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Kinderintensivpflege

Liebevolle und professionelle ambulante Pflege schwerstkranker Kinder und Jugendlicher

Nicht nur Erwachsene und Senioren sind von schweren Erkrankungen betroffen, sondern auch Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Um die bestmögliche Pflege für ihr Kind bereitzustellen, greifen viele Familien auf die pflegerische Hilfestellung der Kinderintensivpflege zurück. In diesem Bereich stellt die Deutsche Fachpflege Gruppe einen kompetenten Ansprechpartner für Sie dar. Wir zählen bundesweit zu den führenden Anbietern der Kinder- und Erwachsenenintensivpflege. Sie möchten sich zu unserem Angebot informieren? Wählen Sie den passenden Service aus unseren  freien Kapazitäten. Gerne beraten wir Sie persönlich. Rufen Sie einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns auf Sie.

Was ist Kinderintensivpflege?

Die Intensivmedizin ist ein Teilbereich der Medizin, in der erweiterte Überwachungs-, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Die daraus folgenden pflegerischen Tätigkeiten fallen unter den Begriff der Intensivpflege. Die medizinische Versorgung von Frühgeborenen, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich in Teilbereichen von der Pflege Erwachsener und Senioren. Deshalb stellt die Kinderintensivpflege einen besonderen Bereich der Intensivpflege dar. Sie wird im Alter zwischen 0 und 18 Jahren angewandt. Teilweise fallen in dieser Hinsicht Jugendliche ab 16 schon in den Verantwortlichkeitsbereich der Erwachsenen, da ab diesem Zeitpunkt die Medikamente wie bei Erwachsenen dosiert werden. Die Intensivpflege bei Kindern umfasst alle Leistungsbereiche aus der ambulanten Intensivpflege und weiteren Bereichen wie die Schulbegleitung.

Welche Gründe für die ambulante Kinderkrankenpflege gibt es?

Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2017 etwa 80.000 Kinder unter 15 Jahren intensivpflegebedürftig. Die häufigsten Gründe dafür sind:

  • Neurologische Erkrankungen
  • Mehrfachbehinderungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Lähmungen
  • Frühgeburt
  • Krebserkrankungen

Kommt ein Baby zu früh auf die Welt, sind die Organe noch nicht weit genug entwickelt, um ihrer Funktion nachzukommen. Ein Organ, welches am häufigsten davon betroffen ist, ist die Lunge. Da die Sauerstoffversorgung im Mutterleib durch die Plazenta gewährleistet ist, ist sie noch nicht vollständig ausgebildet und entfaltet. Frühchen müssen deshalb oft medikamentös oder maschinell in der Atmung unterstützt werden. Teilweise können sie von der Beatmungsmaschine nicht entwöhnt werden und benötigen dauerhaft einen mobilen Pflegedienst.

Bei normalen Geburten kann es auch zu Komplikationen kommen, die dazu führen, dass der Säugling eine langfristige Unterstützung der ambulanten Kinderintensivpflege benötigt. Der häufigste Grund ist die Hypoxie (Sauerstoffarmut im Gehirn), wenn das Neugeborene zu lange im Geburtskanal steckt. Die Folge davon sind irreversible Schädigungen des Gehirns.

Welche Arten der Kinderintensivpflege gibt es?

Wie auch die Intensivpflege für Erwachsene lässt sich die ambulante Kinderintensivpflege in verschiedene Arten unterteilen. Ein wichtiger Bereich stellt die klinische Intensivstation dar. Hier werden kranke Kinder zwischen 0 und 16-18 Jahre für kurze Zeit versorgt. Es wird darauf geachtet, dass die kleinen Patienten trotz medizinischer Geräte und der Notwendigkeit des Inkuborts (Brutkasten) regelmäßigen Körperkontakt mit den Eltern haben, da er einen wesentlichen Teil zur Entwicklung, familiären Geborgenheit und Lebensqualität beiträgt. In der Intensivstation sind mehrere Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegerinnen für mehrere Patienten zuständig und übernehmen sowohl die Überwachung als auch die individuellen Tätigkeiten der Grund- und Behandlungspflege. Sie stellen das Bindeglied zwischen der Familie und der Ärzteschaft dar. In der außerklinischen Betreuung gibt es ambulante Pflegedienste, und stationäre Einrichtungen, die auch private Ferienunterkünfte für kranke Kinder und ihren Familien anbieten.

