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Fachweiterbildung zur Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung

Als Pflegefachkraft stehen Ihnen nach der Ausbildung eine Vielzahl an Weiterbildungen und Fortbildungen offen, mit welchen Sie sich mehr und mehr spezialisieren und Ihre Karriere gestalten können. In der außerklinischen Intensivpflege gibt es unter anderem die Weiterbildung für die Beatmungspflege. Dort werden die Inhalte vermittelt, die Sie in Bezug auf die Pflege tracheotomierter, beatmeter Menschen benötigen. Als Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung erhalten sie weiterführende Kompetenzen und Fachkenntnisse in Bezug auf die Atmung, Beatmungsgeräte, Handeln in Notfallsituationen und rechtlichen Themen. Die Weiterbildung in der Beatmung teilt sich in einen Basis- sowie einen Expertenkurs. Ersterer dauert 4 Monate bei einer Unterrichtszeit von 10 Stunden pro Woche. Einige Pflegedienste übernehmen die entstehenden Kosten, während manche Pflegefachkräfte die Kosten selbst stemmen müssen. Sie möchten sich in der außerklinischen Beatmung weiterbilden? Die DFG als einer der führenden Anbieter für außerklinische Intensivpflege im gesamten Bundesgebiet ermöglicht Ihnen die Weiterbildung zum Pflegeexperten kostenlos. Bewerben Sie sich jetzt bei uns.

Definition: Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung

Eine Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung ist in der ambulanten Intensivpflege eigenverantwortlich tätig und versorgt Menschen, die ein Tracheostoma haben und ganz oder teilweise künstlich beatmet werden. Durch die pflegerische Weiterbildung erhält sie spezielle Fachkenntnisse über respiratorische, muskuläre und zentralnervenbedingte Erkrankungen und kann so adäquater handeln.

Gründe: Warum für eine Weiterbildung in der Beatmungspflege entscheiden?

Die Tätigkeiten der Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Altenpfleger*innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen sind breit gefächert, sodass in der Ausbildung eine breite Basis an Fachwissen vermittelt wird. Im Berufsleben können sich die Pflegekräfte anschließend in den Bereichen fort- und weiterbilden, die sie besonders interessieren. Die Intensivpflege erfordert dabei ein besonderes Maß an Fachwissen, da in diesem Bereich die überlebenswichtigen Körperfunktionen eingeschränkt sind. In der außerklinischen Beatmungsversorgung sind die Betroffenen in der Atmung eingeschränkt. Mit der Fortbildung in der außerklinischen Beatmungspflege erhalten die examinierten Pflegekräfte die fachlichen Grundkenntnisse, die für die professionelle Versorgung der erkrankten Menschen nötig sind.

Es gibt auch einen Basiskurs Pädiatrie für Pflegefachkräfte, die sich auf die Versorgung von Kleinkindern und Kindern spezialisieren möchten. Die Beatmungs-Fortbildung ist ein Schritt zum/-r Pflegeexpert*in für außerklinische Beatmung. Dies ist eine aufbauende Weiterbildung, die noch mehr Fachkompetenz vermittelt. Bei vielen Pflegediensten, welche intensivpflegebedürftige Klient*innen versorgen, ist es Pflicht, die außerklinische Beatmungs-Weiterbildung zu absolvieren. Teilweise entscheiden sich die Pflegefachkräfte auch aus persönlichen Gründen dafür. Sie sind selbst daran interessiert, auch nach der Ausbildung stets weiter zulernen und ihre Kompetenzen auszubauen. Weniger im Fokus stehen finanzielle Gründe, obwohl der abgeschlossene Lehrgang meist mit einer Lohnerhöhung einhergeht.

Weiterbildung Beatmung: Wie wird man Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung?

