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Krankenschwester / Krankenpfleger / Gesundheits- und Krankenpfleger*in – Berufsprofil, Aufgaben und Karrieremöglichkeiten

Gesundheits- und Krankenpflegerinnen versorgen, betreuen und pflegen Patient*innen im Krankenhaus, Klient*innen in der ambulanten Versorgung, Bewohner*innen in stationären Einrichtungen, beraten pflegende Angehörige und die Betroffenen zu medizinischen oder pflegerischen Maßnahmen, setzen ärztliche Anordnungen um und assistieren den Ärzt*innen bei Untersuchungen, Eingriffen oder weiteren Maßnahmen.

Der Begriff examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger*in ist gesetzlich geschützt und nur diejenigen, die das Staatsexamen bestanden und die Urkunde zum Führen der Berufsbezeichnung erhalten haben, dürfen sich examinierte/-r Gesundheits- und Krankenpfleger*in nennen. 2017 gab es 638.787 Beschäftigte in der Pflege. Der Anteil der Frauen lag bei über 80 %.

Der Beruf Krankenschwester bzw. Krankenpfleger ist abwechslungsreich und bringt ein hohes Maß an Verantwortung mit sich. Es ist ein Beruf mit Zukunft, denn in den nächsten Jahren wird die Zahl der Pflegebedürftigen stetig steigen und es werden somit immer mehr Pflegefachkräfte gebraucht. Schon heute gehört die Krankenpflegerin/der Krankenpfleger zu den Mangelberufen, was breitgefächerte Karrierechancen mit sich bringt. Pflegefachkräfte können in den verschiedensten Bereichen, von der akuten Versorgung Schwerstverletzter, der Langzeitbetreuung chronisch Erkrankter bis hin zur ausschließlich beratenden Tätigkeit eingesetzt werden. Für viele Krankenpfleger und Krankenschwester Tätigkeiten sind Weiterbildungen und damit eine Spezialisierung ihrer Arbeit möglich. Der Arbeitsalltag ist meist in einem Zwei- oder Dreischichtsystem gegliedert, wobei es Ausnahmen mit geregelten Arbeitszeiten gibt. Auch Wochenend- und Feiertagsarbeit ist häufiger Bestandteil des Alltags. In der Ausbildung zum Krankenpfleger/zur Krankenpflegerin werden die wichtigsten und häufigsten Krankheiten, die Anatomie des Körpers, Medikamentenwirkstoffe, krankheitsbezogene Pflegemaßnahmen und Prophylaxen sowie rechtliche Rahmenbedingungen vermittelt. Da sich die Medizin rasant weiterentwickelt, ist es wichtig, die Kenntnisse durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen für Krankenschwestern und Krankenpflegern auf dem neusten Stand zu halten und so die Patient*innen, Klient*innen und Bewohner*innen bestmöglich versorgen zu können. Gesundheits- und Krankenpfleger*innen können auch in der Altenpflege oder der Kinderkrankenpflege arbeiten, da sie in der Ausbildung die Pflege von der Geburt an bis ins hohe Alter erlernen. Da sich die Ausbildungsinhalte allen Pflegeberufen weitestgehend ähneln, gibt es ab 2020 eine generalisierte Pflegeausbildung, nach der sich die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner auf einen Bereich spezialisieren können. Da es über das gesamte Bundesgebiet und weltweit Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen gibt, können sie überall arbeiten. Die Deutsche Fachpflege Gruppe bietet im Bereich der ambulanten Intensivpflege deutschlandweit Arbeitsplätze für examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen.

Definition des Berufsbilds: Was macht eine Krankenschwester / ein Krankenpfleger?

Der Beruf der Gesundheits- und Krankenpfleger*innen ist ein Heilberuf im Gesundheitswesen, der strengen Gesetzen und Vorschriften unterliegt. Beispielsweise sind die Berufsbezeichnungen geschützt und die Verantwortungsbereiche klar definiert. Die Pflegefachkräfte führen pflegerische Maßnahmen selbstständig durch, erfüllen ärztliche Anordnungen und assistieren bei Eingriffen.