Die ambulante Kinderintensivpflege

Viele Eltern möchten ihre schwerstkranken Kinder im eigenen Zuhause die nötige Betreuung zukommen lassen. Damit die schwererkrankten Pflegebedürftigen medizinisch in den besten Händen sind, gibt es ambulante Dienste, die sich auf die häusliche Kinderintensivpflege spezialisiert haben. Eine examinierte Pflegefachkraft ist acht bis zwölf Stunden täglich im Familienhaus und greift den Angehörigen bei der Pflege und Betreuung unter die Arme. Zudem leitet sie sie bei den Maßnahmen an, damit sie bestimmte pflegerische Leistungen weitestgehend übernehmen können. Insgesamt ist rund um die Uhr ein Mitarbeiter anwesend. Durch sie ist es der Familie möglich, sich um Geschwisterkinder zu kümmern oder einem Job nachzugehen. Die Pflegekräfte arbeiten im Schichtdienst und sind wichtige Ansprechpartner*innen für die Familienangehörigen.

Versorgung in einer Wohneinrichtung für Kinderintensivpflege

Eine weitere Möglichkeit der Intensivpflege bei Kindern zwischen 0 und 18 Jahren ist eine Wohneinrichtung. Es gibt sie stationäre Einrichtung für Kurz- und Langzeitaufenthalte. In diesen Einrichtungen sind mehrere Pflegekräfte für mehrere Kinder zuständig. Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, welches individuell nach seinen Wünschen eingerichtet wird. Das Zimmer ist je nach Pflegedienst groß genug, um das Kinderintensivbett und das Bett für die Eltern aufzunehmen. In den Einheiten befinden sich Gemeinschaftsräume wie Spielzimmer, Küche oder Räume zum Snoezeln,

Die versorgende Ärzteschaft und die Therapeut*innen kommen direkt zu den pflegebedürftigen kleinen Menschen nach Hause und führen vor Ort die nötigen Maßnahmen durch. Teilweise werden die Kinder privat unterrichtet, erhalten andere Förderangebote, doch die Regel ist, dass sie von den Pflegekräften in den Kindergarten oder die Schule begleitet werden.

Welche Leistungen fallen in das Angebot der ambulanten Kinderintensivpflege?

Die Intensivpflege bei Kindern unterteilt sich in Leistungen aus der Behandlungspflege, Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Unter den Bereich der Grundpflege fallen alle Tätigkeiten, die mit der Körperpflege oder Nahrungsaufnahme zu tun haben, beispielsweise:

  • Duschen oder baden
  • Wechseln der Windeln oder des Inkontinenzmaterials
  • Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme
  • Gabe der Sondenkost
  • Hautpflege
  • Haare waschen
  • Mobilisation

In diesem Bereich werden die Angehörigen oft von den Mitarbeitern angeleitet, da die Kinder diese Tätigkeiten von ihnen oftmals mehr tolerieren und es für die familiäre Geborgenheit wichtig ist.

Unter die ambulante Behandlungspflege fallen überwiegend Tätigkeiten aus der Beatmungspflege. Die Intensivpflege im ambulanten Bereich zeichnet sich durch die Anlage eines Tracheostomas aus. Darunter versteht man einen Luftröhrenschnitt, indem sich eine Kanüle befindet. Durch diese atmen sie. Sie erfordert einige pflegerische Tätigkeiten, da die Intensivpflegebedürftigen mehr Trachealsekret produzieren als ohne die Kanüle. Zudem sind viele zu betreuende Kinder beatmungspflichtig. Das Team der Pflegekräfte überwacht die Beatmungsparameter und saugt überschüssiges Sekret nach Bedarf ab. Wichtig ist, dass sie die Parameter nicht festlegen dürfen. Dies ist die Aufgabe des behandelnden Hausarztes/der behandelnden Hausärztin. Hygiene spielt im Bereich der ambulanten Kinderkrankenpflege und Beatmung eine große Rolle, damit Krankheitserreger nicht über die Trachealkanüle in die Lunge gelangen und dort eine Lungenentzündung auslösen. Aus diesem Grund wechseln die Mitarbeiter die HME-Filter täglich und die Schläuche der Beatmungsmaschine laut Herstellerangaben einmal in der Woche. Das Tracheostoma pflegen sie täglich mehrmals, indem sie die Innenkanüle (je nach Modell) und die Kompresse wechseln. Die Trachealkanüle wird je nach Modell alle 14-28 Tage gewechselt.

