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Multiple Sklerose

Definition

Die Multiple Sklerose, auch kurz als MS oder als Encephalomyelitis disseminata bekannt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. In Mitteleuropa gilt sie neben der Epilepsie als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen jüngerer Erwachsener. Bei betroffenen Patienten kommt es zu verstreut auftretenden Entzündungen im Bereich des Gehirns oder des Rückenmarks. Diese Entzündungen können verschiedenste neurologische Symptome hervorrufen.

Unterschieden wird in drei Verlaufsformen der Multiplen Sklerose. Bei der schubförmigen remittierenden MS treten einzelne Schübe auf, die deutlich voneinander abgrenzt werden können. Diese Schübe bilden sich anfangs meist vollständig, später nur noch teilweise zurück. Eine andere Verlaufsform ist die primäre progrediente MS. Hier tritt die Krankheit in schleichender Form ohne Schübe auf. Diese Form ist die seltenste der MS-Formen. Eine Art Mischform ist die sekundäre progrediente MS. Bei fortschreitender Krankheit geht eine rein schubförmige MS oft in eine sekundäre progrediente Form über.

Symptome

Die Symptomatik ist stark abhängig von der Stelle, an der die Entzündungsherde auftreten. So können Sehstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Lähmungen und Spastiken als Symptome auftreten. Bei Krankheitsbeginn bilden sich die auftretenden Symptome eines Schubs meist vollständig zurück. Im späteren Verlauf bleiben nach einem Schub vermehrt neurologische Defizite zurück. Bei vielen Patienten tritt kommt eine zunehmende Ermüdbarkeit hinzu, die sich sowohl körperlich als auch psychisch zeigt.

Ursache

Die genaue Ursache der Multiplen Sklerose ist noch unbekannt. Es ist aber bekannt, dass die Krankheit familiär gehäuft auftritt. Daraus schließt man, dass erbliche Faktoren eine Rolle spielen können. Aber auch Umweltfaktoren wie eine virale Infektion werden als Ursache in Betracht gezogen. In Deutschland gibt es etwa 122.000 Betroffene. Dabei tritt der erste Krankheitsschub im jungen Alter zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr auf. Frauen sind dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Behandlung

Multiple Sklerose ist bislang nicht heilbar. Es gibt aber verschiedene Therapieformen, die den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen können. Das Ziel der therapeutischen Maßnahmen ist es, die bestmögliche Lebensqualität und Unabhängigkeit des Patienten zu erhalten.

Zum einen wird im Rahmen einer Schubtherapie ein hoch dosiertes entzündungshemmendes Medikament während eines Krankheitsschubs verabreicht. Das Medikament leitet die Rückbildung der Symptome ein und beschleunigt die Besserung.

Im Rahmen einer Langzeittherapie werden ebenfalls mithilfe von Medikamenten das Auftreten von neuen neurologisch bedingten Symptomen und die Verschlechterung von bereits bestehenden Defiziten verzögert.

Darüber hinaus werden die verschiedenen symptomatischen Beschwerden mit gezielten Therapien behandelt. Dabei ist die Art der Behandlung stark von den individuellen Symptomen abhängig. Die Behandlung setzt sich dabei aus Maßnahmen folgender Bereich zusammen: Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Psychotherapie, Medikamente und Operationen. Durch den Alltag werden Betroffene von auf die Häusliche Intensivpflege spezialisierten Pflegediensten begleitet.