatmung erfordern, hoher Querschnitt, alle anderen Erkrankungen, die eine Tracheotomie zur Folge hatten, alle anderen Erkrankungen, die eine (non)-invasive Beatmung zur Folge hatten usw.
  • Kranken- und Altenpflege in den eigenen vier Wänden
  • Häusliche Intensivpflege
  • Betreute Wohngemeinschaften
  • Stationäre Einrichtungen
  • Interimsversorgungen
  • Überleitungsmanagement
  • Kommunikation mit den Leistungsträgern
  • Beratung und Anleitung
  • Begleitung im Alltag und mehr …

… und das deutschlandweit

Überleitungsmanagement

Die Überleitung eines Patienten aus der Klinik in die eigene Häuslichkeit stellt einen sehr sensiblen Bereich dar. Durch strukturiertes Überleitungsmanagement stellen die DFG und ihre Gesellschaften sicher, dass eine koordinierte Überleitung gewährleistet ist. Dabei profitieren die Klient*innen von unserer individuellen Beratung und jahrelangen Erfahrung bei der Betreuung schwerkranker und außerklinisch beatmeter Menschen.

Der Erstkontakt erfolgt in der Regel durch den Anruf eines Angehörigen, des Leistungsträgers oder der behandelnden Klinik bei einem unserer Pflegedienste bzw. dem zentralen Patientenmanagement der Deutschen Fachpflege Gruppe. Dort wird umgehend alles in die Wege geleitet, um eine schnelle und unkomplizierte Lösung im Sinne der Klient*innen und deren Angehörigen zu finden. Einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg aus der Klinik in die Versorgung bildet dabei das Erstgespräch, an dem idealerweise der/die Klient*in selbst, die Angehörigen, die behandelnden Ärzte, der zuständige Sozialdienst sowie ein Vertreter des versorgenden Pflegedienstes teilnehmen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der unverzüglichen Anzeige der Versorgungsanfrage beim zuständigen Kostenträger: Parallel zum Erstkontakt in der Klinik findet ein Erstkontakt mit den Leistungsträgern statt. Dabei steht die individuelle Kostenklärung der Pflegeleistung und die Festlegung des Pflegegrads im Fokus. Beginnend beim
Krankenhaussozialdienst über die vor der Aufnahme abzustimmende Kostenklärung bis hin zur rechtzeitigen Bereitstellung der Hilfsmittel sowie der Anamnese und Angehörigenbetreuung ist die gesamte Prozesskette Teil unserer Analyse. Diese Erhebung und ihre stetige Optimierung sind Bestandteil unseres internen Fallmanagements.
Die Gesellschaften der DFG haben den Anspruch, anfragenden Klient*innen, Angehörigen, Kliniken, Rehazentren oder Leistungsträgern innerhalb von zehn Tagen Lösungen zur Weiterversorgung anzubieten. Dabei nutzen wir sämtliche internen und externen Netzwerke. Unsere bundesweit umgesetzte Transferpflege dient unserem vordringlichen Ziel, Patient*innen schnellstmöglich aus dem klinischen Bereich zu entlassen.

Es ist uns wichtig, einen umfassenden Überblick über die individuelle Lebenssituation der/des Klient*in, den Grad der Beeinträchtigungen, die Veränderungsbereitschaft, den grundsätzlichen Bedarf an Hilfeleistung und deren Dringlichkeit unter Beachtung der individuellen Bedürfnisse zu erhalten und eine Einschätzung hinsichtlich sozialer, personeller und materieller Ressourcen abzugeben. Sind alle offenen Fragen geklärt, erfolgt eine strukturierte und von erfahrenen Pflegeteams begleitete Überleitung. Für die DFG und ihre Pflegedienste steht dabei an erster Stelle, ihren Klient*innen einen guten Start in das neue Lebensumfeld zu ermöglichen. Unsere Pflegedienstleitungen und ihre Pflegeteams stehen für die professionelle Betreuung ihrer Klient*innen. Sie sind erster Ansprechpartner*innen und sichern die hohe Pflegequalität der DFG in enger Abstimmung mit den Kostenträgern.

Klientenkoordination

Eine zentrale Klientenkoordination ermöglicht es der DFG, die anfragenden Einrichtungen, Kliniken und Angehörigen bei der Suche eines geeigneten WG-Platzes oder der Organisation einer Einzelversorgung zu unterstützen. Über die zentral gepflegte Klientenverwaltungssoftware hat die Klientenkoordination – unter Wahrung des Sozialgeheimnisses – immer den aktuellen Bestand an Anfragen sowie der freien Kapazitäten der DFG im Blick. Den Pflegediensten der DFG ermöglicht diese Software einen Einblick in die Anfrage- und Versorgungskapazitäten aller DFG-Dienste – so kann eine zügige Versorgung gewährleistet werden.

