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Altenpfleger und Altenpflegerin: Ein sinnstiftender Beruf mit Fokus auf Menschlichkeit

Altenpfleger ist ein vielseitiger Beruf mit Zukunft: Medizinische Fachkenntnisse sind bei der Pflege und Betreuung älterer Menschen ebenso gefragt wie soziologisches und psychologisches Know-how. Mitarbeiter der Altenpflege arbeiten nah am Menschen und ermöglichen ihnen, ihren Lebensabend so selbstbestimmt wie möglich in ihren eigenen vier Wänden oder in einer Einrichtung wie einem Seniorenheim zu verbringen. Die ganzheitliche Betreuung und Versorgung, die das Altern eines Menschen in Würde in den Vordergrund stellt, ist ein verantwortungsvoller Job, der häufig im Team – auch in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen – ausgeübt wird.

Viele Altenpfleger empfinden ihre Aufgabe als bereichernd. Der Job in der Altenpflege ist für viele Arbeitnehmer mehr Berufung als Beruf: Laut einer Studie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sind 90 Prozent der befragten Pflegekräfte der Meinung, ihre Arbeit sei bedeutsam und wichtig. Pluspunkte für den Beruf der Altenpflegefachkraft sind die abwechslungsreichen Aufgaben, die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten einzubringen und der zwischenmenschliche Kontakt zu den pflegebedürftigen Menschen. Tarifverträge regeln je nach Arbeitgeber das Gehalt von Altenpflegern. Mit Qualifizierungen und Weiterbildungen lässt sich der Verdienst noch steigern. So ist eine Karriere als Altenpfleger oder Altenpflegerin mit Aufstiegschancen eine attraktive Möglichkeit.

Der Bedarf an Fachkräften ist hoch und wird in Zukunft in Anbetracht des demografischen Wandels weiter steigen. Um durchschnittlich sieben Jahre ist die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland in den letzten 30 Jahren gestiegen. Laut Bundesgesundheitsministerium leben hierzulande derzeit 3,3 Millionen Pflegebedürftige. Demgegenüber stehen 1,1 Millionen Beschäftigte in der Altenpflege. Die Altenpflegefachkraft gilt daher als Beruf, der in Zukunft immer stärker gefragt sein wird – mit allen Qualifikationen, die zum spezifischen Umgang mit erkrankten älteren Menschen befähigen.

Allgemeine Altenpfleger Aufgaben: Was macht ein Altenpfleger/eine Altenpflegerin?

Die Aufgaben eines Altenpflegers oder einer Altenpflegerin umfassen sowohl medizinisch-pflegerische als auch soziale Aspekte. Altenpfleger, die bei einem ambulanten Pflegedienst angestellt sind, unterstützen alte Menschen im eigenen Zuhause bei der Bewältigung des Alltags. Angestellte in Einrichtungen betreuen die pflegebedürftigen Menschen je nach Bedarf intensiv rund um die Uhr.

Für Arbeitssuchende im Gebiet der Altenpflege bietet die Deutsche Fachpflege Gruppe als Deutschlands größter Anbieter außerklinischer Intensivpflege bundesweit attraktive Jobs als Altenpfleger mit abgeschlossener Berufsausbildung an.

Beruf Altenpfleger: Ausbildung, Gehalt und Voraussetzungen

Der Beruf Altenpfleger hat seine Wurzeln in der Krankenpflege und hatte sich zwischenzeitlich trotz großer Schnittmenge als eigenständiges Berufsfeld mit speziell auf alte Menschen zugeschnittenen Pflege- und Betreuungsaufgaben etabliert. Für eine zukunftsfähige Perspektive der Pflegeberufe trat zum 1. Januar 2020 eine Änderung in der Ausbildung in Kraft: Gemäß dem Pflegeberufe-Reformgesetz wurden die Ausbildungen zum Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpfleger in einer einzigen Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau zusammengefasst.

Erst im letzten Drittel spezialisieren sich die Auszubildenden auf die Altenpflege. Der einheitliche Abschluss soll Fachkräften ermöglichen, sich während ihrer Laufbahn flexibler innerhalb der Pflegeberufe zu bewegen und den Wechsel von Einsätzen und Arbeitsstelle sowie die beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten breiter zu fächern.

Altenpfleger Aufgaben: Wie sieht der Alltag in der Altenpflege aus?

