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Kinderkrankenschwester und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in – Aufgaben, Ausbildung, Karriere, Gehalt

Was macht eine Kinderkrankenschwester/ Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in?

Kinderkrankenschwestern und -pfleger kümmern sich um die Pflege und Versorgung von kranken oder pflegebedürftigen Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Sie führen medizinische Aufgaben durch und unterstützen die Arbeit von Ärzten bei Untersuchungen und Behandlungen. Sie arbeiten in stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten oder niedergelassenen Praxen für Kinderheilkunde.

Seit dem 01.01.2020 ist die Ausbildung neu geregelt. Kinderkrankenschwestern und -pfleger die nun mit der Ausbildung starten, beginnen eine generalisierte Pflegeausbildung als Pflegefachmann/ -frau. Im dritten Jahr haben Sie die Möglichkeit einer Vertiefung und erwerben dann die Berufsbezeichnung Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in.

Die Deutsche Fachpflege Gruppe als bundesweite Spezialistin für ambulante Intensiv- und Beatmungspflege bietet Kinderkrankenschwestern/ -pflegern sowie zukünftigen Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen ein interessantes Aufgabengebiet mit einer guten Work-Life-Balance im besonderen Berufsfeld der außerklinischen Intensivpflege.

Was gehört zu den Aufgaben von Kinderkrankenschwestern/ Kinderkrankenpfleger*innen?

Sie übernehmen die Pflege und Betreuung von Säuglingen, kranken Kindern und Jugendlichen. Die Aufgaben sind sehr vielfältig und richten sich danach, wie krank bzw. hilfebedürftig die Patienten sind. Zu den Kernaufgaben gehören:

  • Pflegen und Begleiten
  • Medizinische Versorgung
  • Psychische Versorgung
  • Kommunikation mit Patienten und Angehörigen
  • Dokumentation und Verwaltung

Pflegen und Begleiten

Kinderkrankenschwestern übernehmen verschiedene pflegerische und auch medizinische Aufgaben entsprechend ärztlicher Anweisungen. Sie helfen ihren kleinen Patienten, den Alltag zu meistern, z. B. im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen oder mittels ambulanter Betreuung zu Hause.

Zu den pflegerischen Aufgaben gehört zum Beispiel die Körperpflege. Kinderkrankenpfleger*innen wickeln Säuglinge und Kleinkinder, aber auch größere Kinder, wenn sie nicht in der Lage sind, auf die Toilette zu gehen. Sie unterstützen beim Waschen, Kämmen oder Zähneputzen. Sie übernehmen die Funktion eines Arms oder einer Hand, wenn das Kind diese nicht bewegen kann. Sie helfen bei den ersten Schritten nach einer OP, wenn die Beine noch wackelig sind. Sie übernehmen die Ausgabe von Essen und Getränken, füttern die Kleinsten bzw. diejenigen, die nicht selbstständig essen können.

Sie hören zu, bleiben geduldig, auch wenn die Patienten schwer zu verstehen sind oder sich nicht gut ausdrücken können. Man könnte auch sagen: Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger*innen sind der verlängerte Arm und das Sprachorgan von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Da Kinder keine „kleinen Erwachsenen“ sind, müssen die Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger eine spezielle Ausbildung durchlaufen haben, insbesondere, wenn die Kleinkinder, Kinder und Jugendlichen beatmet werden.

Medizinische Versorgung

Kinderkrankenschwestern übernehmen Aufgaben im Medizinischen, überwachen körperliche Funktionen und übernehmen die Assistenz bei ärztlichen Untersuchungen und notwendigen Operationen.

Kinderkrankenpfleger*innen kontrollieren bestimmte Werte, messen beispielsweise Temperatur, Puls, Blutdruck und Körpergewicht. Sie überwachen die Atmung und den Bewusstseinszustand und prüfen, ob die Anzeigen auf Monitoren und anderen technischen Überwachungsgeräten im Normbereich liegen. Sie kümmern sich um Verbände und Wunden und geben nach Anweisung der Ärzte Medikamente. Auch die Vorbereitung der Patienten für medizinische Eingriffe gehört zu den Aufgaben der Kinderkrankenschwestern und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen.