Neben der Weitergabe von zentral eingehenden Versorgungsanfragen koordiniert und steuert die zentrale Klientenkoordination gruppeninterne Anfragen, treibt Kooperationen gemeinsam mit den Geschäftsführer*innen der DFG voran und baut Netzwerke im Bereich der Klientenversorgung weiter aus.

Beschwerdemanagement

Klienten- und Angehörigenzufriedenheit stehen zusammen mit der pflegerischen Versorgung im Mittelpunkt unseres Qualitätscontrollings. Hier werden nach unserer Priorisierung Art, Häufigkeit und Inhalt der Beschwerden erfasst sowie deren Aufnahme und Bearbeitung kontrolliert. Anhand dieser Erhebungen der einzelnen Dienste der DFG werden die zentralen Anforderungen der Kundenorientierung umgesetzt. Jede Gesellschaft der DFG führt ein Beschwerdemanagement. Somit besteht für Klient*innen sowie für Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, eine Beschwerde oder einen Verbesserungsvorschlag einzubringen.

Das Beschwerdemanagement ist ein zentraler Teil des Qualitätsmanagements der DFG. Beschwerden können direkt bei der DFG eingereicht werden. Diese werden dann vom Zentralen Qualitätsmanagement bearbeitet und mit den jeweiligen Geschäftsführer*innen der Gesellschaften besprochen.

Versorgungsqualität

Das Zentrale Qualitätsmanagement der DFG hilft deutschlandweit und unternehmensübergreifend bei der Umsetzung unserer hohen Qualitätsansprüche. Die intensivpflegerische Versorgung unserer Klient*innen wird auf mehreren Ebenen qualitätsgesichert. Neben den externen Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und der hier stattfindenden Überprüfung der gesetzlichen Anforderungen hat die DFG den Anspruch, die ambulante intensivmedizinische Versorgung in vorbildlicher Weise zu erbringen. Daher kontrolliert sie kontinuierlich selbst die Ergebnisse, Prozesse und zugehörigen Strukturen vor Ort.

Ein zentrales Instrument zur Sicherung der Qualität ist bei der DFG die Durchführung von externen Qualitätsaudits. Ziel der Audits ist es, Optimierungspotenzial zu erkennen, sich gegenseitig zu unterstützen und ein Maximum an Qualität, Transparenz und Vergleichbarkeit zu erreichen. Darüber hinaus geht es um die Identifikation von möglichen Fehlerquellen und um deren Rückkopplung an die verantwortlichen Stellen. Ein internes Audit dient wiederum dem Informationsaustausch zwischen Auditor*in und der auditierten Gesellschaft. Audits dienen der Förderung des Erfahrungsaustausches der einzelnen Gesellschaften. Die Qualitätsaudits stellen eine Kernkompetenz gegenüber Mitbewerbern dar. Grundsätzlich unterscheidet die DFG dabei zwischen der externen Pflegevisite (Überprüfung der Pflegequalität) und dem Strukturaudit (Überprüfung der Strukturqualität) der Pflegedienste der DFG.

Pflegevisiten: Die Überprüfung der Pflegequalität bezieht sich auf die Überprüfung klientenorientierter, fachlich korrekter und sachgerechter Pflege. Die Pflegequalität umfasst den Ablauf, die Erhebung, die Planung und Durchführung sowie die regelmäßige, reflektierte Evaluation der Leistungserbringung. Bei der Durchführung der externen Pflegevisiten kommen standardisiere Leitfäden zum Einsatz. Dabei wird zudem in Leitfäden für die Einzelversorgung bzw. für die Versorgung in Wohngruppen unterschieden. Diese Leitfäden sind an die Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen angelehnt, jedoch noch um einige Kriterien erweitert. Die Überprüfung der Pflegequalität findet mit einer kurzen Vorankündigung statt. Die Pflegevisiten werden von neutralen externen Expert*innen durchgeführt, die im Auftrag des Zentralen Qualitätsmanagements der DFG handeln. Das Ergebnis der Pflegevisiten wird in einem Auditbericht erfasst. Eventuell auftretende Abweichungen werden in einem Maßnahmenplan festgehalten und der Geschäftsführung zur Umsetzung vorgelegt. Die Maßnahmen werden in drei Kategorien eingeteilt:

  • Maßnahmen, die sofort, binnen zwei Arbeitstagen, umgesetzt werden müssen.
  • Maßnahmen, die innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden müssen.
  • Maßnahmen mit Empfehlungscharakter, die nicht verpflichtend umgesetzt werden müssen.

Es findet eine Überprüfung der Umsetzung aus dem Maßnahmenplan statt.