Altenpflegekräfte sind mit einem vielschichtigen und komplexen Aufgabenfeld betraut. Dieses lässt sich von den Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen und Senioren mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung ableiten. Ärztliche Verordnungen geben dem Altenpfleger vor, welche medizinischen Maßnahmen zu treffen sind. Ansonsten unterscheiden sich die Aufgaben in der Altenpflege je nachdem, ob die Tätigkeit bei einem ambulanten Pflegedienst oder in einer stationären Einrichtung ausgeübt wird.

Im ambulanten Dienst besteht die Herausforderung in der Regel darin, dem Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und dabei die nötige medizinische Versorgung zu gewährleisten. So wird älteren Menschen ermöglicht, weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld zu leben. Eine stationäre Einrichtung ist dagegen optimal auf medizinische Bedürfnisse älterer Menschen ausgelegt und ermöglicht so eine engmaschigere Betreuung. Eine weitere Betreuungsform ist die Unterbringung in einer Pflege-WG. Hier leben ältere Menschen gemeinsam in einer Wohngemeinschaft, die von mehreren Pflegekräften betreut wird.

Altenpfleger beim ambulanten Pflegedienst

Im Rahmen einer Tätigkeit beim ambulanten Pflegedienst versorgen Mitarbeiter der Altenpflege alte Menschen mit Pflegebedarf in ihren eigenen vier Wänden. Nach dem Aufstehen helfen sie ihnen beispielsweise beim Waschen, Zähneputzen und beim Toilettengang. Auch beim Ankleiden gehen sie den Klienten zur Hand. Können ältere Menschen ihr Frühstück nicht selbst zubereiten, unterstützen die Pflegekräfte auch hier. Zudem beraten sie in Alltagsfragen sowie sozialen Angelegenheiten – dabei sind sie auch Ansprechpartner für Familienmitglieder. Häufig geht die fachkundige Betreuung Hand in Hand mit der ergänzenden Pflege durch Angehörige. Die Beratung der Pflegebedürftigen und ihrer Verwandten sowie die Vermittlung von Hilfsdiensten wie Fahrdiensten oder Essen auf Rädern ist daher ebenfalls ein Tätigkeitsfeld von Altenpflegern im ambulanten Einsatz.

Unterstützung beim Einkaufen und in der Hauswirtschaft zählen weiterhin zu den Aufgaben eines Altenpflegers. In den medizinisch-pflegerischen Bereich fällt das Stellen und Verabreichen der von Ärzten verordneten Medikamente, das Verabreichen von Infusionen und die Wundversorgung. Gerade auch bei der Versorgung von Klienten mit einer Demenz ist das sensible Vorgehen und eine erhöhte Achtsamkeit der Pflegefachkräfte von besonderer Bedeutung.

Altenpfleger in der stationären Pflege

Wie im ambulanten Dienst sind Altenpfleger auch bei der Arbeit in stationären Einrichtungen für die Grundpflege zuständig. Sie leiten ältere Menschen bei Bedarf zu Maßnahmen zur Körperhygiene an oder führen diese bei Bedarf durch. Sie bieten Unterstützung beim Aufstehen und Zubettgehen an und helfen dabei, Kleidung für den Tag auszuwählen oder abzulegen. Auch umfangreiche medizinisch-pflegerische Maßnahmen zählen zu den täglichen Aufgaben. Dazu bedienen Altenpfleger medizinische Gerätschaften und dokumentieren sämtliche Prozesse. Außerdem sind Altenpfleger für Botengänge und die Begleitung auf Wegen außerhalb der Einrichtung zuständig. Sie schaffen sinnvolle Maßnahmen zur Beschäftigung und sorgen für geistige sowie körperliche Anregungen, die auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten sind. Dazu zählen Gespräche, Gedächtnistrainings, Bewegungsspiele, Gymnastikübungen sowie Kreativaufgaben wie Malen oder Singen.

