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Fachweiterbildung Intensivpflege: Schwerstkranke Menschen qualifiziert pflegen und betreuen

Spannende Karriereperspektiven in der klinischen und außerklinischen Intensivpflege

Die Pflege und Betreuung von intensivpflegebedürftigen Menschen hat das Ziel, durch vorbeugende, heilende und rehabilitative Maßnahmen den Schwerstkranken Linderung zu bringen und ihre Lebensqualität zu verbessern, ihre Selbstbestimmung zu stärken und Selbständigkeit zu fördern. Die Tätigkeiten in der Intensivpflege umfassen auf der einen Seite den Einsatz modernster Gerätemedizin zur Überwachung und Sicherung der kritisch gefährdeten Vitalfunktionen. Auf der anderen Seite spielt die fürsorgliche Betreuung der Pflegebedürftigen und ihrer Familien, die fundierte Beratung und praktische Unterstützung im Alltag eine wichtige Rolle.

Ausgebildete Pflegekräfte können sich für die anspruchsvollen Aufgaben der Intensivpflege auf verschiedenen Wegen qualifizieren. Sowohl im klinischen als auch im außerklinischen Rahmen werden unterschiedliche Weiterbildungen in der Intensivpflege angeboten, die examinierten Pflegefachkräften spannende Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf eröffnen. So erwerben beispielsweise die Mitarbeiter*innen der Deutschen Fachpflege Gruppe, der führenden Unternehmensgruppe im Bereich der außerklinischen Intensivpflege, kostenlos die Zusatzqualifikation als „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung“, um sich anschließend Intensivpflegebedürftigen aller Altersgruppen in deren vertrauter häuslicher Umgebung eigenverantwortlich widmen zu können.

Vielfältige Weiterbildungen in der Intensivpflege für Altenpfleger*innen, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen sowie Kinderkrankenpfleger*innen

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für die Tätigkeit in der Intensivpflege zu qualifizieren. Fachweiterbildungen zur Fachkraft für Intensivpflege und Anästhesie (m/w/d) werden meist im klinischen Rahmen angeboten. Daneben gibt es Weiterbildungen zur Fachkraft für außerklinische Intensivpflege, Weiterbildungen für die Neonatologische und Pädiatrische Intensivpflege sowie für die Schwerstpflege und Gerontopsychiatrie.

Fort- und Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt Heimbeatmung behandeln alle relevanten Aspekte der Beatmungspflege und orientieren sich meist nach den Vorgaben der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB). Darüber hinaus eröffnen Fortbildungen mit Bezeichnungen wie OP-Manager/in, Fachaltenpfleger/in oder Pflegedienstleiter/in Wege, um im Bereich Intensivpflege tätig zu werden.

Auch im Rahmen eines Pflegestudiums können vertiefte Kenntnisse der Intensivpflege erworben werden. So existieren unter anderem Fernstudiengänge in Pflegewissenschaften und Gesundheitsmanagement. Die Qualifikation zum „Intensive Care Practitioner“ wird im Rahmen eines berufsbegleitenden Bachelor-Studiengangs in Berlin angeboten.

Was sind die Voraussetzungen für eine Weiterbildung in der Intensivpflege?

Formale Voraussetzung für die Intensivpflege Weiterbildung ist eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung in der Pflege, beispielsweise mit der Berufsbezeichnung als

  • Gesundheits- und Krankenpfleger/-in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in
  • Examinierter Altenpfleger (m/w/d)
  • Altenpfleger/-in nach dem Altenpflegegesetz vom 25.08.2003
  • Altenpfleger/-in mit einer dreijährigen Ausbildung nach Landesrecht

Je nach Bildungsangebot und Anbieter kann eine bestimmte Berufserfahrung in der Pflege und auf einer Intensivstation für die Bewerbung erforderlich sein. Voraussetzung für die Fortbildung Intensivpflege und Anästhesie sind generell mindestens 2 Jahre Berufserfahrung sowie eine Empfehlung des Vorgesetzten.