Strukturaudits: Bei der strukturellen Überprüfung der Pflegedienste werden die aufbauorganisatorischen, inhaltlichen und institutionellen Rahmenbedingungen, die den Dienstleistungsprozess „Pflege, Betreuung und Versorgung“ betreffen sowie die Leistungserbringung erfasst. Hierbei werden u.a. die Anforderungen überprüft,
die sich aus den Versorgungs- und Ergänzungsverträgen ergeben, die Umsetzung der Einarbeitungskonzepte, die Einhaltung der Arbeitssicherheit und der Pflegestandards. Auch bei den Strukturaudits wird die Pflegequalität, die im Zusammenhang mit der Struktur des Dienstes steht, abgeprüft, aber nicht in der Tiefe einer Pflegevisite. Die Priorisierung liegt auf der Struktur eines Dienstes.

Die Zusammensetzung des Auditteams ist bei diesen Audits wie folgt:
Das Auditteam besteht aus zwei externen Berater*innen, die auf die Themen Hygiene, Pflege und auf Personalmanagement spezialisiert sind. Ebenso nimmt an diesen Audits ein Mitglied der Geschäftsführung aus einer Gesellschaft der DFG zum Erfahrungsaustausch teil.

Das Audit findet mittels eines strukturierten Fragebogens statt. Die Ergebnisse werden anhand dieses Fragebogens wie bei einer Pflegevisite in einem Auditbericht erfasst. Eventuell auftretende Abweichungen werden in einem Maßnahmenplan festgehalten und der Geschäftsführung sowie Pflegdienstleitung zur Umsetzung vorgelegt. Die Maßnahmen werden auch hier in drei Kategorien eingeteilt:

  • Maßnahmen, die sofort, binnen zwei Arbeitstagen, umgesetzt werden müssen.
  • Maßnahmen, die innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden müssen.
  • Maßnahmen mit Empfehlungscharakter, die nicht verpflichtend umgesetzt werden müssen.

Es findet eine Überprüfung der Umsetzung aus dem Maßnahmenplan durch das Zentrale Qualitätsmanagement statt.

Bei Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) erreichen die Pflegedienste der DFG stets Bestnoten.

Ständige Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Medizin

Die Versorgung außerklinisch beatmeter Menschen befindet sich ständig in der Weiterentwicklung und angesichts des Fachkräftemangels müssen neue Versorgungskonzepte entstehen. Über unsere GEPFLEGT DURCHATMEN. Fachzeitung für außerklinische Intensivversorgung, die vierteljährlich erscheint, und den jährlichen MAIK Münchner außerklinischer Intensiv Kongress sind wir in ständigem fachlichen Austausch mit der Fachwissenschaft und den in der außerklinischen Intensivversorgung tätigen Berufsgruppen. Über die Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V. beispielsweise, der wir in Kürze beitreten werden, und andere Expertengremien halten wir uns auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Es besteht zudem eine starke Vernetzung mit Betroffenenorganisationen. Auch eine Kooperation mit dem „Aktionsbündnis für Patientensicherheit (APS)“ und dem „Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP)“ besteht derzeit bereits, jedoch noch informell. Auf der Grundlage der dort entwickelten Konzepte bauen wir unseren Anspruch an höchste Pflegequalität weiter aus.

Bei uns sind Klienten in den besten Händen

…denn unsere Pflegekräfte sind hervorragend qualifiziert.

Die außerklinische Betreuung von Intensivpatienten stellt eine große Herausforderung für die Pflegefachkräfte dar. Neben einer hohen fachlichen Kompetenz in der Grund- und Behandlungspflege wird spezielles Wissen für die Intensivpflege von beatmeten Patienten benötigt. Notfallsituationen müssen erkannt und professionell beherrscht werden. Neben der Fachkompetenz unserer Pflegekräfte legen wir Wert darauf, dass sie mit den Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen einfühlsam umgehen, beraten und unterstützen.

Sie sollen sich in Gegenwart unserer Pflegekräfte sicher und aufgehoben fühlen.

Es gibt verschiedene Ausbildungsstufen.

In der DFG Akademie werden der Basis- und Expertenkurs für außerklinische Beatmung angeboten oder unsere Pflegekräfte absolvieren diese Kurse bei einem der zertifizierten Bildungsanbieter. Das Curriculum für diese Kurse wurde von ausgewiesenen Expert*innen entwickelt. Beispielsweise hat die Deutsche interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V. Curricula ausgearbeitet. Die Fachgesellschaft zertifiziert die Bildungsanbieter und überprüft regelmäßig die Qualität. Neben der DIGAB e.V. gibt es weitere Organisationen, die sich um die Qualifizierung von Pflegekräften in der außerklinischen Beatmung kümmern. Entscheidend ist, dass die Pflegekräfte immer wissen, wie sie handeln müssen. Pflegefachkräfte mit Zusatzqualifikationen in den Bereichen Wundmanagement, Dysphagie, Hygiene, Medizinprodukte, Kinästhetik, Ernährung, Sozialpädagogik, Atmungstherapie, Pädiatrie und Palliativversorgung sind keine Seltenheit bei uns.