Altenpfleger in einer Pflege-WG

Eine Pflege-WG ist eine besondere Alternative zum Pflegeheim, bei der mehrere pflegebedürftige Personen in einer gemeinsamen Wohnung leben. Grundsätzlich ist immer eine Pflegekraft vor Ort, die die Pflegebedürftigen betreut. Das Besondere an dieser Wohnform ist die soziale Dynamik, die in einer solchen WG entsteht. Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen in einem engen Kontakt, wohingegen sich die Bewohner und Bewohnerinnen eines Pflegeheimes möglicherweise nur bei Gruppenveranstaltungen oder beim Essen begegnen. In einer solchen WG ist zudem eine umfangreiche Intensivpflege möglich. Die Aufgaben der Altenpfleger und Altenpflegerinnen liegt hier ebenfalls in der medizinischen Betreuung sowie in der alltäglichen Unterstützung der Bewohner und Bewohnerinnen.

Wie arbeiten Altenpfleger in der Gerontopsychiatrie?

Gerontopsychiatrie ist ein Teilgebiet der Psychiatrie, die auf die psychischen Erkrankungen älterer Menschen ausgerichtet ist. Dazu gehören die unterschiedlichen Demenzformen, Zustände der Verwirrtheit, Depressionen oder Suchterkrankungen. In stationären Pflegeeinrichtungen vergrößert sich aufgrund des demografischen Wandels die Anzahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen. Damit verbunden sind besondere pflegerische Ansprüche, die Altenpflegefachkräfte im Rahmen einer Weiterbildung vermittelt werden.

Übersicht über tägliche Aufgaben eines Krankenpflegers oder einer Krankenpflegerin

  • Persönliche freundliche und einfühlsame Betreuung des Pflegebedürftigen
  • Akute physische und psychische Bedürfnisse der Klienten erfragen, erkennen und bewerten
  • Aufklärung über die pflegerischen Maßnahmen
  • Betten und Lagern von Klienten und Einleiten vorbeugender Maßnahmen gegen Thrombosen
  • Hilfe beim Aufstehen und Gehen, beim An- und Auskleiden, beim Toilettengang und bei der Körperpflege
  • Klienten mit Essen versorgen und zu Untersuchungen begleiten
  • Von Ärzten verordnete Maßnahmen umsetzen, Medikamente und Injektionen verabreichen
  • Wunden versorgen, Verbände oder Schienen anlegen
  • Bei Bedarf erste Hilfe leisten

Altenpfleger: Diese Voraussetzungen sollten erfüllt werden

Der Beruf des Altenpflegers ist ein besonderer Beruf, bei dem hilfebedürftige Menschen unterstützt werden. Dafür bekommen Altenpfleger und Altenpflegerinnen auch etwas zurück. Ein Altenpfleger sollte gerne mit Menschen zusammenarbeiten und sich nicht vor Körperkontakt scheuen. Der Beruf erfordert sowohl physische als auch psychische Stabilität und Belastbarkeit. Wer eine Altenpfleger Ausbildung in Erwägung zieht, sollte sich grundsätzlich für Medizin interessieren. Im Beruf als Altenpfleger oder Altenpflegerin hat dieser viel mit Medikamenten und medizinischen Geräten zu tun.

Gute Voraussetzungen für die Tätigkeit haben außerdem Menschen, die freundlich sind und auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Zudem sollte ein hohes Verantwortungsgefühl mitgebracht werden. In der Arbeit mit Senioren ist vor allem die Bereitschaft, sich auf ältere Menschen und ihre Lebenswelt einzulassen, wichtig. Zudem fordert der Beruf ein hohes Maß an Geduld und Einfühlungsvermögen. Körperliche Belastbarkeit ist unverzichtbar, weil in der Altenpflege das Umbetten oder Stützen bettlägeriger oder hilfsbedürftiger Senioren zum Tagesgeschäft gehört. Für die enge Zusammenarbeit mit Kollegen und medizinischem Fachpersonal ist Teamgeist gefragt, während Sorgfalt und eine gut strukturierte Arbeitsweise wichtig für einen reibungslosen Ablauf der Pflegemaßnahmen sowie die lückenlose Dokumentation sind, die im Berufsbild Altenpfleger einen hohen Stellenwert einnimmt. Da der Beruf häufig in Schichtdiensten organisiert ist, ist die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten nötig. So finden Pflegeeinsätze je nach Arbeitgeber auch nachts oder am Wochenende statt. Die gesundheitliche Eignung für den Beruf des Altenpflegers muss durch ein ärztliches Zeugnis belegt werden.

Ausbildung Altenpflege im Wandel: Wie ist die neue Pflegeausbildung 2020 ausgerichtet?