Wer eine Intensivpflege-Ausbildung durchlaufen und als Pflegefachkraft in der Intensivpflege arbeiten möchte, sollte zudem einer Reihe persönlicher Voraussetzungen mitbringen. Hierzu zählen:

  • Hohe fachliche Motivation
  • Körperliche und seelische Belastbarkeit
  • Sorgfältige Arbeitsweise
  • Zuverlässigkeit
  • Problemorientiertes Denken
  • Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen
  • Einfühlungsvermögen
  • Ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenzen
  • Teamfähigkeit
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Was sind die Ziele einer Intensivpflege-Weiterbildung?

Die Weiterbildungen in der Intensivpflege soll Altenpfleger*innen und Krankenpfleger*innen dazu befähigen, den wachsenden Anforderungen auf Intensivstationen und in Anästhesieabteilungen kompetent zu begegnen bzw. die vielseitigen Aufgaben der außerklinischen Intensivpflege zu übernehmen. Die Pflegefachkräfte sollen eine angemessene Pflege, Beratung und Betreuung von schwerstkranken Menschen gewährleisten, unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen der Intensivpflegebedürftigen.

Die Fachkräfte mit Intensivpflege-Ausbildung sollen auf Basis aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse und moderner Medizintechnik die vitalen Funktionen – darunter Herz, Kreislauf, Atmung, Ernährung – überwachen und sichern sowie auf Störungen von Bewusstsein, Wahrnehmung und Bewegungsapparat individuell unterstützend eingehen. Sie sollen angemessen auf Notfall- und Krisensituationen reagieren und diesen möglichst vorbeugen, indem sie Veränderungen an Patient*innen frühzeitig erkennen.

Als ausgebildete Fachkräfte mit Fortbildung für Intensivpflege und Anästhesie kennen die Pflegenden die wichtigsten Anästhesieverfahren. Sie übernehmen die pflegerischen Aufgaben vor, während und nach der Narkose und begleiten die Menschen fachkompetent und fürsorglich.

Im Bereich der außerklinischen Intensivpflege spielt die Beratung und soziale Betreuung der Intensivpflegebedürftigen und ihrer Angehörigen eine große Rolle. Die außerklinische Intensivpflege Weiterbildung soll die Pflegefachkräfte in die Lage versetzen, eigenverantwortlich außerklinisch beatmete Menschen zu versorgen und ihnen wertvolle Hilfestellungen im Lebensalltag zu geben. Die Kompetenzen reichen von der strukturierten Überleitung aus dem Krankenhaus in das vertraute Zuhause oder eine Beatmungs- und Intensivpflege-Wohngemeinschaft über die Kommunikation mit Behörden, Kranken- oder Pflegekassen, Ärzt*innen und Therapeut*innen, bis hin zur Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen, im hauswirtschaftlichen Bereich und in der Freizeit. Auch die Gestaltung der Rückzugspflege gehört zu den möglichen Aufgaben in der pflegerischen Versorgung von Intensivpflegebedürftigen.

Welche Lerninhalte werden bei einer Intensivpflege Weiterbildung vermittelt?

Wichtige Inhalte einer Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie bzw. einer außerklinischen Intensivpflege-Weiterbildung sind unter anderem Themen wie:

  • Atmung und künstliche Beatmung
  • Trachealkanülen- und Sekretmanagement
  • Entwöhnung von der mechanischen Beatmung (Weaning)
  • Bedienung medizinischer Geräte
  • Heil- und Hilfsmittel
  • Hygiene
  • Künstliche Ernährung
  • Notfallmanagement
  • Pflegedokumentation
  • Rechtliche Grundlagen
  • Kommunikation, Anleitung und Beratung
  • Methodische Kompetenzen

Bei Weiterbildungen zum Thema Heimbeatmung steht die Atmung und Beatmungspflege im Mittelpunkt. Ausführlich behandelt werden Punkte wie

