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Interview mit Frau Heberer, Geschäftsführerin “PGS Bayern GmbH”

Sabine Heberer ist Geschäftsführerin der PGS Bayern GmbH in Traunstein. Sie hat die Intensivpflege von der Pike auf gelernt. Nach ihrer Krankenpflegeausbildung und Fachweiterbildung für Intensivpflege arbeitete Sabine Heberer zunächst auf der Intensivpflegestation unter anderem des Bürgerhospitals Frankfurt am Main, der Städtischen Kliniken Offenbach am Main sowie des Malteser Krankenhauses Bonn/Rhein-Sieg. Dort übernahm sie nach ihrer Weiterbildung zur IBCLC (International Board Certified Lactation Consultant) zusätzlich die Funktion der Still- & Laktationsberaterin und später die Leitung Gynäkologie, Geburtshilfe und Kreißsaal. 2013 wechselte sie als Fachkrankenschwester Intensivmedizin und Still- & Laktationsberaterin zur Kronenhof Intensivpflege GmbH und absolvierte während dieser Zeit Weiterbildungen zur Leitenden Pflegefachkraft und Case Managerin im Gesundheits- und Sozialwesen. Zuletzt hatte Sabine Heberer die Geschäftsführung der Kronenhof Intensivpflege GmbH inne und studiert an der HFH Hamburger-Fern-Hochschule Gesundheits- und Sozialmanagement.

Frau Heberer, gibt es ein unvergessliches Erlebnis, das Sie in der Intensivpflege hatten? Ein Erlebnis, bei dem Sie danach sagten: Wow, ich habe den richtigen Beruf gewählt! 

SH: Es war im Rahmen einer Betreuung mit außerklinischer Intensivpflege eines 3 ½ jährigen Mädchens mit Beatmung in Bonn. Wir besuchten den Karnevalzug im Stadtteil. Unser Mädchen trug ein Karnevalskostüm. Die Flügel des Feenkostüms verdeckten die Beatmungsschläuche und wir konnten mit „Kamelle – Rufen“ für positive Aufmerksamkeit sorgen. Für mich persönlich war das eine großartige Aktion, die wieder zeigte, dass Teilhabe am Leben in der Gesellschaft mit Beatmung, Sauerstoffgabe und künstlicher Ernährung möglich ist. Sogar die Oma des Kindes konnte sich an diesem Tag stolz mit ihrer Enkelin fotografieren lassen, und endlich wurde dieses Kind in der eigenen Großfamilie wahrgenommen.

Was sagen Sie jungen Menschen, um sie für den Pflegeberuf zu begeistern? 

SH: Jeder Mensch braucht einen Antrieb, um langfristig in diesem besonderen Beruf zu bestehen. Mein persönlicher Antrieb war ein unerwarteter Krankenhausaufenthalt als Patientin – kurz vor meinem Schulabschluss. Er brachte mich in den Berufs-Kontext der Krankenschwester mit dem Motto „man muss es besser machen können“. Jeder sollte diesen persönlichen Antrieb finden und sich bewahren, denn dann ist der Pflegeberuf mit seiner Vielfältigkeit an Herausforderungen und Begegnungen mit anderen Menschen auch langfristig spannend und interessant.

Was begeistert Sie gerade?

SH: Seit einem guten halben Jahr habe ich eine Ukulele, leicht zu spielen und klein wie eine Handtasche!

Frau Heberer, vielen Dank für das Gespräch.