Der Antrag zur Weiterbildung in der Beatmungspflege ist unkompliziert, da die meisten Pflegedienste sehr daran interessiert sind, sehr gut ausgebildete Pflegefachkräfte zu beschäftigen. Zudem ist der Basiskurs oftmals nach einer gewissen Beschäftigungszeit Pflicht. Die Pflegedienstleistungen oder die Geschäftsführung treten an die Pflegefachkräfte heran und machen diesen Vorschlag. Nachdem die Fortbildung genehmigt wurde, erfolgt die Anmeldung. Dazu braucht es je nach Kursanbieter diese Dokumente:

  • Lebenslauf
  • Examensurkunde mit Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung
  • Anschreiben
  • Bestätigung der Kostenübernahme

Der Unterricht findet mit mehreren Teilnehmer*innen über mehrere Wochen hinweg statt. Er ist berufsbegleitend, sodass Sie sich keinen Urlaub oder länger frei nehmen müssen. Die Weiterbildung zum/-r Pflegeexpert*in für außerklinische Beatmung gliedert sich in einen Basis- und einen Expertenkurs. Der Basiskurs muss vor dem Besuch des Expertenkurses besucht werden und enthält Basisinformationen zur Beatmungspflege. In der weiterführenden Fortbildung werden speziellere Kompetenzen vermittelt. Dieser Kurs muss nicht zwingend besucht werden, jedoch hat es für die Pflegekräfte viele Vorteile. Beispielsweise mehr Handlungskompetenz und Erkennen der Zusammenhänge sowie weitere Fähigkeiten in der basalen Stimulation oder Kinästhetik.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Um den Basiskurs zur Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung zu belegen, ist lediglich eine dreijährige Ausbildung in der Pflege notwendig sowie 1 Jahr Berufserfahrung in der außerklinischen Versorgung beatmeter Menschen.

Welche Inhalte werden in der Weiterbildung in der Beatmungspflege vermittelt?

Die Inhalte der beiden Kurse unterscheiden sich. Im Basiskurs werden die grundlegenden Kompetenzen zur außerklinischen Versorgung Intensivpflegebedürftiger gelegt, während im Expertenkurs der Fokus mehr physiologische Zusammenhänge liegt. Dies beinhaltet der Basiskurs der Fortbildung in der außerklinischen Beatmung:

  • Anatomie und Pathophysiologie der Atmung
  • Tracheostomamanagement
  • Grundlagen und Vertiefung der Beatmung
  • Technik der Beatmungsgeräte
  • Notfallmanagement
  • Logopädie
  • Therapiemöglichkeiten
  • Pharmakologie
  • Hygiene
  • Kommunikations- und Konfliktmanagement
  • Einführung in die familienzentrierte Pflege
  • Recht in der Pflege

Insgesamt dauert der theoretische Teil 40 Stunden. Dazu kommen 40 Stunden Praktikum in der außerklinischen Beatmung sowie 40 Stunden klinisches Praktikum auf einer Intensivstation oder Weaningstation hinzu. Das Praktikum in der häuslichen Intensivpflege darf nicht beim eigenen Arbeitgeber erfolgen.

Dies beinhaltet die aufbauende Weiterbildung zum/-r Pflegeexpert*in für außerklinische Beatmung:

  • Anatomie und Physiologie der Atmung
  • Erkrankungen der Lunge und des Zentralennervensystems
  • Beatmungsmanagement
  • Weaningstrategien
  • Pflegekonzepte für die Versorgung von Menschen mit Heimbeatmung
  • Ernährung
  • Gerätekunde
  • Tracheostomapflege
  • Sekretmanagement
  • Notfallmanagement
  • Schmerzmanagement
  • Basiskurs Basale Stimulation in der Pflege® – Zertifikat
  • Grundkurs Kinästhetik® – Zertifikat
  • Pharmakologie
  • Kommunikation
  • Expertenstandards
  • Rechtliche Grundlagen
  • Psychologische und soziologische Auswirkungen der Heimbeatmung

Der Theorieunterricht dauert 200 Stunden. Auch hier kommen insgesamt 80 Stunden Praktika in der außerklinischen sowie der klinischen Intensivpflege hinzu.

Muss man eine Facharbeit als Pflegeexpert*in für außerklinische Beatmung schreiben?

Der Basiskurs zur Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab und Sie müssen dort keine Facharbeit schreiben. In der Pflegeexperten-Weiterbildung sind eine solche Facharbeit und eine anschließende Präsentation vor einem Kolloquium nötig. Der Lehrplan der Kurse richtet sich in der Regel nach den Vorgaben der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) und der S2 – Leitlinie für invasive und nichtinvasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. Dennoch sind die Kursinhalte deutschlandweit nicht einheitlich. Dadurch treten teilweise Problematiken in Bezug auf die Anerkennung bei einem Arbeitgeberwechsel auf. Ist der Kurs von der DIGAB zertifiziert, ist er in der Regel bundesweit anerkannt.