Sektorenübergreifende Versorgung als Vision

Rückzugspflege

Eine regelgeleitete Rückzugspflege steht bei allen Diensten der DFG, die Einzelversorgung anbieten, im Vordergrund. Grundsätzlich ist bei intensivpflegebedürftigen Klient*innen nicht immer eine 24-Stunden-Versorgung durch professionell Pflegende notwendig. Aus Sicht der DFG müssen Angehörige und auch nicht professionell Pflegende, speziell im Bereich der häuslichen (Kinder-)Krankenpflege, in den Pflegeprozess involviert werden. Rückzugspflege bedeutet eine Verringerung des Versorgungsausmaßes der intensivpflegebedürftigen Klient*innen durch das Pflegeteam in dem Maße, in dem Kompetenzen durch das Umfeld (etwa von Angehörigen) erworben werden. Der Umfang einer Rückzugspflege wird im Konsens mit der/dem Klient*in, den behandelnden Fachärzten, dem Pflegeteam und den Angehörigen entschieden. Unsere Pflegekräfte werden durch die Fortschritte im Pflegeprozess ihrer Klient*innen in ihrem Wirken bestärkt und motiviert.

Durch die Rückzugspflege als komplementärem Versorgungsbaustein wird die wirtschaftliche, fach- und sachgerechte häusliche Versorgung weiter optimiert.

Familien sollen durch die Leistungen der häuslichen Pflege entlastet und eine qualitativ funktionierende Versorgung realisiert werden. Die Privatsphäre im System Familie sollte aber dadurch nicht unnötig eingeschränkt sein. In diesem Sinne verfolgt die DFG diesen zentralen Ansatz der pflegerischen Versorgung in der außerklinischen Intensivpflege in der Umsetzung vor Ort. Die entsprechende Standardisierung ist Bestandteil des Qualitätscontrollings.

Weaning

Die DFG versteht Weaning (Beatmungsentwöhnung) als zentralen Bestandteil eines Therapiekonzepts, das den Klient*innen umfassend in den Blick nimmt. Unser Ziel ist es, schwerstkranke Klient*innen nach Langzeitbeatmung vom Beatmungsgerät bzw. von der Trachealkanüle zu entwöhnen und damit ihre Lebensqualität entscheidend zu verbessern. Hierzu bedarf es dafür sensibilisierter Pflegekräfte, die auch kleinste Signale der Klient*innen, die ein Weaning erlauben, wahrnehmen und den unten genannten Algorithmus starten. Teilweise werden eigene Atmungstherapeut*innen in den Teams ausgebildet und eingesetzt oder extern zur Sicherung der Qualität herangezogen. Die Pflegedienste der DFG verstehen Weaning als kontinuierlichen Prozess, der mindestens eine Zustandserhaltung, grundsätzlich aber eine Zustandsverbesserung der zu versorgenden Klient*innen zum Ziel hat. Die große Bedeutung, die die DFG dem Weaning als Erfolgsindikator der kompetenten Klientenbetreuung beimisst, zeigt sich in dem eigens eingeführten Ranking der Pflegedienste in Bezug auf die Beatmungsentwöhnung von Klient*innen oder der Dekanülierung, das einen besonderen Stellenwert im monatlichen Reporting hat.

Weaningpotenziale sind nach Vorgaben der DFG in Kooperation mit der Klinik und den Weaningzentren zu analysieren und zum Nutzen der Klient*innen zu verbessern. Dabei erörtern und bewerten die Pflegedienste regelmäßig den aktuellen Stand der zu betreuenden Klient*innen im Weaningprozess. Die verschiedenen Therapieansätze werden individuell angepasst und in die Behandlungsplanung mit eingebunden. Dabei steht die Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Kliniken und Weaningspezialisten im Vordergrund. Die Pflegedienste gehen nach einem standardisierten, an die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. angelehnten Algorithmus vor.