Weiter fallen unter die Behandlungspflege:

  • Absaugen des Trachealsekrets
  • Verbandswechsel
  • Verabreichen der Medikamente
  • Überwachung der Vitalwerte
  • Legen einer Magensonde oder eines Blasenkatheters

Wichtig zu wissen ist, dass die Behandlungspflege durch den häuslichen Pflegedienst nur durchgeführt werden, wenn sie zuvor von einem Arzt oder eine Ärztin verordnet wurde. Wie in der klinischen Intensivpflege erfordert es deshalb eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegekräften.

Die ambulante Kinderkrankenpflege übernimmt auch Tätigkeiten aus dem hauswirtschaftlichen Bereich und entlastet die pflegenden Angehörigen zusätzlich. Dazu zählen:

  • Reinigung der Räumlichkeiten
  • Beziehen des Bettes
  • Wäsche waschen und aufhängen
  • Zubereitung der Mahlzeiten

Intensivpflegebedürftige Kinder und die Schulpflicht

Die Schulpflicht in Deutschland gilt auch für schwerkranke Kinder. Eine Ausnahme besteht nur, wenn eine Bildungs- und Schulunfähigkeit attestiert wird. Ansonsten müssen die intensivpflegebedürftigen jungen Menschen die Schule besuchen oder sich zu Hause unterrichten lassen. Wenn die schwersterkrankten Kinder in die Schule gehen, benötigen sie auch dort die Unterstützung einer Pflegefachkraft. Aus diesem Grund begleiten sie die kranken Schulkinder dorthin und stehen zur Betreuung zur Verfügung. Oftmals besuchen sie eine Sonderschule oder eine schulische Einrichtung speziell für körperlich oder psychisch eingeschränkte Kinder.

Der Alltag mit dem ambulanten Pflegedienst in der Kinderkrankenpflege

Vor allem Kleinkinder haben einen hohen Bewegungsdrang und sind neugierig, ständig Neues zu entdecken. Auch wenn Ihr Kind pflegebedürftig ist, möchte es neue Erfahrungen sammeln und vieles ausprobieren. Ein großer Bestandteil in der ambulanten Pflege und Betreuung der Kinder ist deshalb die Gestaltung des Alltags. Das Pflegeteam steht begleitend zur Seite.

Familienurlaube sind ein wichtiges Erlebnis für Eltern und Kinder. Auf dieses müssen Sie nicht verzichten, wenn Sie ein schwer krankes Kind pflegen. Es gibt Kinderhäuser, die neben der stationären und ambulanten Betreuung auch Ferienappartements anbieten. Wie in einer herkömmlichen Ferienwohnung können Sie dort Ihren Urlaub verbringen. Damit die Notfallversorgung und professionelle Pflege gewährleistet ist, kommen ein oder zwei Pflegekräfte des Pflegedienstes mit, die Sie unterstützen. Die Planung eines solchen Urlaubs bedarf vieler Vorbereitungen, bei denen Sie die Pflegekräfte beraten.

Die Kosten der Kinderintensivpflege

Die medizinische Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst ist wie bei älteren Menschen auch mit Kosten verbunden. In der häuslichen Kinderkrankenpflege kommen neben dem Kostenpunkt der Pflegekräfte Material- und Gerätekosten oder Investitionskosten für Umbaumaßnahmen hinzu. In einem Kinderhaus kommen zudem Mietkosten für das Zimmer und anteilig für die Gemeinschaftsräume hinzu.

Die genauen Aufwendungen erfahren Sie bei der Beantragung, da der Pflegeaufwand von Kind zu Kind unterschiedlich ist und dementsprechend andere Dienstleistungen nötig sind. Vor dem Beginn der ambulanten Pflege durch den Kinderpflegedienst wird ein Vertrag mit allen Sachleistungen erstellt. Die Kranken- und Pflegeversicherung unterstützt Sie bei der Finanzierung, sodass Sie die monatlichen Kosten nicht allein stemmen müssen.

Wer finanziert die intensivmedizinische Pflege?

Der ambulante Pflegedienst für die Kinderkrankenpflege unterteilt seine Leistungen in Grundpflege und Behandlungspflege. Die Grundpflege fällt nach SGB XI in die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung, während die gesetzliche Krankenversicherung nach SGB V für die Behandlungspflege zuständig ist.