Fortbildung außerklinische Beatmung: Wo findet sie statt?

Überwiegend schließen sich mehrere Pflegedienste für die ambulante Beatmungspflege zusammen und organisieren die Räumlichkeiten und Dozenten. Die Weiterbildung in der Beatmung findet deshalb zumeist in den Räumlichkeiten eines Intensivpflegediensts statt. Weiter ist es möglich, dass der Unterricht in einem Fort- und Weiterbildungszentrum stattfindet. Es gibt zudem Modelle, in welchen Sie Teile des Kurses eigenverantwortlich von zuhause online absolvieren können. Es basiert auf einem physischen Skript mit zusätzlichen Selbstlernaufgaben, die Sie online bearbeiten können.

Gehalt: Was verdient eine Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung?

Der Verdienst der Pflegefachkräfte in der ambulanten Intensivpflege ist je nach Pflegedienst nicht an einen Tarifvertrag gebunden. Das bedeutet, dass sie eigene Gehaltstabellen erstellen. In der Regel verdienen Pflegefachkräfte für außerklinische Beatmung etwas mehr, als die Pflegefachkräfte ohne diese Fortbildung. Nach erfolgreichem Abschluss des Expertenkurses für außerklinische Beatmung steigt das Gehalt nochmals an.

Perspektive: Welche Karrieremöglichkeiten hat eine Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung?

Da die Zahl der Schwerstpflegebedürftigen immer weiter ansteigen wird, gelten Pflegeberufe als sicherer Job mit einer guten Perspektive. Auch der Bereich der häuslichen Versorgung von Menschen mit invasiver und nicht-invasiver Beatmung wird in den nächsten Jahren zunehmen. Fachkräfte für außerklinische Beatmung sind sehr gefragt, da sie im Bereich der Beatmungspflege gut ausgebildet sind.

Pflegefachkräfte mit dem Basiskurs zur Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung können anschließend den Expertenkurs zum/-r Pflegeexpert*in für außerklinische Beatmung absolvieren. Nach erfolgreicher Prüfung und Präsentation der Facharbeit verbessern sie durch die vermittelten Kompetenzen ihre tägliche Arbeit. Sie können weiter in der ambulanten Intensivpflege arbeiten. Mit der Weiterbildung, die von der DIGAB zertifiziert wurde, wird sie bei allen Pflegediensten anerkannt, sodass Sie bei einem Arbeitgeberwechseln den Kurs nicht erneut besuchen müssen. Weiter stehen Ihnen andere Fort- und Weiterbildungen offen, die die ambulante Beatmungspflege bietet. Dazu zählen beispielsweise:

  • Atmungstherapeut*in
  • Wundmanagement
  • Pflegedienstleitung
  • Fachbereichsleitung
  • Praxisanleitung

Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung bei der deutschen Fachpflege Gruppe

Die Deutsche Fachpflege Gruppe zählt deutschlandweit zu den größten Anbietern für die ambulante Intensivpflege. Die Pflegedienste versorgen die schwersterkrankten Klient*innen in Intensivpflege-Wohngemeinschaften, stationären Einrichtungen oder im Rahmen der 1:1 Pflege im eigenen Zuhause. Die jeweiligen Pflegeteams sind gut ausgebildet und absolvieren den Basiskurs zur Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung. Anschließend unterstützen wir sie bei der weiteren persönlichen und fachlichen Entwicklung, unter anderem auch dem Expertenkurs zur außerklinischen Beatmung. Die Deutsche Fachpflege Gruppe kommt dabei für die Kosten auf. Die Kurse finden berufsbegleitend statt und die jeweiligen Führungskräfte gestalten den Dienstplan so, dass der Besuch des Unterrichts sowie Lernphasen frei bleiben. Wir sind Fördermitglied der Deutschen interdisziplinären Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB), denn uns ist die Fort- und Weiterbildung sehr wichtig. Damit möchten wir dafür sorgen, dass unsere Klient*innen körperlich und seelisch bestmöglich versorgt sind. Sie möchten Schwersterkrankte verantwortungsvoll und empathisch versorgen und die Weiterbildung zum/-r Pflegeexpert*in für außerklinische Beatmung kostenfrei absolvieren? Bewerben Sie sich in nur 1 Minute bei uns. Wir freuen uns auf Sie.