Personalmanagement

Personalmanagement muss im Gesundheitswesen, also in einem Bereich, in dem Menschen durch Menschen versorgt werden, nach Auffassung der DFG mit einer hohen Aufmerksamkeit seitens der Geschäftsführung versehen und umgesetzt werden. Daher werden seitens der Geschäftsführung die zentralen Kennzahlen zur Fachkraftquote vor Ort in den Standorten und Teams ebenso erhoben wie die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung und externen Supervisionsangebote der Mitarbeiter*innen. Derzeit werden zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Personalzufriedenheit umgesetzt, um einen noch höheren Bindungsgrad unserer Mitarbeiter*innen zu erreichen. Dies erfolgt einerseits vor Ort mit regionalen Bildungseinrichtungen und kooperierenden Krankenpflegeschulen. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei unser gruppeneigenes Bildungsinstitut für Pflegeberufe, die Deutsche Fachpflege Akademie, die maßgeschneiderte Angebote für die Dienste der Deutschen Fachpflege Gruppe entwickelt. Dies wird abgerundet durch eine Fortbildungsoffensive auf regionaler Ebene, wo umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen auf der Ebene mehrerer regionaler Dienste der DFG gemeinsam erfolgt.

Andererseits versucht die DFG, Mitarbeiter*innen durch die Ausrichtung der Unternehmenskultur auf den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen zu binden. Dazu gehört unter anderem eine ausgeglichene Work-Life Balance, die z.B. durch das Angebot von vielfältigen Arbeitszeitmodellen gewährleistet werden soll. Die DFG ist bestrebt, die Gesundheiterhaltung der Mitarbeiter*innen aus dem Bewusstsein heraus zu fördern, dass diese eines der höchsten Güter eines jeden Menschen ist. Entsprechende neue Konzepte sind in Arbeit, u.a. in Kooperation mit dem Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“. Ein Beitritt ist in Vorbereitung, um das Konzept familienfreundlicher Arbeitszeiten in der DFG zu implementieren, soweit nicht schon vorhanden.

Auch die Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ ist in Planung, um die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt voranzubringen. Wir wollen damit zeigen, dass wir ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiter*innen sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Orientierung. Der Wunsch und das Ziel der DFG ist es, dass sich motivierte Mitarbeiter*innen der Unternehmensgruppe verbunden fühlen und damit maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen Pflege und damit zu einer hohen Klientenzufriedenheit beitragen.

Unser Dienstleistungsportfolio

Wir versorgen Klient*innen im gesamten Bundesgebiet. Hier finden Sie eine
aktuelle Aufstellung unserer Standorte und Wohngemeinschaften.

Zur Versorgungsortsuche

Häusliche Versorgung

Häusliche Versorgung bedeutet, dass die pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung pflegebedürftiger Menschen in der eigenen häuslichen Umgebung stattfindet. Die häusliche Pflege im familiären Umfeld sieht vor, dass schwer- und schwersterkrankte Klient*innen durch entsprechend ausgebildete Pflegekräfte rund um die Uhr in der eigenen Wohnung betreut und versorgt werden. Viele pflegebedürftige Klient*innen ziehen die häusliche Versorgung ganz klar einer stationären Pflege in einem Heim vor, um so lange wie möglich Lebensqualität und Selbstbestimmtheit in der gewohnten Umgebung zu behalten.

 

 

Versorgung in Intensivwohngemeinschaften

Die DFG versorgt auch zahlreichen Klient*innen in ambulanten Wohnformen. Da das Heimrecht seit der Föderalismusreform im Jahr 2006 in die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz der Länder fällt, gibt es weder einheitliche Begrifflichkeiten, noch harmonisierte Regelungen, da jedes Bundesland sein eigenes Wohn-Teilhabegesetz mit unterschiedlicher Regelungsdichte erlassen hat.

Die DFG versorgt in ambulanten Wohnformen intensivpflichtige Klient*innen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich – je nach spezifischer Regelung im jeweiligen Bundesland und dem individuellen Versorgungsauftrag der Klient*innen – um selbstverantwortete/selbstbestimmte oder anbieterverantwortete Wohnformen handelt: Stets sind die Mitarbeiter*innen der Pflegedienste der DFG Gast in den Räumen der Mieter*innen und respektieren deren Privatsphäre und Selbstbestimmungsrecht. In diesem Rahmen üben die Mieter*innen das Hausrecht aus, organisieren ihren Haushalt weitgehend selbst und erfahren in den vergleichbaren Lebensläufen ihrer Mitbewohner*innen Unterstützung und Solidarität.