Begrifflichkeiten: Was ist der Unterschied zwischen Krankenschwester, Krankenpfleger und Gesundheits- und Krankenpfleger?

Der Begriff Krankenschwester wird heute noch verwendet, ist jedoch nicht mehr aktuell, da er 2004 durch die neue Bezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger*in ersetzt wurde. Männliche Krankenschwestern wurden auch vor 2004 schon als Krankenpfleger bezeichnet. Der Grund dieser Änderung war, dass erkannt wurde, dass die Aufgabe der Krankenschwestern und Krankenpfleger auch darin liegt, die Gesundheit zu erhalten und nicht nur die Erkrankung bei den Maßnahmen zu beachten. Die Änderung wurde im Krankenpflegegesetz (KrPflG) festgelegt. Der Unterschied der Begrifflichkeit bezieht sich somit lediglich auf die Berufsbezeichnung und nicht auf die Tätigkeiten der Krankenschwestern und -pfleger.

Was heißen Krankenschwestern heute?

Nebenbei gab es seit jeher die Unterteilung der Pflegeberufe in Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und der Altenpflege. Die Kinderkrankenpflege wurde 2004 auch in den Begriff Gesundheits- und Kinderkrankenpflege umbenannt. Die Altenpflege hat die herkömmliche Bezeichnung beibehalten. 2020 sollen diese Bezeichnungen durch die Berufsbezeichnung Pflegefachfrau und Pflegefachmann abgelöst werden, da die drei Pflegeausbildungen nach europäischem Vorbild generalisiert werden sollen. 2023 werden somit die ersten Pflegefachfrauen und -männer examiniert und in Kliniken, Altenheimen und weiteren Pflegebereichen eingesetzt. Die Änderung der Generalisierung beruht auf dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe (PflBRefG) vom 17.7.2017. Pflegekräfte, die die Berufsbezeichnung der Krankenschwester, des Krankenpflegers oder des/-r Gesundheits- und Krankenpfleger*in tragen, behalten ihre Berufsbezeichnung bei und dürfen sie nicht in die neuere Form umwandeln. Da in der Krankenpflege viele offene Stellen zur Verfügung stehen, besteht damit kein Wettbewerbsnachteil. Die verschiedenen Berufsbezeichnungen sind lediglich andere Bezeichnungen für die gleiche Art der Tätigkeit, denn sowohl Krankenschwestern als auch Pflegefachfrauen und Krankenpfleger verrichten dieselben Tätigkeiten, haben dieselben Karrieremöglichkeiten und Einsatzgebiete. Zudem herrscht ein Bestandsschutz, der das Berufsbild der Krankenschwester, des Krankenpflegers sowie Gesundheits- und Krankenpfleger*in nicht benachteiligen soll.

Typische Tätigkeiten: Was macht eine Krankenschwester? Was macht ein Krankenpfleger?

Der Aufgabenbereich der Pflegefachkräfte ist vielfältig und abwechslungsreich. Nicht zuletzt dadurch, dass nach der Ausbildung viele verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten offenstehen. Im Allgemeinen teilen sich die typischen Tätigkeiten der Krankenschwester/des Krankenpflegers in diese Aufgabenfelder ein:

  • Grundpflege
  • Behandlungspflege
  • Zusammenarbeit mit Ärzt*innen
  • Planung der Pflegemaßnahmen und Dokumentation
  • Organisation und Verwaltung
  • Mitwirkung in den Bereichen der Aus- oder Fortbildung

In den Bereich der Grundpflege fallen alle Tätigkeiten, die zum täglichen Leben gehören. Beispielsweise Körperpflege, Nahrungsaufnahme oder Positionswechsel. Zur Behandlungspflege gehören das Ausführen der ärztlichen Anordnungen wie Medikamentengaben, Injektionen und auch krankheitsspezifische Maßnahmen wie Verbandswechsel oder das Messen der Vitalwerte.