  • Funktionen und Abläufe der menschlichen Atmung und künstlichen Beatmung
  • Aufbau, Funktion und Bedienung von Beatmungsgeräten
  • Monitoring der Atmung
  • Schluckstörungen und Aspiration
  • Sauerstofftherapie
  • Tracheostomapflege und Absaugvorgänge
  • Befeuchtung der Atemwege
  • Hygiene im häuslichen Umfeld
  • Erkrankungen, die eine dauerhafte künstliche Beatmung zur Folge haben
  • Notfallmanagement in der Beatmungspflege
  • Strukturiertes Überleitungsmanagement
  • Beatmungsentwöhnung (Weaning)

Bei Intensivpflege-Weiterbildungen im neonatologischen und pädiatrischen Bereich liegt das Augenmerk darüber hinaus auf den speziellen Voraussetzungen und Erfordernissen bei der Intensivpflege von Neu- und Frühgeborenen, Kindern und Jugendlichen.

Die Fachweiterbildung zur Fachkraft für Schwerstpflege und Gerontopsychiatrie fokussiert sich auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen mit schweren Krankheiten, Multimorbidität und gerontopsychiatrischen Erkrankungen.

Wie sind die Weiterbildungen aufgebaut und mit welchen Prüfungen werden sie abgeschlossen?

Die Weiterbildung im Bereich der Fachkrankenpflege ist staatlich bzw. landesrechtlich geregelt, daneben gelten auch die Voraussetzungen und Bestimmungen der jeweiligen Weiterbildungseinrichtung. Eine Fachweiterbildung dauert in Vollzeit mindestens 1 Jahr, in Teilzeit oder Blockunterricht bis zu 4 Jahre. Fachweiterbildungen im Intensiv-Bereich werden häufig berufsbegleitend über 2 Jahre angeboten und umfassen neben theoretischem Unterricht in Präsenzphasen auch Selbstlernphasen und praktische Lerneinheiten.

Die Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie umfasst Unterrichtseinheiten mit ca. 780 Stunden und eine praktische Weiterbildung unter Anleitung mit ca. 1200 Std. Sie ist meist modular aufgebaut und jedes Modul wird separat z. B. mit einer schriftlichen, mündlichen, praktischen Prüfung und/oder einer Hausarbeit abgeschlossen. Nach erfolgreichem Abschluss aller Module folgt die staatliche Prüfung mit schriftlichem, mündlichem und praktischem Teil. Die Qualifikation ist staatlich anerkannt, die Berufsbezeichnung bzw. Weiterbildungsbezeichnung („Fachkrankenpfleger/in für Intensivpflege und Anästhesie“) gesetzlich geschützt.

Intensivpflege-Fortbildungen im außerklinischen Bereich können ebenfalls berufsbegleitend erworben werden, z. B. im Rahmen einer theoretischen Schulung in Verbindung mit einer praktischen Ausbildung bzw. einem klinischen Praktikum oder als Fernkurs mit Präsenz- und Praxisphasen. Hier können Aufbau, Dauer, Prüfungsmodalitäten und Kosten je nach Anbieter variieren.

Wo werden berufsbegleitende Ausbildungen für Intensivpflege angeboten?

Weiterbildungslehrgänge und Fortbildungen für Intensivpflege werden von einer Vielzahl von Bildungseinrichtungen für Gesundheits- und Pflegeberufe angeboten. Diese können einen öffentlichen oder privaten Träger haben. Fachweiterbildung für Pflegeberufe, so auch für Intensivpflege und Anästhesie, werden oftmals an Kliniken und medizinischen Hochschulen durchgeführt. Intensivpflege-Fortbildungen gibt es bundesweit an zahlreichen Pflegefachschulen, Akademien und anderen Bildungseinrichtungen.

Wie hoch sind die Kosten für Weiterbildungen in der Intensivpflege?

Die Kosten für eine Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie belaufen sich auf mehrere Tausend Euro, die Preise können zwischen 4.000 Euro und 9.000 Euro liegen. Bei Fortbildungen für Intensivpflege variieren die Kosten je nach Kurs und Anbieter. In manchen Einrichtungen und Unternehmen werden die Intensivpflege Weiterbildungen-Kosten teilweise oder ganz vom Arbeitgeber getragen. Unter Umständen muss sich die Pflegekraft dann für eine bestimmte Zeit verpflichten.