Sie haben viel Verantwortung, denn sie müssen wissen und entscheiden, wann ein Kind gerade nur seelischen Beistand braucht, jemanden, der zuhört und einfach da ist, wann es ein Schmerzmittel benötigt oder einen Arzt. Zu den Aufgaben einer Kinderkrankenschwester gehört auch die Pflege und Begleitung von sterbenden Kindern. Kinderkrankenpfleger*innen haben mehr und einen intensiveren Kontakt zu Patienten als Ärzte.

Psychische Versorgung

Neben der körperlichen Versorgung ist auch die seelische Versorgung wichtig. Kleine Patienten oder Kinder und Jugendliche mit geistigen Einschränkungen verstehen nicht, dass medizinischen Eingriffe notwendig sind, sie haben möglicherweise Angst oder wehren sich. Auch Schmerzen oder Heimweh kommen bei Kindern häufig vor. Kinderkrankenpfleger*innen erkennen solche Situationen und bewältigen sie mit viel Einfühlungsvermögen. Sie nehmen den Kindern die Furcht vor einer medizinischen Behandlung und trösten sie.

Kinderkrankenschwestern fungieren darüber hinaus als Motivatoren, wenn es darum geht, mit körperlichen Einschränkungen oder Veränderungen zurecht zu kommen. Dabei geht es sowohl um kurzfristige Beeinträchtigungen wie Schluckbeschwerden und Appetitlosigkeit als auch um längerfristige Einschränkungen, wie Lähmungen, die gravierende Einschnitte in den Lebensalltag bedeuten.

Kommunikation mit Patienten und Angehörigen

Zu den Aufgaben von Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger*innen gehört nicht nur die Kommunikation mit den Kindern und Jugendlichen, sondern auch mit den Eltern der Patienten. Hier ist neben dem medizinischen Wissen besonderes Einfühlungsvermögen gefragt, da Eltern oft besorgt sind und dementsprechend reagieren. Kinderschwestern erläutern Eltern wie auch Kindern medizinisch notwendige Maßnahmen. Eltern werden in bestimmte pflegerische Aufgaben eingewiesen, damit diese richtig und zuverlässig ausgeübt werden können. So werden für die Zeit nach der Klinik oder im Rahmen von ambulanter Pflege durch die Angehörigen die bestmöglichen Bedingungen geschaffen, damit kranke Kinder schnell wieder gesund werden oder schwerstkranke Kinder, bei denen keine Aussicht auf Heilung besteht, die bestmögliche Lebensqualität erhalten. Manchmal ist auch Überzeugungsarbeit erforderlich, wenn die Lebensführung geändert werden muss, weil der Lebensstil zu Hause die Gesundheit des Patienten schädigt oder Krankheitsrückfälle provoziert.

Kinderkrankenpfleger*innen kommunizieren angemessen mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und Schichten.

Dokumentation und Verwaltung

Damit Ärzte und Pflegefachkräfte wissen, wie sich der Gesundheitszustand der einzelnen Patienten entwickelt, müssen alle Maßnahmen und Werte dokumentiert werden: Welche Medikamente wurden gegeben? Welche Körpertemperatur hat der Patient? Welche besonderen Ereignisse sind zum Beispiel nachts aufgetreten? Und noch vieles mehr. Nur dann können auch die richtigen Maßnahmen für die weitere Behandlung abgeleitet werden. Verantwortung für eine lückenlose Dokumentation haben u.a. die Kinderkrankenschwestern.

Kinderkrankenpfleger*innen sind in Organisation und Verwaltung auch für die Ermittlung des Pflegebedarfs zuständig. Weitere Aufgaben in der Organisation sind die Planung von Untersuchungsterminen sowie die Bestellung und Verwaltung von Arzneimitteln, Verbandsmaterial und sonstigen medizinischen Hilfsmitteln. Darüber hinaus wickeln Kinderkrankenschwestern den Schriftverkehr mit Krankenkassen und weiteren Institutionen ab.

Wie wird man Kinderkrankenschwester bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in?

Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie dauert in Vollzeit 3 Jahre, findet an speziellen Berufsfachschulen bzw. Pflegeschulen statt und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Seit 2020 ist die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester bzw. zum Kinderkrankenpfleger neu geregelt.

In den ersten beiden Jahren erhalten die Auszubildenden eine generalistische Ausbildung. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt die Spezialisierung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in. Erfolgt keine Spezialisierung für die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder andere Bereiche wie die Altenpflege, wird die generalistische Ausbildung der ersten beiden Jahre im dritten Jahr fortgesetzt und mit der Berufsbezeichnung Pflegefachmann-/ frau abgeschlossen.

Die Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in besteht aus praktischen und theoretischen Phasen. Knapp die Hälfte der Ausbildungszeit findet an der Pflegeschule mit theoretischem und praktischem Unterricht statt. Etwas mehr als die Hälfte der Zeit erfolgt die Ausbildung praktisch in der Ausbildungsstätte, zum Beispiel im Krankenhaus, Pflegeheim oder bei ambulanten Pflegediensten.

Im 1. und 2. Jahr wird grundlegendes Wissen vermittelt. Im 3. Jahr erfolgt die Spezialisierung für die Patientengruppe Säuglinge, Kinder und Jugendliche.

Eine Alternative zur 3-jährigen Vollzeit-Ausbildung ist die Teilzeit-Ausbildung über 5 Jahre. Auch Verkürzungen der Ausbildungszeit sind möglich, wenn man schon eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem sogenannten Assistenz- oder Helferberuf abgeschlossen hat. Die Möglichkeiten zur Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in sind vielfältig und können mit verschiedenen Lebenssituationen in Einklang gebracht werden.

Für eine Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

Formale Voraussetzungen für die Ausbildung

  • Erwartet wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss, die sogenannte Mittlere Reife,
  • ein ärztliches Attest, das die gesundheitliche Eignung bestätigt,
  • ein Führungszeugnis und
  • ein Vorpraktikum.

Relevante Schulfächer

Der Beruf als Kinderkrankenschwester bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in erfordert Sensibilität im Umgang mit Patienten und Angehörigen, ein gutes sprachliches Ausdrucksvermögen, um Dinge erklären und Dokumentationen schreiben zu können sowie logisches Denkvermögen, um die Funktionsweisen des Körpers und von medizinischen Gerätschaften zu verstehen.

Daher wird beim Abschlusszeugnis der Bewerber*innen besonders auf folgende Fächer geachtet:

  • Deutsch – für eine verständliche mündliche und schriftliche Ausdrucksweise
  • Biologie – für das Verständnis von Zusammenhängen im Körper
  • Chemie – für die Wirkungsweise von Medikamenten
  • Mathematik – für Abrechnungen mit Krankenkassen u. ä.
  • Ethik – für den angemessenen Umgang mit Menschen (auch aus anderen Kulturkreisen)

Persönliche Eignung

Kinderkrankenpfleger*innen werden zu Allroundern im Bereich Medizin, Pflege und Seelsorge ausgebildet. Dafür sollte man bestimmte persönliche Voraussetzungen schon vor der Ausbildung mitbringen, wie das Interesse an Menschen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, aber auch Geduld und Einfühlungsvermögen. Darauf aufbauend werden diese Fähigkeiten während der Ausbildung als Kinderkrankenschwester vertieft und erweitert. Eine belastbare körperliche Konstitution ist für diesen Beruf ebenfalls erforderlich. Die persönliche Eignung von Bewerber*innen wird anhand der Bewerbungsunterlagen und im Gespräch geprüft – auch schriftliche Aufnahmeprüfungen sind möglich.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung wird gelernt, wie Pflegebedarf ermittelt, Pflege organisiert, durchgeführt und abschließend dokumentiert und bewertet wird.

Im Zusammenhang mit der Ermittlung des individuellen Pflegebedarfs, der sich in der Kinderkrankenpflege nach dem Alter, möglichen körperlichen und geistigen Einschränkungen und der Krankheit bzw. Verletzung richtet, wird auch gelernt, wie Selbstversorgung und Autonomie unterstützt werden kann. Gelernt wird also zum Beispiel nicht nur, wie Patienten Nahrung und Flüssigkeit gereicht werden kann, auch wenn die Aufnahme zunächst verweigert wird oder wie Säuglinge beim Geben der Flasche gehalten werden, sondern auch, wie Patienten die körperlich dazu in der Lage sind zu essen, motiviert werden können, dies zu tun.