Die Krankenkassen übernehmen die Leistungen, die ärztlich verordnet wurden und eine dementsprechende medizinische Begründung haben. Für die ambulante Kinderkrankenpflege übernehmen sie deshalb bis zu 21 Stunden des Tages. Sie kommen auch für Physiotherapie oder weitere Therapien auf, die für die gesunde Entwicklung der Kinder notwendig ist. Auch die Materialkosten und Gerätekosten übernehmen sie.

Die Höhe der Zuwendungen der Pflegeversicherung ist im Gegensatz dazu standardisiert und hängt vom jeweiligen Pflegegrad (ehemals Pflegestufe) ab. Er besteht aus den Pflegegraden 1-5 und wird durch den Pflegebedarf bestimmt. Die Einteilung erfolgt durch den MDK, den medizinischen Dienst der Krankenkassen durch das Neue Begutachtungsassessment (NBA), welches sich in 6 Kategorien einteilt:

  • Mobilität
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

In diesen Kategorien werden Punkte verteilt und zusammengerechnet. Je höher die Summe, desto höher der Pflegegrad und die finanzielle Unterstützung. Die Schwierigkeit bei Kindern ist, dass sie von Grund auf Pflege und Unterstützung benötigen, weshalb es bei Säuglingen und Kleinkindern oftmals zu einer falsch niedrigen Einschätzung kommt oder der Antrag zum Pflegegrad abgelehnt wird. Für die Familie bedeutet das eine hohe finanzielle Belastung, da sie in diesem Fall weder Pflegegeld noch andere geldliche Mittel bekommen. Sie können einen Widerspruch bei der Pflegekasse einlegen, sollten Sie mit der Ablehnung nicht einverstanden sein. Wird der Pflegegrad bewilligt, werden Pflegesachleistungen oder Pflegegeld ausbezahlt. Mit den Sachleistungen wird der ambulante Pflegedienst bezahlt, während das Pflegegeld eine Zuwendung für pflegende Personen darstellt. Eine Kombination beider Leistungen ist möglich. Die Investitionskosten für den Umbau übernimmt die Pflegekasse einmalig bis maximal 4000 Euro.

Für die kurzzeitige Unterstützung bezahlt die Pflegeversicherung einen jährlichen Zuschuss von 1.612 Euro. Dieser ist für die Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zuständig, wenn die pflegenden Angehörigen einen Urlaub für sich benötigen, um wieder Kraft für die häusliche Pflege ihrer intensivpflegebedürftigen Kinder zu tanken.

Es gibt noch weitere Arten der Bedarfsermittlung, wie z.B. die rehaKIND-Bedarfsermittlungsbögen (BEB), diese werden für die Hilfsmittelversorgung im Kinderbereich genutzt.

Die Arbeit bei einem ambulanten Kinderpflegedienst

In der Kinderintensivpflege arbeiten ausschließlich examinierte Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen oder Altenpfleger*innen. Der Job ist sehr abwechslungsreich, da sie den Alltag der schwerstkranken Kinder individuell gestalten, in das Familienleben integriert sind und die intensivpflegebedürftigen Kinder teilweise zur Schule oder den Kindergarten begleiten. Die Schichten sind, je nach Pflegedienst, zwischen acht und zwölf Stunden lang. Die Vergütung ist wegen der erforderlichen hohen fachlichen Kenntnisse großzügig und die Pflegefachkräfte bekommen verschiedene Schichtzulagen oder Wochenend- und Feiertagszuschläge. Eine Fachweiterbildung zur „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung“ wird im ersten Jahr in der häuslichen Intensivpflege notwendig, um die erkrankten Kinder bestmöglich zu versorgen. Wichtig sind pädiatrische Fachkenntnisse!

Deutsche Fachpflege Gruppe – Ihr Partner im Bereich ambulante Intensivpflege für Kinder und Erwachsene

Die Deutsche Fachpflege Gruppe ist der führende Anbieter für die ambulante Intensivpflege in Deutschland – sowohl für junge als auch ältere Menschen. Wir haben den Anspruch, Ihnen und Ihrem Kind die bestmögliche Pflege zuteilwerden zu lassen und halten uns an einen strengen Qualitätskatalog, der weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Wir sind gern für Sie da!