Lange ist der Beruf des Altenpflegers im Bereich der Krankenpflege verwurzelt gewesen: Bis 1960 galt das Berufsbild lediglich als Teilaspekt der Krankenpflege. Darauf folgte die Entwicklung zu einem eigenständigen Lehrberuf, der von der Ausbildung zum Krankenpfleger entkoppelt war. Bis Ende 2019 führte die schulische Ausbildung zum Altenpfleger zum Abschluss als examinierter Altenpfleger oder examinierte Altenpflegerin. Private Schulen erhoben dabei vielfach Gebühren. Um die Altenpfleger Ausbildung zu finanzieren, konnten Auszubildende mit Anspruch auf finanzielle Hilfen BAföG und Wohngeld beantragen. Die praktische Seite der Altenpflege wurde in Heimen oder bei ambulanten Pflegediensten gelehrt. Das Pflegeberufe-Reformgesetz besinnt sich nun wieder auf die Gemeinsamkeiten der Pflegeberufe und legt die Ausbildungen erneut zusammen. Somit hat die alte Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger ausgedient.

Ausbildung 2020: Pflegefachmann/ Pflegefachfrau

Seit Januar 2020 ermöglicht die generalistische Pflegeausbildung den beruflichen Weg in die Altenpflege. Diese neue Pflegefachkraftausbildung dauert drei Jahre. Für die theoretische Ausbildung besuchen Altenpfleger in spe eine Pflegeschule, während der praktische Unterricht im Rahmen der Mitarbeit in Pflegeeinrichtungen mit verschiedenen Pflegebereichen stattfindet.

Die beiden ersten Jahre verlaufen für alle Pflegeberufe identisch. Nach der Zwischenprüfung wählen die Auszubildenden ihren Schwerpunkt in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder in der Altenpflege und spezialisieren sich im dritten Jahr somit auf ihren späteren Beruf.

Altenpfleger Ausbildung Gehalt

Die neue Ausbildung bietet mehrere Vorteile: Die Inhalte sind praxisbezogener. Die Ausbildung ist kostenlos, Schulgeld fällt nicht an. Stattdessen erhalten die angehenden Altenpfleger ein Ausbildungsgehalt. Wie hoch der Verdienst ausfällt, hängt davon ab, ob der Ausbildungsbetrieb tariflich gebunden ist – je nach Bundesland kann das Ausbildungsgehalt der Altenpflege variieren.

Der Altenpfleger Gehalt Tarif ist während der Zeit der Ausbildung gestaffelt und erhöht sich mit jedem Jahr.
Aktuell bekommt ein Altenpfleger in einer tarifgebundenen Einrichtung:

  • im 1. Lehrjahr etwa 1000 bis 1150 Euro brutto
  • im 2. Lehrjahr etwa 1100 bis 1200 Euro brutto
  • im 3. Lehrjahr etwa 1200 bis 1300 Euro brutto

Der Abschluss ist in der gesamten Europäischen Union anerkannt und ermöglicht Altenpflegern in Zukunft, ihren Beruf unbürokratisch auch im Ausland auszuüben. Außerdem sollen Aufstiegschancen und die Verdienst-Aussichten verbessert werden.

Freie Ausbildungsplätze gibt es bundesweit. 2018 meldeten 21 Prozent der deutschen Einrichtungen offene Stellen in Pflege- und Gesundheitsberufen – von Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern über Nordrhein-Westfalen bis Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg.

Schulische Voraussetzungen für die Ausbildung Altenpflege

Um eine Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau antreten zu können, wird ein erfolgreich abgeschlossener Realschulabschluss vorausgesetzt.

Ist die Arbeit in der Altenpflege mit Hauptschulabschluss möglich?

Altenpflege mit Hauptschulabschluss – hier empfiehlt sich, die Laufbahn als Pflegehelfer bzw. Pflegeassistent einzuschlagen. Diese Qualifikation gilt wie eine andere erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung auch als Voraussetzung für die berufsbegleitende Ausbildung Altenpflege. Ein Drittel der ersten Ausbildung wird dabei auf die zweite Ausbildung angerechnet, sodass diese verkürzt werden kann.

Altenpfleger Gehalt: Wie viel Geld verdienen Altenpfleger?

Welchen Verdienst Altenpfleger oder Pflegefachkräfte erhalten, ist wie beim Ausbildungsgehalt Altenpflege von mehreren Faktoren abhängig.