 

 

Transferpflege

Eine Interimsform des Versorgungssettings stellt die Transferpflege als temporäre, übergangsweise häusliche Versorgung dar. Hier werden Klient*innen, die eine Einzelversorgung wünschen, in von uns betreute Wohngemeinschaften und somit in eine häusliche Umgebung übergeleitet. Sie werden dort so lange versorgt, bis der ortsnahe Pflegedienst ein Team für die Versorgung zusammengestellt hat oder die Voraussetzungen im eigenen häuslichen Umfeld geschaffen wurden. Dabei muss es sich nicht zwingend um einen Dienst der DFG handeln. Der Vorteil für die Klient*innen ist die zügige Umsetzung der Entlassung aus dem klinischen Bereich. Die Angehörigen erfahren in der Transferpflege unmittelbar Entlastung und Unterstützung. Die Entlassung aus dem klinischen Umfeld in eine Häuslichkeit mit Privatsphäre für Klient*in und Angehörige, flankiert von fachlich kompetenter Betreuung und psychosozialer Unterstützung, bringen die erforderlichen Voraussetzungen zur körperlichen und seelischen Gesundung mit sich.

Perspektiven zukünftiger Zusammenarbeit

Die DFG strebt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Leistungsträgern an. Aufgrund ihrer zentralen Steuerung ist die Gruppe in der Lage, standardisierte Prozesse umzusetzen und langfristig nachzuhalten. Dies ermöglicht es der DFG, Verträge auf Bundesebene zu schließen. Dabei können beispielsweise im Vorfeld der Versorgung einheitliche Überleitbögen eingesetzt und Fallbesprechungen zur Eruierung des geeigneten Versorgungssettings durchgeführt werden.

Die Anforderung an die Qualifikation der Pflegefachkräfte ist bekanntermaßen nicht bundeseinheitlich reguliert. Die DFG kann gewährleisten, dass perspektivisch folgende Voraussetzungen für die Intensivbereiche der jeweiligen Pflegedienste als personelle Ausstattung erfüllt sind:

Die Dienste der DFG halten eine fachlich verantwortliche Pflegefachkraft vor. Diese übernimmt intern die fachliche Aufsicht über die Versorgung der Klient*innen. Diese Fachkraft ist sozialversicherungspflichtig mind. 30 Stunden wöchentlich beschäftigt und verfügt neben der Ausbildung als examinierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger* in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in oder Altenpfleger*in zumindest über eine der nachfolgenden Qualifikationen: Atmungstherapeut*in, Fachgesundheits- und Krankenpfleger*in für Anästhesie und Intensivpflege, Qualifikation in der außerklinischen Beatmung, Pflegeexperte (med. Fachgesellschaft oder pflegerischer Berufsverband) oder ausreichende Berufserfahrung in der Intensivpflege (z.B. im Beatmungsbereich auf Intensivstationen, Intermediate Care-Stationen oder in der außerklinischen Intensivpflege).

Sollte sich die Qualifikation nicht aus der Berufserfahrung ergeben, wird spätestens 12 Monate nach Einstellung eine zusätzliche Qualifikation in der außerklinischen Beatmung (med. Fachgesellschaft oder pflegerischer Berufsverband), der Pflegeexperte, nachgewiesen.

In Zeiten des sich weiter zuspitzenden Fachkräftemangels ist es erforderlich, intelligent auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren. Unser bundesweit operierendes Personalrecruitment-Team nutzt alle zur Verfügung stehenden Kanäle, um die besten Fachkräfte für die Versorgung unserer Klient*innen zu gewinnen. Obwohl die Beschäftigung in einer großen Gruppe wie der DFG für Mitarbeiter*innen wegen der Aufstiegschancen, der regionalen Flexibilität sowie der umfassenden Fort- und Weiterbildungsangebote attraktiv ist, spüren auch wir die zunehmende Verknappung. Wir setzten daher auf unsere hochausgebildeten fachlichen Leitungen. Diese übernehmen die Verantwortung für die Qualifikation der Pflegekräfte und wirken – wie in der S2k-Leitlinie „Nichtinvasive und invasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz“ (herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.) ausdrücklich vorgesehen – innerhalb der Pflegedienste als Wissensmultiplikator*innen.

Alle Pflegefachkräfte, die selbstständig und eigenverantwortlich die pflegerische Versorgung sicherstellen, müssen neben der Ausbildung als examinierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger* in oder Altenpfleger*in entweder durch ausreichende Einarbeitung und einschlägige Erfahrung in der Intensivpflege materiell qualifiziert sein oder über eine der nachfolgenden formalen Qualifikationen verfügen:

Atmungstherapeut*in, Fachgesundheits- und Krankenpfleger*in für Anästhesie- und Intensivpflege oder einen erfolgreichen Abschluss einer mind. 80 Stunden umfassenden Basisqualifikation für außerklinische Beatmung eines medizinischen Fachverbands, einer Fachgesellschaft für außerklinische Beatmung oder pflegerischen Berufsverbands.