Wie hoch ist der Verdienst von ausgebildeten Pflegefachkräften mit Intensivpflege Weiterbildung?

Staatlich examinierte Fachkrankenpfleger*innen für Intensivpflege und Anästhesie verdienen im Durchschnitt monatlich zwischen 2.000 bis 3.000 Euro brutto. Die Gehaltsspanne beginnt bei 2.000 Euro, kann je nach Region und Bundesland sowie abhängig von Arbeitgeber, Unternehmensgröße und individueller Berufserfahrung aber auch 4.000 Euro und mehr erreichen.

Welche Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten gibt es mit einer Intensivpflege-Weiterbildung oder -Fortbildung?

Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachkrankenpfleger*innen für Intensivpflege und Anästhesie liegen schwerpunktmäßig

  • in Krankenhäusern und Universitätskliniken
  • in Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
  • in Gesundheitszentren
  • in Seniorenheimen und Altenpflegeheimen
  • in Kurzzeitpflegeeinrichtungen
  • in der Palliativpflege

Weitere Einsatzfelder für Pflegefachkräfte mit Intensivpflege Ausbildung, insbesondere für examinierte Pflegefachkräfte mit der Qualifikation „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung“ sind die ambulanten Intensivpflegedienste, d. h. bei intensivpflegebedürftigen Menschen und beatmeten Patient*innen in deren Zuhause und in Intensiv- und Beatmungs-Wohngemeinschaften, sowie die Arbeit bei ambulanten sozialen Diensten.

Perspektivisch haben Pflegekräfte mit einer Fort- oder Weiterbildung in der Intensivpflege die Möglichkeit, sich noch weiter im Beruf zu qualifizieren. Sie können z. B. Schulungen zur Teamleitung oder Pflegedienstleitung absolvieren, sich zum Praxisanleiter*in für die außerklinische Intensivpflege weiterbilden oder eine Führungslaufbahn in einem Pflegeunternehmen einschlagen. Je nach Voraussetzungen können Pflegefachkräfte auch ein Studium des Pflegemanagements anschließen. In Berlin wird der Bachelor-Studiengang „Intensive Care Practitioner“ angeboten. Daneben gibt es weitere Zusatzqualifikationen wie OP-Manager*in oder Pflegesachverständige*r, die einen entsprechenden Einsatz in der Intensivpflege möglich machen.

Kostenlose berufsbegleitende Ausbildung für Intensivpflege bei der Deutschen Fachpflege Gruppe

Die Deutsche Fachpflegegruppe bietet als bundesweit führender Zusammenschluss Dutzender ambulanter Intensivpflegedienste examinierten Pflegefachkräften attraktive Arbeitsplätze im Gesundheitswesen. Ausgebildete Pflegekräfte, die bei einem Mitgliedsunternehmen der Deutschen Fachpflege Gruppe tätig sind, können die Weiterbildung zur „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung“ in der unternehmenseigenen DFG-Akademie kostenlos und berufsbegleitend erwerben. Die Zusatzqualifikation ist obligatorisch für die Arbeit in der außerklinischen Intensivpflege.

Die Tätigkeit in der ambulanten Intensivpflege zeichnet sich durch viel Zeit für die Pflege und persönliche Kontakte aus. Die schwerstkranken, beatmungs- und intensivpflegebedürftigen Menschen werden in ihrer häuslichen Umgebung mit einem 1:1-Betreuungsschlüssel versorgt. Alternativ findet die Pflege in speziellen Beatmungs- und Intensiv-WGs statt, wo die Intensivpflegebedürftigen am sozialen Leben teilhaben können. Die ruhige und persönliche Arbeitsatmosphäre in der häuslichen Intensivpflege und die Möglichkeit, sich schwerstkranken Klient*innen mit viel Fürsorge und Zuwendung zu widmen, sind für viele Pflegefachkräfte wichtige Gründe, eine außerklinische Intensivpflege-Weiterbildung anzustreben und sich in der ambulanten Intensivpflege beruflich weiterzuentwickeln.