Gesichertes Altenpflege Gehalt: Tarif Regelungen

Ist die Einrichtung tariflich gebunden, erfolgt die Vergütung nach Tarifvertrag. Neben staatlichen und kirchlichen Trägern gibt es auch private Träger. In privaten Einrichtungen werden hauseigene Konditionen festgelegt.

Durchschnittlicher Verdienst Altenpfleger

Nach der Ausbildung als Altenpfleger liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei 2.300 Euro brutto im Monat. Welchen maximalen Verdienst Altenpfleger erzielen können, hängt von der Berufserfahrung und der Bereitschaft zu Fortbildungen ab. Mit dreijähriger Berufserfahrung kann der monatliche Verdienst auf bis zu 2.700 Euro im Durchschnitt ansteigen. Mit weiteren Qualifikationen durch Weiterbildungen kann das Altenpfleger Gehalt auf bis zu 3.300 Euro wachsen.

Altenpfleger Weiterbildung: Welche Karrieremöglichkeiten gibt es?

Ausgebildete Fachkräfte können ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung durch eine gezielte Altenpfleger Weiterbildung verfolgen und auf diese Weise auch mehr Geld verdienen. Mit weiteren Qualifikationen ist es in der Regel möglich, als examinierter Altenpfleger ein höheres Einkommen zu generieren. Dabei gilt die Faustregel: Je mehr Verantwortung und Fachkenntnisse mit dem Berufsbild verbunden sind, desto höher fällt der Altenpfleger Verdienst aus. Im Folgenden gibt eine Auswahl Einblicke in die Möglichkeiten der Weiterbildung für Altenpfleger.

Pflegedienstleitung

Eine verantwortliche Schlüsselposition in der Pflege ist die Pflegedienstleitung. Als examinierter Altenpfleger bzw. examinierte Altenpflegerin lässt sich über den akademischen Weg oder eine einschlägige Weiterbildung die begehrte Qualifikation erlangen.

Voraussetzungen für die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung

Für eine Tätigkeit als Pflegedienstleitung dient das Wissen der Ausbildung Altenpfleger und die praktische Berufserfahrung als wertvolles Basiswissen. Voraussetzung zur Weiterbildung zur Pflegedienstleitung ist die praktische Arbeit in einem Zeitraum von mindestens zwei Jahren als anerkannter Altenpfleger: Dieser praktische Erfahrungshorizont ist Voraussetzung dafür, alle interne Abläufe und Prozesse der Pflege aus einer Meta-Ebene heraus zu organisieren und zu optimieren. Die komplexe Aufgabe der Pflegedienstleitung erfordert allerdings noch weitere Fähigkeiten: Gefragt sind vor allem Kompetenzen in der Mitarbeiterführung und Personalplanung, Management- und BWL-Know-how sowie rechtliches Hintergrundwissen.

Folgende Fähigkeiten sollte ein Altenpfleger, der eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung erwägt, mitbringen:

  • Organisationsgeschick
  • analytisches und unternehmerisches Denken
  • Kommunikationsskills und Konfliktfähigkeit
  • psychische Belastbarkeit unter Zeitdruck und Stressresistenz
  • Durchsetzungsvermögen

Qualitätsmanagement-Beauftragter im Sozial- und Gesundheitswesen

Versorgungen in der Pflege sind gesetzlich dazu verpflichtet, mit einem Qualitätsmanagementsystem (QMS) bestimmte Standards zu gewährleisten und zu dokumentieren. Für anerkannte Altenpfleger ist die Spezialisierung als Qualitätsmanagementbeauftragter eine gute Möglichkeit, sich fortzubilden und mehr Geld zu verdienen. In der Regel handelt es sich um berufsbegleitende Weiterbildungen, die sich über zehn Seminartage erstrecken. Dabei wird der Praxisbezug durch ein Projekt hergestellt, das in der eigenen Versorgung umgesetzt und im Rahmen der Weiterbildung präsentiert wird.

Voraussetzungen für die Weiterbildung zum Qualitätsmanagementbeauftragten

Um eine Weiterbildung zum Qualitätsmanagementbeauftragten zu beginnen, müssen Kandidaten eine Ausbildung als Altenpfleger oder eine vergleichbare Qualifikation nachweisen sowie mindestens zwei Jahre Berufspraxis mitbringen. Erste Führungserfahrung sind vorteilhaft.