Im Bereich der Pflegediagnostik wird beispielsweise gelernt, wie Werte der Vitalzeichen (Bewusstsein, Atmung, Puls und Blutdruck sowie Körpertemperatur) sowie bestimmte Laborwerte ermittelt und interpretiert werden, wie eine korrekte Wundversorgung erfolgt und Injektionen richtig gegeben werden.

Im dritte Ausbildungsjahr, wenn die Spezialisierung auf die Patientengruppe Säuglinge, Kinder und Jugendliche erfolgt, nimmt die Beobachtung und Einschätzung von Entwicklungsverläufen und -hemmnissen einen besonderen Raum ein, ebenso wie die Kommunikation mit den jungen Patienten und deren Eltern. Beispiele hierfür sind Risikoverhalten wie Rauchen trotz Asthmaerkrankung bei Jugendlichen oder die Aufklärung und Anleitung von Eltern hinsichtlich der pflegerischen Erfordernisse eines behinderten Kindes. Auch die Stärkung der Mutter-Kind-Interaktion bei Frühgeborenen gehört zu den Aufgaben. Im Rahmen von längerfristigen stationären Aufenthalten oder längerer Pflegebedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen, kann auch die Gestaltung von Alltagsaktivitäten zum Tätigkeitsbereich von Kinderkrankenschwestern gehören.

Die Auszubildenden lernen, Arbeitsprozesse sinnvoll zu gestalten und Routinen für häufig wiederkehrende Aufgaben zu entwickeln, damit diese effektiv erledigt werden können. In welcher Reihenfolge werden Patienten versorgt? Wie gestaltet man einzelne Tätigkeiten effektiv? Welche Handgriffe und Arbeitsschritte erfolgen in welcher Reihenfolge, zum Beispiel beim Verbandswechsel oder beim Geben von Spritzen?

Gelernt wird, wie Behandlungen und Versorgungen schriftlich so dokumentiert werden, dass sie für Andere nachvollziehbar und verständlich sind. Auch der Umgang mit Dokumentationsverfahren und spezieller Software ist Teil der Ausbildung als Kinderkrankenschwester bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin*in.

Welche Voraussetzungen sollte man für den Beruf als Kinderkrankenschwester bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in mitbringen?

Wer den Beruf als Kinderkrankenschwester ausüben möchte, sollte bestimmte formale und persönliche Voraussetzungen erfüllen:

Formale Voraussetzungen für die Ausübung des Berufes

Abschluss einer Ausbildung als Kinderkrankenschwester bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in in Vollzeit, Teilzeit oder als Fortbildung.

Körperliche Konstitution

Als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in darf man keine Berührungsängste mit kranken Menschen haben und sollte über eine robuste Gesundheit verfügen:

  • Kräftiger Rücken sowie starke Arme und Beine, um Patienten stützen und (um)lagern zu können.
  • Sehen und Hören funktionieren einwandfrei oder sind mit Hilfsmitteln wie Brille/Kontaktlinsen bzw. Hörgerät korrigiert.
  • Keine allzu empfindliche Haut, da häufiger Kontakt mit Desinfektionsmitteln erforderlich ist.
  • Gute Gesamtkonstitution, d.h. ein stabiles Herz-Kreislaufsystem, da Kinderkrankenschwestern viel auf den Beinen sind.
  • Stresstoleranz, wenn plötzlich unvorhergesehene Situationen und Notfälle auftauchen.

Persönliche Eigenschaften

Wer den Beruf als Kinderkrankenschwester oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in ausüben möchte, sollte folgende persönliche Eigenschaften mitbringen oder bereit sein, diese zu entwickeln:

Freundlichkeit, Geduld und Fürsorge

Diese ist sowohl im Umgang mit den kranken Kindern erforderlich als auch mit den Eltern. Vor allem kleinere Kinder verstehen noch nicht die Notwendigkeit bestimmter Behandlungen – sie möchten gerne ihren Bedürfnissen nachgehen, haben Ängste oder verweigern zunächst möglicherweise sogar erforderliche Maßnahmen.

