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Muskelatrophie

Definition

Unter einer Muskelatrophie versteht man eine Schwächung der Muskelzellen, welche im Krankheitsverlauf zu einem Abbau eben dieser führt. Hieraus entstand der im Allgemeinen bekannte Begriff Muskelschwund, eine Verkleinerung des Durchmessers der einzelnen Skelettmuskeln.

Symptome

Die Symptome der spinalen Muskelatrophie sind von dem Zeitpunkt des Auftretens abhängig. Tritt die Erkrankung bereits beim Ungeborenen auf, so ist der Säugling nicht in der Lage zu sitzen bzw. seinen Kopf zu halten. Tritt die Erkrankung in den ersten Lebensmonaten auf, werden bereits erlernte Fähigkeiten wieder verlernt. Beim Erwachsenen werden meist die Becken- und Schultermuskeln geschwächt. Zuerst macht sich die Erkrankung im Bereich der Hand- und Fußmuskulatur bemerkbar.

Ebenfalls treten die ersten Symptome einer neuralen Muskelatrophie in den Füßen auf. Hier kommt es zuerst zum Muskelschwund. Die Symptome steigen dann über die Unterschenkel weiter nach oben auf. Bei fortschreitender Erkrankung kann es ebenfalls zu vegetativen Symptomen kommen, wie beispielsweise eine zu hohe und später zu geringe Schweißbildung sowie Hautdurchblutungsstörungen. Bei einem Teil der Patienten treten Veränderungen des Skelettes auf. Es kommt z.B. zu Verkrümmungen und Verhärtungen der Wirbelsäule und der Füße. Zusätzlich können sich Pupillen- und Sehnervenstörungen, Veränderung der Netzhaut der Augen, Störungen der Riech- und Hörfunktion sowie spastische Symptome an den Beinen bilden.

Ursache

Die Entstehung einer Muskelatrophie kann verschiedene Ursachen haben. Meistens ist die Muskelatrophie ein Ausdruck einer Veränderung des Muskels auf eine geringere Beanspruchung. Neben der altersbedingten Muskelveränderung stellt eine Unterernährung eine häufige Ursache dar. Eine Mangelaufnahme von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett sorgt dafür, dass die gespeicherten Reserven im Körper aufgebraucht werden. Sind diese Reserven leer, beginnt der Abbau von körpereigenem Gewebe und somit auch ein Abbau der Muskulatur. Deutlich bedenklicher ist es, wenn eine Muskelatrophie durch eine Störung des Muskelstoffwechsels entsteht oder eine neuromuskuläre Erkrankung als Ursache hat. Typisch sind hierbei folgende zwei Formen: die neurale und die spinale Muskelatrophie.

Bei der spinalen Muskelatrophie kommt es zu einer Funktionsstörung und dem Untergang der Zellen des zweiten motorischen Neurons im Rückenmark. Dies hat zur Folge, dass die betroffenen Nervenfasern nicht mehr richtig angesprochen werden und den Muskel nicht mehr erreichen. Der Muskel kann also nicht mehr angespannt werden. Durch das Ausbleiben der Muskelkontraktion kommt es zu einer Verschmächtigung des Muskels. Diese Form ist meist erblich bedingt und kann schon von der Geburt an auftreten. Betroffen sein können alle Muskelgruppen, auch die Atemmuskulatur.

Bei der neuralen Muskelatrophie handelt es sich um eine Gruppe von Krankheiten, bei denen die peripheren Nerven langsam aber fortschreitend zugrunde gehen. Meistens sind hierbei die Nervenfasern, die für die motorische Bewegung verantwortlich sind, betroffen. Auch diese Form der Muskelatrophie ist meist erblich bedingt.

Behandlung

Hauptziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Eine Muskelatrophie, bedingt durch Mangelbewegung oder Unterernährung, kann behandelt werden. Eine erblich bedingte Muskelatrophie kann jedoch nicht geheilt werden. Eine Behandlung durch einen Physiotherapeuten soll nicht betroffene Muskelgruppen stärken und die betroffenen Muskelgruppen passiv bewegen. Sollten Organe wie die Lunge oder das Herz in Mitleidenschaft gezogen worden sein, müssen diese medikamentös behandelt werden.

Die Behandlung der spinalen Muskelatrophie gilt als sehr problematisch, es gibt kaum Möglichkeiten, den Verlauf aufzuhalten. Im Alltag müssen betroffene Personen durch einen spezialisierten Pflegedienst für Häusliche Intensivpflege unterstützt werden. Die Sterblichkeit steigt, je früher die Erkrankung auftritt.

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