Die Zusammenarbeit mit Ärzt*innen bedeutet, die Teilnahme an der täglichen Visite oder die Assistenz bei Eingriffen. Dazu gehören auch die regelmäßigen Absprachen und die Weitergabe der Informationen. Die Krankenpfleger*innen sind nah am Patienten und erkennen dadurch Veränderungen, Verbesserungen oder Komplikationen schnell. Die Aufgaben, die Krankenschwestern und Krankenpfleger verrichten, müssen sorgfältig geplant werden und individuell auf die Patient*innen und deren Zustand und Krankheitsbild abgestimmt werden. Die Pflegekräfte wählen aus der gesamten Bandbreite der möglichen Maßnahmen sorgfältig aus, welche für den einzelnen Patienten sinnvoll und hilfreich sind. Diese halten sie in der Pflegeplanung fest, an der sich auch die Kolleg*innen orientieren können, sodass die pflegebedürftigen Menschen eine einheitliche Pflege erhalten. Dazu gehört auch die regelmäßige Evaluation, ob die Pflegemaßnahmen die gewünschten Erfolge bringen oder diese aufgrund von Veränderungen angepasst werden sollten. Hierzu zählen die tägliche Dokumentation sowie die Übergabe an die jeweils folgende Schicht. In den Bereichen der Organisation und Verwaltung übernehmen Krankenpfleger und Krankenschwestern Tätigkeiten wie die Anforderung der Mahlzeiten für die Patient*innen, die Bestellung der Medikamente oder anderer Güter, die im Pflegealltag benötigt werden.

Die Mitwirkung der Aus- und Fortbildung beschreibt die Anleitung der Gesundheits- und Krankenpflegeschüler*innen, die Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen, das Abhalten von Fortbildungen oder Dozententätigkeiten in Pflegefachschulen. Je nach Spezialisierung erweitern sich die spezifischen Tätigkeiten. Beispielsweise kommen in den Bereichen der Intensivpflege oder Anästhesie die Überwachung der Beatmungsmaschine hinzu, in der Onkologie die Überwachung der Chemotherapien oder im Bereich der Diagnostik die Pflege der Untersuchungsgeräte. Trotz der Spezialisierung bleiben Krankenpfleger*innen in ihrer Arbeit flexibel und können den Fachbereich jederzeit wechseln, wenn sie sich in einem anderen Aufgabenfeld fort- oder weiterbilden möchten.

Arbeitszeiten: Wie oft hat man als Krankenpfleger oder Krankenschwester Nachtdienst?

Die Arbeitszeit der Gesundheits- und Krankenpfleger*innen ist im Schichtsystem und dem Dienstplan geregelt. Nachtarbeit, Wochenend- und Feiertagsarbeit gehören zum Beruf der Krankenpfleger und Krankenschwestern dazu. Wie oft am Wochenende, an Feiertagen oder nachts gearbeitet werden muss, ist von Einsatzgebiet zu Einsatzgebiet unterschiedlich. In der Regel werden Arbeitszeitwünsche von den Arbeitgebern im Rahmen der Möglichkeiten berücksichtigt, sodass beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht wird. Weiter gibt es viele Pflegefachkräfte, die bestimmte Schichten lieber übernehmen als andere. Auch das kann in die Gestaltung des Dienstplans einfließen. In bestimmten Bereichen des Berufs der Krankenschwester/des Krankenpflegers, wie z.B. der Dialyse, ist oftmals keine Feiertags- oder Nachtarbeit nötig. Der Dienst beginnt meist mit der Übergabe der vorherigen Schicht und endet mit der Übergabe an die darauffolgende Schicht. Darin werden aktuelle, allgemeine Informationen sowie Besonderheiten der Patient*innen, noch fällige Untersuchungen, Neuzugänge oder Entlassungen weitergegeben.

Ausbildung: Wie wird man Gesundheits- und Krankenpfleger*in und wie lange dauert die Lehrzeit?