Freude an Beratung und Motivierung

Kinderkrankenschwestern müssen ihre Patienten manchmal vom Sinn und der Notwendigkeit bestimmter Behandlungen überzeugen und sie für Therapien motivieren können – ebenso die Eltern.

Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

Diese ist sowohl in der Pflege und medizinischen Assistenz wichtig als auch bei der Dokumentation. Ein Medikament, das in der falschen Dosierung gegeben wird, kann schlimme Folgen haben.

Aufmerksamkeit und logisches Denken, gepaart mit Entscheidungsfähigkeit und Stresstoleranz

Diese Fähigkeiten sind erforderlich, um plötzliche Änderungen in der Befindlichkeit von Patienten erkennen und dann schnell und angemessen handeln zu können bzw. die notwendigen Schritte einzuleiten.

Selbstbeherrschung

Der Umgang mit den Emotionen von Patienten und Eltern, mit Leid und Schmerz, aber auch der Kontakt mit Körperausscheidungen erfordern die Kontrolle der eigenen Emotionen und Gefühle.

Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Ausbildungen zur Kinderkrankenschwester, die im Ausland erworben wurden, werden in Deutschland anerkannt, wenn nachgewiesen wird, dass sie festgelegte Mindestanforderungen erfüllen bzw. ein gefordertes Niveau erreichen.

Für die Berufsausübung und das Führen der entsprechenden Berufsbezeichnung ist in Deutschland eine Anerkennung zwingend erforderlich. Näheres ist im Gesetz über die Pflegeberufe (PflBG) geregelt. Die Erlaubnis wird erteilt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört neben der fachlichen Ausbildung die gesundheitliche Eignung, entsprechende Kenntnisse der deutschen Sprache sowie ein bisher einwandfreies Verhalten, was bedeutet, dass sich die Person nichts hat zuschulden kommen lassen, das auf eine mangelnde Zuverlässigkeit schließen lassen könnte.

Für den Beruf des/ der Pflegefachmanns/ -frau aus dem Raum der Europäischen Union (EU) gibt es die Möglichkeit, einen Europäischen Berufsausweis (EBA) zu beantragen. Dieser vereinfacht das Anerkennungsverfahren. Die Seite www.anerkennung-in-deutschland.de stellt weiterführende Informationen bereit.

Wo arbeiten Kinderkrankenschwestern/ Kinderkrankenpfleger*innen?

Arbeitsfelder für Kinderkrankenpflegekräfte gibt es z. B.

  • in Krankenhäusern (Neugeborenen- und Frühgeborenenstationen, Kinderstationen, Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • in Rehabilitationskliniken
  • in Kinderheimen und Einrichtungen für Kurzzeitpflege
  • in Kinderhospizen
  • bei ambulanten Versorgungs- und Betreuungsdiensten
  • in Facharztpraxen für Kinder und Jugendliche
  • bei Krankentransport- und Rettungsdiensten
  • im sozialen Bereich

Das Aufgabenspektrum und die Arbeitsbedingungen unterscheiden sich, je nachdem, in welchem Arbeitsfeld Kinderkrankenpfleger*innen tätig sind.

In stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Heimen und Hospizen arbeiten sie überwiegend im Schichtdienst mit wechselnden Dienstzeiten zwischen Früh-, Mittel- und Spätschicht. Die konkreten Arbeitszeiten variieren nicht nur von Arbeitgeber zu Arbeitgeber, sondern auch innerhalb eines Arbeitgebers, je nach Abteilung. Während in Notaufnahmen und im stationären Bereich eines Krankenhauses Schichtdienst unerlässlich ist, gibt es auch Bereiche, in denen keine 24-Stunden-Besetzung notwendig ist, z. B. auf Dialysestationen.