Eine bundesweite Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Dabei garantieren wir, die dargestellten Kernprozesse der Intensivpflege nachzuhalten, die hohen qualitativen Standards gruppenweit einzuhalten und weiterzuentwickeln. Wir wünschen uns eine gelebte Partnerschaft auf Augenhöhe mit gegenseitigem Austausch.
Von unserer Seite bieten wir auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Auswertungen an – allgemeiner Art, turnusmäßig oder individuell bei Veränderung der gesundheitlichen Lage Ihrer Versicherten. Selbstverständlich unter Beachtung des Sozialgeheimnisses. Auf diese Weise können wir gemeinsam an der Optimierung dieses anspruchsvollen Versorgungssegmentes arbeiten.

Unser Kompetenznetzwerk ist groß – Wir können unsere Klient*innen allerorts unterstützen

Außerklinische Intensivpflege funktioniert nur im Team. Es sind viele Berufsgruppen daran beteiligt, die wichtige Ansprechpartner sind.

  • Die entlassenden Kliniken
  • Reha
  • Sozialdienst und/oder Casemanager*innen
  • Leistungsträger
  • Beratung im Bereich barrierefreier Umbau von Haus oder Wohnung
  • Hilfsmittel-Provider
  • Therapie unterschiedlicher Fachrichtung (Physiotherapie, Atmungstherapie etc.)
  • Sozialpädagogik
  • Pflegedienste mit ihren Pflegefachkräften und Mitarbeiter*innen
  • Orthopäden
  • Fachkliniken im Umkreis und Zentren für außerklinische Beatmung
  • Fach- und hausärztliche Versorgung
  • Apotheken
  • Dienstleister im Bereich Transportwesen
  • Beauftragte für Menschen mit Behinderungen
  • Palliativnetzwerk

Vision und Ausblick: Sektorenübergreifende Versorgung

ZUR MARKTFÜHRERSCHAFT GEHÖRT INNOVATION – Viele Leistungsträger fordern berechtigterweise eine Überwindung der Sektorengrenzen, nicht allein aus Kostendämpfungsgesichtspunkten, sondern auch und vor allem zur Verbesserung der Versorgungsqualität der Versicherten. Dieser Forderung schließen wir uns an.

Die außerklinische Intensivpflege ist gewissermaßen der „verlängerte Arm“ der Intensivstation, was die medizinische Behandlungspflege sowie die ärztliche Leistung des Weanings betrifft. Eine holistische Betrachtung dieser vital gefährdeten Menschen ist zu deren Heilung und sogar zur Erhaltung des gesundheitlichen Status unerlässlich. Das abgestimmte und vertrauensvolle Zusammenwirken von Intensivpflege auf der einen sowie die Expertise von Fachärzt*innen auf der anderen Seite sind ein Garant für bestmögliche Versorgungserfolge. Die DFG arbeitet bereits an vielen Standorten nicht nur eng mit Fachärzten, sondern auch mit Weaningzentren und pulmologischen Kliniken zusammen. Aus unserer Perspektive ist das nicht genug. Herkömmliche und historisch gewachsene Versorgungsmodelle der außerklinischen Intensivpflege müssen proaktiv weiterentwickelt werden. Die Kostenträger sollten daher ihrer gesundheitspolitisch vorgesehenen Steuerungsfunktion entsprechend für alle an der Versorgung Beteiligten – Fachärzt*innen und Sozialdienste der Kliniken sowie auf außerklinische Intensivpflege spezialisierte Leistungserbringer – optimierte Versorgungsstrukturen für außerklinisch beatmete Versicherte entwickeln.

Denn um zu gewährleisten, dass das gesamte Entwöhnungspotenzial ausgeschöpft wird, ist aus unserer Sicht eine enge interdisziplinäre Verzahnung der stationären und ambulanten Versorgungskette hin zu einem „Versorgungshybrid“ ein notwendiger Schritt zur Weiterentwicklung des Versorgungsportfolios intensivpflichtiger Menschen. Wohngemeinschaften für intensivpflichtige Patienten würden somit direkt an ein Weaningzentrum oder eine pulmologische Klinik angegliedert.

Der Mehrwert solcher Versorgungsmodelle könnte wie folgt aussehen: Die unmittelbare Nähe zu den Weaningzentren und Kliniken würde es erlauben, die Sektoren durchlässig zu machen. Hinzu käme eine einheitliche operative Steuerung. Die beteiligten Disziplinen könnten – interdisziplinär – ein leitliniengerechtes Weaning aufgrund einer gemeinsamen Therapieplanung umsetzen. Die behandelnden Fachärzte wären in die Lage versetzt, ihre Patient*innen weiter zu behandeln. Interdisziplinäre Begutachtungen und Evaluationen des Entwöhnungsfortschritts würden eine nahtlose Anpassung der Beatmungsparameter erleichtern und sämtliche Faktoren, die für den Weaningerfolg kausal sind, berücksichtigen.