Wer die Entscheidung trifft, Gesundheits- und Krankenpfleger*in bzw. Pflegefachfrau oder Pflegefachmann zu werden, der muss eine Ausbildung beginnen, die in der Regel in Vollzeit 3 Jahre dauert und in Teilzeit auf bis zu 5 Jahre verlängert werden kann. Die Ausbildung findet in einer Krankenpflegeschule statt, die staatlich anerkannt und an ein Klinikum gegliedert sein muss, beziehungsweise eine Klinik als Kooperationspartner haben muss, in der die praktische Ausbildung stattfindet. Die Krankenpfleger*in Ausbildung gliedert sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Der Theorieanteil beträgt insgesamt 2100 Stunden und die praktische Ausbildung 2500 Stunden. Die Ausbildung zur Krankenschwester und zum Krankenpfleger ist eine streng geregelte Ausbildung. So legte der Gesetzgeber fest, welche Inhalte in der Krankenpflege- und Krankenschwesterausbildung vermittelt werden müssen. Die 2100 Theoriestunden müssen sich wie folgt gliedern:

  • Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege
  • Kenntnisse der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
  • Pflege der Gesundheitswissenschaften
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft

In der praktischen Ausbildung der Krankenpfleger und Krankenschwestern müssen alle größeren Fachbereiche behandelt werden, damit die Schüler*innen Fachwissen in allen Bereichen erhalten und nach dem Examen eine Entscheidung treffen können, welche Spezialisierung sie wählen. Der Praxisbereich gliedert sich in: Stationäre Pflege in den Fachgebieten der Inneren Medizin, Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Geriatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege, Psychiatrie sowie entweder der Rehabilitation oder die Palliativ-Pflege. Im praktischen Teil der dreijährigen Ausbildung sind die erforderlichen Stundenanzahlen in den jeweiligen Fachdisziplinen nicht vorgegeben, da jedes an die Krankenpflegeschule angebundene Klinikum andere Schwerpunkte hat und so Variabilität entsteht. In den oben genannten Gebieten ist es für die Krankenpfleger*innen Voraussetzung, die Mindeststundenanzahl zu erfüllen, um zum Examen zugelassen zu werden. Der theoretische Unterricht in der Berufsfachschule findet entweder im Blocksystem in Abwechslung mit Block-Praxiseinsätzen oder, wie in der klassischen Ausbildung, an wenigen Tagen pro Woche statt. Das Krankenschwester bzw. Krankenpfleger Ausbildungsgehalt zählt mit etwa 950 Euro im ersten Lehrjahr zu den höchsten in Deutschland. Pro Lehrjahr steigt es um etwa 50 bis 100 Euro. In öffentlichen Einrichtungen ist das Ausbildungsgehalt der Krankenschwestern und -pfleger durch einen Tarifvertrag geregelt. Gehört die Krankenpflegeschule einem privaten oder kirchlichem Träger an, kann das Krankenpfleger und Krankenschwester Ausbildungsgehalt in der Höhe variieren. Bereits in der Ausbildung ist die Arbeitszeit mit einem Schichtsystem geregelt und es müssen 80 Stunden in Form von Nachtdiensten abgeleistet werden. Die Ausbildung wird mit der Abschlussprüfung, dem Staatsexamen, beendet. Es besteht aus drei Teilen:

  • Praxis
  • Theorie
  • Mündliche Prüfung

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, muss nachgewiesen werden, dass die Schüler*innen die nötigen Stunden in den verschiedenen Bereichen abgeleistet haben, die nötigen theoretischen Inhalte vermittelt wurden und der Ausfall durch Krankheit 10 % der Theorie- und 10 % der Praxisstunden nicht überschritt. Bei Bestehen erhalten sie neben dem Zeugnis eine Urkunde, die sie zum Führen der Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger*in berechtigt. Der Notendurchschnitt darf die Note 4,0 nicht unterschreiten. Liegt ein Schüler/eine Schülerin darunter, darf die Prüfung einmal wiederholen. Wird auch diese nicht bestanden, darf sie nicht nochmals wiederholt werden. Einige Krankenpflegeschulen bieten die Möglichkeit, neben der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin noch einen dualen Bachelorstudiengang zu absolvieren, welcher parallel verläuft und 5 Semester andauert. Der Beginn ist nach dem ersten Semester der Pflegeausbildung. Die erworbene Berufsbezeichnung lautet dann Bachelor of Science Gesundheit & Pflege.