Bei ambulanten Versorgungs- und Betreuungsdiensten richten sich die Arbeitszeiten danach, ob eine rund um die Uhr Versorgung sichergestellt wird oder Betreuung und Pflege nur zu bestimmten Zeiten gewährleistet wird. Für Rettungsdienste gelten besondere Arbeitszeiten.

Mit entsprechenden Fortbildungen, zum Beispiel als Familien-Kinderkrankenpfleger*in eröffnen sich auch Berufsfelder im sozialen Bereich mit den dort üblichen Arbeitszeiten.

Wie hoch ist das Gehalt von Kinderkrankenschwestern?

Das Gehalt ausgelernter Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehört das Aufgabengebiet, vorhandene Aus- und Weiterbildungen in Kinderkrankenpflege, der Grad der Verantwortung, die Branche, Region usw.

Für öffentliche Einrichtungen von Bund und Kommunen, aber auch für kirchliche Einrichtungen gibt es Tarifverträge. Private Einrichtungen legen ihre Gehälter individuell fest. Wenn man zum Beispiel in einem Krankenhaus arbeitet, das sich in kommunaler Trägerschaft befindet, orientiert sich das Gehalt am Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD).

Gehalt von Kinderkrankenschwestern während der Ausbildung

  1. Ausbildungsjahr: ca. 1.140 €
  2. Ausbildungsjahr: ca. 1.202 €
  3. Ausbildungsjahr: ca. 1.303 €

(aktueller Tarif lt. TVöD – BT – Pflege, gültig 03/2019 – 08/2020)

Kinderkrankenschwester-Gehalt für ausgelernte Kräfte:

Für Fachkräfte lag das mittlere monatliche Bruttoentgelt für die Gruppe der Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege laut aktuellster Statistik der Arbeitsagentur (Stand 2018) bei 3.415 €. Abweichungen beim Einkommen ergeben sich für das Gehalt von Kinderkrankenpfleger*innen nach oben und unten durch unterschiedliche Qualifikationen und Verantwortungen. Daher kann man keine generelle Aussage über den Verdienst von Krankenschwestern treffen.

Welche Berufsaussichten haben Kinderkrankenschwestern / Kinderkrankenpfleger*innen?

Fachkräfte sind in der Pflege weiterhin gesucht – es gibt mehr Stellen als Bewerber. Die Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden, sind also sehr gut.

Aufgrund des Fachkräftemangels in der Pflege und der steigenden Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen in Deutschland, werden Lösungen benötigt, wie pflegerische Aufgaben und eine angemessene medizinische Betreuung auch in Zukunft bewältigt werden können. Durch die Digitalisierung ergeben sich weitreichende Chancen und Möglichkeiten. Neben den klassischen Aufgabenfeldern im stationären und ambulanten Bereich werden sich also neue Berufsfelder entwickeln, die die technischen Möglichkeiten nutzen.

Die Versorgung von Patienten im ländlichen Raum oder in Regionen mit geringer Arztdichte könnte zukünftig über sogenannte Telenurses gewährleistet werden, die online übermittelte Gesundheitsdaten auswerten und diese bei Auffälligkeiten mit Ärzten besprechen. Für die Patienten selbst sind die Telenurses per Videotelefonie oder über andere Kanäle erreichbar, so dass eine persönliche Betreuung auch ohne direkte körperliche Anwesenheit möglich ist.

Da Telenursing ein noch junges Berufsfeld ist, werden sich hier in Zukunft vermutlich vielfältige berufliche Perspektiven eröffnen.

Welche Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es für Kinderkrankenschwestern / Kinderkrankenpfleger*innen?

Fortbildungen dienen der Erweiterung von Kompetenzen, die bereits in der Ausbildung als Kinderkrankenschwester bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in erworben wurden. Da sich Medizin und Pflege kontinuierlich weiterentwickeln, sind sogenannte Anpassungsschulungen sogar vorgeschrieben. Fachliche Weiterbildungen als Kinderkrankenschwester erweitern nicht nur Kompetenzen in einem speziellen Aufgabenfeld, sondern können auch für Führungsaufgaben qualifizieren. Die Bandbreite an Seminaren ist daher groß. Die nachfolgende Auflistung spiegelt nur einen kleinen Ausschnitt und dient dazu, eine Idee von den vielfältigen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu geben.