Bei den Expert*innen aller an der außerklinischen Intensivpflege Beteiligten herrscht Konsens darüber, dass auch und vor allem die psychosozialen Faktoren bei der Entwöhnung vom Beatmungsgerät eine entscheidende Rolle spielen. Das häusliche Umfeld in einer Wohngemeinschaft wirkt sich hier förderlich auf die Klient*innen aus, die
oftmals lange im klinischen Umfeld mit einschneidenden, teilweise traumatischen Erlebnissen konfrontiert waren. Die Behandlung von Klinikärzten in einer wohnlichen Atmosphäre, fachpflegerisch interdisziplinär betreut, wären ideale Voraussetzungen für Ihre Versicherten, frühzeitig in ein normales, selbstbestimmtes Leben zurückzukehren. Die Überleitung in diese Modellwohngemeinschaften würde bereits kurz nach der stationären Aufnahme des Patienten vom Entlassungsmanagement der Klinik geplant und könnte frühzeitig erfolgen.

Nach beendeter Therapie könnten die Klient*innen dann aus der Modellwohngemeinschaft in ihre Herkunftshäuslichkeit umziehen oder bei weiterbestehender Intensivpflicht wiederum im Rahmen der Einzelversorgung oder in einer anderen Wohnform weiter betreut werden. Im Zusammenspiel mit Kliniken und Weaningzentren könnte die DFG unter Struktur- und Qualitätsaspekten entsprechende Modellprojekte gemeinsam mit den Krankenkassen in Form von Überleitungs-Wohngemeinschaften entwickeln. Gemeinsam könnten wir so die Intensivpflege zukunftsfähiger machen.

 

 

Modellprojekt Überleitungs-Wohngemeinschaften

ZUKUNFT: WENIGER DREHTÜR, MEHR EIGENES WEANING

Kooperation mit zertifiziertem Weaningzentrum

  • Versorungsvertrag mit medzinischbehandlungspflegerischer Ausrichtung
  • Qualitätssicherung mit fachärztlicher und pflegefachlicher Expertise
  • Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung
  • Neue Medizintechnik
  • Point of Care (Blutgasanalytik)
  • Telemedizin

 

Zur Marktführerschaft gehört Transparenz – Ziel der DFG ist es, für Leistungsträger, Partner, Mitarbeiter*innen sowie für Klient*innen und deren Angehörige transparent zu sein. „DFG auf einen Blick“ zeigt die für die DFG wichtigen Kennzahlen. Dieses Informationsblatt bietet somit die Basis für eine Diskussion mit den Leistungsträgern. Dokumentiert sind neben den Top Leistungsträgern ebenfalls das etablierte Ranking der Pflegedienste im Weaning sowie die Aufteilung der Klient*innen in Einzelversorgung und Wohngemeinschaft.

Des Weiteren wird das Personalprofil über die Gesellschaften gezeigt. Aufgrund ständiger Weiterbildungen in der hauseigenen Akademie sowie auf externen Schulungen und den hohen Einstellungskriterien bei Neupersonal, steht es im Eigeninteresse der DFG, die Personalentwicklung halbjährlich zu dokumentieren und zu visualisieren. Als Basis für Verhandlungen und zur Intensivierung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, kann „DFG auf einen Blick“ individuell an die Anforderung des Partners um andere Kennzahlen erweitert werden. Diese Erweiterung bedarf einer gewissen Vorlaufzeit, um die zusätzlichen Kennzahlen aufzubereiten.

Fazit

Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Fachpflege Gruppe gewährleistet eine qualitativ hochwertige Versorgung der Versicherten mit reibungslosen, zentral gesteuerten und konsequent nachgehaltenen Prozessen. Eine schnelle und standardisierte Überleitung unter frühestmöglicher Einbeziehung aller Beteiligten, insbesondere der Kostenträger, bietet spezielle Angebote für jeden Versorgungsbedarf.

Unsere gruppenweiten Auswertungen basieren auf einer umfangreichen Klientenstatistik und können jederzeit spezifischen Anforderungen angepasst werden, sodass Vergleichbarkeit und Transparenz auch für die junge Versorgungsform der außerklinischen Intensivpflege hergestellt wird.

Mit dem Fokus auf Weaning, Rückzugspflege und der zunehmenden Versorgung der beatmeten Klient*innen in ambulanten, selbstbestimmten Wohnformen wird ein ressourcenschonender Umgang mit Transferleistungen ins Zentrum des Versorgungsgeschehens gerückt.

Die stetige Weiterentwicklung und perspektivische Abdeckung aller Regionen macht uns zu einem soliden Partner, der zuverlässig und schnell Lösungsmöglichkeiten anbieten kann – sowohl im Einzelfall als auch für innovative Zukunftsmodelle.

 

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