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Myositis (Muskelentzündung)

Definition

Myositis ist ein Überbegriff für Entzündungen der Skelettmuskulatur. Sie ist eher selten und verläuft je nach Ursache akut oder chronisch. Es wird zwischen drei wesentlichen Erscheinungsformen unterschieden: Polymyositis, Dermatomyositis und Einschlusskörpermyositis. Je nach Krankheitsverlauf kann eine Myositis zur Pflegebedürftigkeit und sogar Intensivpflege Bedarf der betroffenen Person führen.

Symptome

Das allgemeine Symptom einer Myositis ist der Kraftverlust im Rumpfbereich mit zunehmender Schwäche beim Arme- und Kopfheben sowie beim Treppensteigen. Bei einer Dermatomyositis gehen Veränderungen der Haut und Muskelschmerzen miteinher. Diese Form zeigt ein akutes Krankheitsbild und Beeinträchtigung der Schultergürtel,- Nacken- und Hüftmuskulatur. Häufig bilden sich in Verbindung mit dieser Form auch bösartige Tumore.

Die Poly- und Einschlusskörpermyositis hingegen sind chronisch. Hierbei kommt es neben dem Kraftverlust zu sichtbarem Muskelschwund. Polymyositis-Patienten weisen meist auch Schwächen der Schultergürtel-, Nacken- und Hüftmuskulatur auf. Außerdem konnten bei über 55 % der Einschlusskörpermyositis-Patienten Schluckstörungen festgestellt werden. Asymmetrische Schwächen der Unterarm- und Oberschenkelmuskulatur zählen auch zu typischen Symptomen dieser Erscheinungsform. Trotz der relativ eindeutigen Symptome ist das Stellen einer Diagnose sehr schwer. Hauptverantwortlich dafür ist die schleichende Entstehung einer Myositis, die zwischen wenigen Wochen und mehreren Jahren liegen kann. Meist wird die Erkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt.

Ursache

Generell kann eine Muskelentzündung verschiedene Ursachen haben. Eher selten sind Parasiten, Bakterien oder Viren der Grund. Vermehrt ist eine entzündliche Erkrankung des Immunsystems verantwortlich dafür – die Abwehr richtet sich gegen körpereigene Bestandteile. Auch entzündlich-rheumatische und Bindegewebserkrankungen können eine Muskelentzündung verursachen. Interessant ist, dass von der Einschlusskörpermyositis am häufigsten Erwachsene über 50 Jahre betroffen sind. Die anderen zwei Erscheinungsformen betreffen auch Kinder und Jugendliche, aber vermehrt die Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren.

Behandlung

Eine Behandlung ist je nach Form und Schwere der Entzündung möglich. Bei der Polymyositis und der Dermatomyositis verzeichnen meist hoch dosierte Kortisonpräparate Besserung. Alternativ werden bei Nicht-Erfolg einer Kortisonbehandlung sogenannte Immunsuppressiva zur Unterdrückung der Überreaktion des Immunsystems eingesetzt. Eine Einschlusskörpermyositis kann nur mit Krankengymnastik oder Ergotherapie behandelt werden. Meist ist der Erfolg jedoch eher gering und die betroffenen Personen müssen sich zusätzlich regelmäßigen Behandlungen in einer Klinik unterziehen. In der eigenen Häuslichkeit sind betroffene Personen häufig auf die Unterstützung eines Pflegedienstes angewiesenen, der auf die Häusliche Intensivpflege spezialisiert ist.

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