Voraussetzungen Ausbildung Krankenschwester

Welchen Schulabschluss muss eine Krankenschwester haben?

Um den Beruf der Krankenschwester oder den Beruf des Krankenpflegers zu erlernen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern ist es in Deutschland keine Voraussetzung der Krankenschwesterausbildung bzw. der Krankenpflegerausbildung eine allgemeine Hochschulreife zu haben. Es reicht der mittlere Schulabschluss aus.

Welches Alter für die Ausbildung zur Krankenschwester?

Ein Mindestalter gibt es gesetzlich nicht, jedoch kann es sein, dass die Krankenpflegeschulen ein Höchstalter bestimmen, mit welchem die Ausbildung zur Krankenschwester/zum Krankenpfleger begonnen werden kann.

Welche Eigenschaften muss ich als Krankenschwester mitbringen?

Neben dem Schulabschluss und dem Wunsch, Gesundheits- und Krankenpfleger*in zu werden, spielen vor allem charakterliche Eigenschaften eine Rolle, die zum Beispiel sind:

  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Einfühlungsvermögen
  • Gelassenheit in schwierigen und stressigen Situationen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Selbstständige Arbeitsweise

Wichtig ist weiter keinen Ekel vor Körperausscheidungen, keine Berührungsängste und keine Angst vor Spritzen zu haben. Hat ein Bewerber/eine Bewerberin keinen mittleren Schulabschluss, kann vorher eine andere, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine einjährige Ausbildung als Krankenpflege- oder Altenpflegehelfer*in abgeschlossen werden. In der Bewerbung überzeugen zudem das Interesse an naturwissenschaftlichen Themen, gute Noten in naturwissenschaftlichen Fächern sowie Mathe- und Englischkenntnisse, da auch häufig ausländische Patient*innen versorgt werden. Auch der Wunsch, anderen Menschen zu helfen, sollte in der Bewerbung hervorgehoben werden, da es eine der Kerntätigkeiten der Krankenschwestern und Krankenpfleger ist.

Voraussetzung ist weiter, psychisch wie auch körperlich sehr belastbar zu sein, da es um die Versorgung teils Schwersterkrankter geht und auch die Schichtarbeit anstrengend werden kann.

Ausbildung und Studium: Welches Studium als Gesundheits- und Krankenpfleger*in?

Personen mit Abitur können die Ausbildung zur/-m Gesundheits- und Krankenpfleger*in mit einem dualen Bachelorstudiengang verbinden und sind nach erfolgreichem Bestehen Bachelor of Science Gesundheit & Pflege. Ist die Abschlussnote besser als 2,5, kann anschließend ein Masterstudiengang zum Master of Arts Gesundheits- und Pflegemanagement oder Master of Arts Gesundheits- und Pflegepädagogik absolviert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Pflegewissenschaften zu studieren oder bei entsprechender Qualifizierung Medizin, um anschließend als Arzt/Ärztin zu arbeiten.

Studium: In welcher Branche nach dem Studium in der Krankenpflege arbeiten?

Mit dem Pflegestudium erschließen sich für examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen weitere mögliche Branchen, in welchen sie arbeiten können, beispielsweise in:

  • Wissenschaftlichen und staatlichen Einrichtungen
  • Behörden
  • Verbänden
  • Bildungseinrichtungen
  • Unternehmensberatungen
  • Selbstständigkeit in der Beratungsbranche

Zukunft: Welche Weiterbildungsmöglichkeiten für Krankenpfleger und Krankenschwestern gibt es?

