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Polymyositis

Definition

Die Polymyositis ist eine entzündliche Erkrankung der Skelettmuskeln und wird der Gruppe der Myositiden zugeordnet. Myositiden sind im Allgemeinen entzündliche Erkrankungen der Muskulatur. Bei einer Polymyositis sind gleichzeitig mehrere Muskel(-partien) von Entzündungen betroffen. Verglichen mit anderen Formen der Myositiden tritt die Polymyositis relativ selten auf.

Symptome

Zu den Symptomen einer Polymyositis zählen Muskelschwäche und Muskelkater. An den betroffenen Stellen  treten Gelenkschmerzen (Arthralgien) auf. Des Weiteren werden unspezifische Entzündungszeichen, wie CRP (erhöhter Wert C-reaktives Protein im Blut), Fieber oder Besonderheiten bei der Blutsenkungsreaktion (Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit) festgestellt. Zusätzlich kann das Raynaud-Syndrom (anfallsweises Erblassen von Fingern und/oder Zehen) oder eine Schluckstörung auftreten.

Ursache

Die Ursache der Polymyositis ist noch ungeklärt. Aber es wird davon ausgegangen, dass eine Erkrankung des Immunsystems der Auslöser  ist. Dabei greift die eigene Körperabwehr Bestandteile des Körpers, in diesem Fall die Muskelfasern, an.

Behandlung

Patienten mit Polymyositis werden mit Kortison-Präparaten behandelt. Die Dauer bis zu einer Besserung ist von Patient zu Patient verschieden und kann nach wenigen Tagen aber auch erst nach mehreren Wochen eintreten.

Bei einigen Patienten verbessert eine Kortison-Behandlung die Symptome nicht. In diesen Fällen wird mit Immunsuppressiva behandelt. Immunsuppressive Präparate vermindern die Funktion des Immunsystems und verhindern damit, dass das Immunsystem die Muskeln weiterhin angreift.

Langfristig ist eine ergänzende Physiotherapie sinnvoll.

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 10 Fälle von  Polymyositis, Dermatomyositis  (zusätzlich ist die Haut bei dieser Erkrankung betroffen) und Einschlusskörpermyositis  (Schwächen treten oft asymmetrisch) auf eine Millionen Einwohner festgestellt.