Beispiele für fachliche Fortbildungen

  • Fachkinderkrankenpfleger*in (Intensivpflege, Onkologie, Palliativpflege, Rehabilitation, Psychiatrie, …)
  • Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung
  • Pain Nurse/ Algesiologische Fachassistenz
  • Pflegeplanung und -dokumentation
  • Hygienefachkraft bzw. Hygienebeauftragte*r
  • E-Health

Beispiel für Fortbildungen im Bereich Pädagogik und Psychologie

  • Berufsbegleitende Qualifizierung zur/zum Familienhebamme (FamHeb) und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und -pfleger (FGKiKP)

Fortbildungsbeispiele im kaufmännischen Bereich/ Management

  • Einrichtungsleiter*in
  • Case Management

Studium

Weitere Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich durch ein Studium, beispielsweise in den Bereichen Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik, Gesundheitsmanagement, Public Health sowie in medizinischen Studiengängen. Teilweise bieten die Hochschulen auch Möglichkeiten, ohne Abitur bzw. Fachabitur zu studieren, wenn bestimmte Voraussetzungen wie eine abgeschlossene Berufsausbildung im relevanten Fach sowie Berufserfahrung über eine bestimmte Anzahl an Jahren vorliegen. Unter dem Begriff „Studieren ohne Abitur“ findet man bei den jeweiligen Hochschulen die entsprechenden Zulassungskriterien. Studiengänge gibt es nicht nur in Vollzeit, sondern auch berufsbegleitend in Teilzeit. Das ist nicht nur für eine optimale Verbindung von Theorie und Praxis sinnvoll – es kann auch unter finanziellen Aspekten interessant sein, wenn die Finanzierung eines Vollzeit-Studienganges mit der persönlichen Situation nicht vereinbar ist.

Selbstständigkeit

Auch eine selbstständige Berufstätigkeit ist möglich, zum Beispiel mit einem eigenen Pflege- und Sozialdienst oder beratend in sozialen Arbeitsfeldern. Weitere Entwicklungsfelder bieten sich im Bereich der Pädagogik als Praxisanleiter*in oder als Lehrkraft an Schulen.

Was bietet mir eine Stelle bei der Deutschen Fachpflege Gruppe?

Die Deutsche Fachpflege Gruppe bietet ambulante Intensivpflege in Wohngemeinschaften (WGs) für Intensivpflege, in der ambulanten Krankenpflege und in stationären Einrichtungen. Kernkompetenz der Unternehmen, die unter dem Dach der deutschen Fachpflege Gruppe agieren, sind Beatmungs- und Intensivpflege-WGs. Bundesweit gibt es derzeit ca. 600 Möglichkeiten der Versorgung von Menschen mit Intensivpflegebedarf. Für die intensivpflegerischen Aufgaben steht bei dieser Form der Pflege viel Zeit und Raum für die Gestaltung einer tragfähigen und persönlichen Beziehung zur Verfügung und die Tätigkeit ist anders strukturiert als z.B. in Kliniken.
Die Unternehmen der Deutschen Fachpflege Gruppe beschäftigen qualifizierte Pflegekräfte, die eine Ausbildung im Bereich Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege absolviert haben. Eine noch nicht vorhandene Weiterbildung als „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung“ kann bei der Deutschen Fachpflege Gruppe praxisorientiert von Fachdozenten erworben werden. Wünschenswert ist auch der Basiskurs „Pflegefachkraft für außerklinische pädiatrische Beatmung“, in dem Wissen für die spezielle pflegerische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Beatmung vermittelt wird. Darüber hinaus bietet die DFG-Akademie eine interessante Auswahl an Möglichkeiten, sich fortzubilden, um zum Beispiel als Pflegedienstleitung Aufgaben im Bereich der Führung zu übernehmen.

https://intensivkinder.de/
http://www.lebens-welten.de/
https://digab.de/sektion/kinder/
https://digab.de/wp-content/uploads/2019/01/P-BK-RE-F2_-Curriculum-Basiskurs-P%C3%A4diatrie_10.11.2017.pdf