Ausgebildeten Krankenschwestern und Krankenpflegern stehen viele Weiterbildungen offen. In den Bereichen Intensivmedizin und Anästhesie gibt es die Möglichkeit zur Fachweiterbildung zur Fachgesundheits- und Krankenpfleger*in für Intensiv und Anästhesie. Weiter sind Weiterbildungen für Krankenpfleger*innen in den Bereichen Dialyse, Wundtherapie, Schmerztherapie oder Psychiatrie möglich. Wer seine Zukunft in der Krankenpflege nicht in der direkten Patientenversorgung sieht, kann sich in administrativen Bereichen weiterbilden und so Stations- oder Bereichsleitung werden oder eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung oder Case-Manager*in absolvieren oder sich auf die Bereiche Hygiene oder Praxisanleitung spezialisieren. Außerhalb des Klinikalltags besteht im Bereich der außerklinischen Intensivpflege die Möglichkeit der Weiterbildung zum/-r Atemtherapeuten bzw. Atmungstherapeuten oder Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung. Darüber hinaus gibt die abgeschlossene Ausbildung zur/-m Gesundheits- und Krankenpfleger*in die Chance, andere Ausbildungen, die an den Beruf angrenzen, in verkürzter Zeit zu erlernen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Stomatherapeut*in
  • Study Nurse
  • Medizinische*r Fachangestellter
  • Medizinisch-technische*r Assistent*in für Funktionsdiagnostik
  • Operationstechnische*r Assistent*in
  • Diabetesberater*in
  • Gesundheitsberater*in
  • Sozialmedizinische*r Assistent*in
  • Arbeitsmedizinische*r Assistent*in
  • Telemedizinische*r Assistent*in

Auch eine Selbstständigkeit ist möglich, indem eine eigene Pflegeeinrichtung gegründet oder eine freiberufliche Praxis eröffnet wird. Da die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren immer weiter steigen wird, gilt der Krankenpfleger- und Krankenschwester-Beruf als sehr zukunftssicherer Job. Um dem Fachkräftemangel vorzubeugen, können verwandte Berufe eine Umschulung zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger absolvieren.

Arbeitsstellen: Wo kann man als Gesundheits- und Krankenpfleger*in überall arbeiten?

Gesundheits- und Krankenpflegern steht eine Vielzahl an Arbeitsplätzen zur Verfügung. Am häufigsten arbeiten sie in Krankenhäusern, in welchen sie auf Stationen täglich Patient*innen versorgen, im Funktionsbereich bei Untersuchungen assistieren oder im Operationssaal, in der Anästhesie oder auch in der Notaufnahme eingesetzt werden. Weiter können sie in der ambulanten Pflege arbeiten. Dort stehen ihnen die Möglichkeiten der ambulanten Krankenpflege, der außerklinischen Intensivpflege oder der ambulanten Kinderintensivpflege offen. Zudem können sie in stationären Pflegeeinrichtungen arbeiten, im Hospiz oder anderen stationären Einrichtungen wie beispielsweise Wohnheimen für geistig und/oder körperlich behinderte Menschen. Der Beruf der Krankenschwester und des Krankenpflegers ist abwechslungsreich und auch außerhalb der Kliniken und ambulanten Versorgung stehen ihnen weitere Möglichkeiten offen, den Krankenpflegeberuf auszuüben:

  • Gefängnisse
  • MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen)
  • Pflegeberatung bei Pflegediensten
  • Dialyse
  • Tageskliniken
  • Facharztpraxen
  • Gesundheitszentren
  • Soziale Dienste
  • Krankenkassen

Der Krankenpfleger- und Krankenschwesterberuf ist sehr abwechslungsreich und mit Weiterbildungen oder Umschulungen stehen ihnen noch mehr Möglichkeiten offen.

Umschulung: Wann ist eine Krankenschwester/ein Krankenpfleger berufsunfähig?

Der Beruf der Gesundheits- und Krankenpfleger*innen zählt zu den risikoreichsten Berufen. Etwa 37 % der Pflegefachkräfte können in diesem Beruf nicht bis zum Erreichen des Rentenalters arbeiten. Die Gründe sind überwiegend Gelenk- oder Rückenprobleme, Hauterkrankungen, Burnout oder Infektionserkrankungen. Eine Krankenschwester/ein Krankenpfleger gilt als berufsunfähig, wenn die Tätigkeiten nicht mehr ausgeführt werden können. Um wieder ins Berufsleben einzusteigen, können sie Umschulungen in angrenzende Bereiche in Anspruch nehmen und beispielsweise im administrativen Bereich tätig werden.

Gehalt: Wie viel verdient eine Krankenschwester/ein Krankenpfleger monatlich?

Der Verdienst der Krankenpfleger*innen ist deutschlandweit nicht einheitlich geregelt, da die Arbeitgeber überwiegend nach eigenen Vergütungssystemen die Lohnhöhe festlegen. Der Stundenlohn der Krankenschwester/des Krankenpflegers wird meist in Tarifverträgen und dessen Tabellen festgehalten. Bei der Höhe spielen in der Regel die Berufserfahrung in Jahren, die Weiterbildungen und der Bereich, in dem die Pflegekräfte arbeiten, eine Rolle. Zu diesem Stundenlohn kommen noch weitere Zuwendungen zum monatlichen Verdienst der Krankenschwestern und -pfleger hinzu, die sich aus dem Schichtsystem, der Wochenend- und Feiertagsarbeit ergeben. Der wichtigste Tarifvertrag für die Festlegung des Gehalts der Krankenpfleger*innen ist der TVöD, da sich öffentliche Einrichtungen nach ihm richten müssen. Nach ihm bekommen die meisten Gesundheits- und Krankenpfleger*innen nach der Ausbildung ein Gehalt von etwa 3.000 Euro brutto im Monat. In Führungspositionen kann das Gehalt der Krankenschwestern und Krankenpfleger laut diesem Tarifvertrag auf 3.800 Euro brutto pro Monat ansteigen. Schwankungen nach oben und unten sind bei privaten oder kirchlichen Einrichtungen möglich, da sie das Gehalt der Krankenpfleger und Krankenschwestern nach ihren eigenen Tarifverträgen festlegen dürfen. Wichtige Tarifverträge sind zum Beispiel:

  • AVR Caritas
  • AVR Diakonie
  • AVR Paritätischer Wohlfahrtsverband
  • Tarifvertrag des Deutschen Roten Kreuz
  • iGZ DGB für Zeitarbeitnehmer

Durch die geregelten Tarifverträge kommt es nicht zu einem geschlechterabhängigen Verdienst der Krankenschwestern und Krankenpflegern. Ab 2020 gilt für Pflegebetriebe, die überwiegend ambulante, stationäre oder teilstationäre Pflege anbieten, ein garantierter Stundenlohn für Krankenschwestern und -pfleger von 10,85 Euro in den alten und 11,35 Euro in den neuen Bundesländern.

Deutsche Fachpflege Gruppe: Gesundheits- und Krankenpfleger*innen bei der DFG

Die Deutsche Fachpflege Gruppe ist einer der größten Anbieter im Bereich der außerklinischen Intensivpflege im gesamten Bundesgebiet. In der 1:1 Betreuung im eigenen Zuhause, in Beatmungs-WGs sowie in stationären Einrichtungen bietet sie beatmungspflichtigen Menschen professionelle Pflege durch Pflegefachkräfte. Die Tätigkeiten als Gesundheits- und Krankenpfleger*in sind in der Heimbeatmungspflege breit gefächert und bieten damit viel Abwechslung sowie die Möglichkeit, größtenteils eigenverantwortlich zu arbeiten. Sie können in den ambulanten Pflegediensten der Deutschen Fachpflege Gruppe deutschlandweite Jobangebote wahrnehmen. Nach einem Jahr haben Sie die Möglichkeit, die Weiterbildung zur Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung zu absolvieren und damit Ihr Fachwissen in diesem Bereich zu erweitern. Die Kosten der Weiterbildung trägt der Pflegedienst. Es erwartet Sie ein Unternehmen, welches den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Klient*innen, Mitarbeiter*innen und Geschäftspartner*innen mit Empathie, Verständnis und Freundlichkeit gegenübertritt. Zudem achten wir auf die Wahrung Ihrer Work-Life-Balance und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie möchten eine überschaubare Anzahl von Klient*innen ganzheitlich und nach den höchsten Qualitätsstandards versorgen und zugleich Ihr Fachwissen im Bereich der Beatmungspflege nutzen und weiter ausbauen? Sie benötigen keine Vorkenntnisse in diesem Bereich. Bewerben Sie sich in nur einer Minute. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.