Folgende Kenntnisse und Fähigkeiten sind für die Arbeit im Qualitätsmanagement erforderlich:

  • sorgfältige und strukturierte Arbeitsweise
  • Bereitschaft zur stetigen Weiterbildung
  • Organisationstalent
  • Führungskompetenzen

Fachkraft für Gerontopsychiatrie

Fachkräfte für Gerontopsychiatrie sind spezialisiert auf ältere Menschen, die neben den altersbedingten physischen Einschränkungen auch psychische Erkrankungen haben. Leidet ein älterer Mensch an neurologischen Erkrankungen wie Demenz, Depressionen oder Delir (Zustände von Verwirrtheit) sind zusätzlich zur Altenpflege Ausbildung weitere Fachkenntnisse für die Betreuung nötig. Mit der Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie erwerben Altenpfleger Kenntnisse rund um die Betreuung und die Erhaltung der Lebensqualität der Erkrankten.

Voraussetzungen für die Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie

Wer die Fortbildung im Bereich Gerontopsychiatrie absolvieren möchte, muss neben einer Altenpflegerausbildung oder einer Ausbildung in einem vergleichbaren Beruf mehrjährige Berufserfahrung nachweisen.

Außerdem sind folgende Fähigkeiten und Interessen gefragt:

  • Empathie und Freude am Umgang mit älteren Menschen
  • Kommunikationsstärke
  • Durchsetzungsvermögen
  • Interesse an biologischen und psychiatrischen Zusammenhängen

Fachkraft Palliativpflege

Wer als Altenpfleger einen Job in der Palliativpflege anstrebt, kann die Altenpflegeausbildung um eine entsprechende Qualifikation ergänzen. In der Fortbildung erlernen die zukünftigen Fachkräfte Palliativpflege, mit schwerst-pflegebedürftigen Menschen umzugehen. Zu ihren Klienten gehören mehrfach erkrankte Menschen sowie Schmerzpatienten in der letzten Lebensphase. In dieser besonderen Situation geht es nicht mehr um den Aspekt der Heilung, sondern darum, die Lebensqualität zu verbessern und Leiden zu lindern. Dabei rücken neben den körperlichen und psychosozialen Aspekten der Arbeit auch spirituelle und ethische Fragestellungen in den Fokus. Fachkräfte der Palliativpflege helfen Sterbenden, den bevorstehenden Tod zu akzeptieren und einen würdevollen Abschied vom Leben mit möglichst hoher Lebensqualität zu vereinen. Dabei werden sie mit Handlungskompetenzen und einem sicheren Gefühl im Umgang mit Sterbenden aus der Fortbildung entlassen. Im Unterricht finden diese Themen nach Hospiz- und Palliativgesetz § 39a SGB V Beachtung. Im Vergleich zum durchschnittlichen Altenpfleger Verdienst lässt sich als Palliativfachkraft ein höheres Einkommen erzielen.

Altenpfleger Voraussetzungen für die Weiterbildung zur Fachkraft für Palliativpflege

Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung Altenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege wird für die Weiterbildung zur Fachkraft Palliativpflege vorausgesetzt, ebenso wie mindestens zwei Jahre Berufspraxis.

Fachkräfte in der Palliativpflege profitieren von diesen Fähigkeiten:

  • Kommunikationsstärke
  • ausgeprägte Empathie und Resilienz
  • Interesse daran, den letzten Lebensweg eines Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten
  • keinerlei Berührungsängste mit den Thema Tod und Sterben

Welche Pflegestudiengänge gibt es?

Um sich für attraktive und gut bezahlte Jobs im Bereich Gesundheit und Pflege erfolgreich zu bewerben, führt der Weg nicht nur über eine Ausbildung zum Altenpfleger sowie Weiterbildungen, sondern auch über verschiedene Studiengänge. Ob Gesundheitsmanagement oder Pflegepädagogik: Eine akademische Laufbahn ist vielfach nicht nur Abiturienten vorbehalten – auch eine Ausbildung im Bereich Pflege in Kombination mit mehrjähriger Berufserfahrung kann je nach individueller Zulassungsregelung als Qualifikation für den Studienstart genügen. Beispielhaft sind im Folgenden zwei Studiengänge näher benannt und beschrieben.

1. Studium Gesundheitsmanagement

Das duale oder berufsbegleitende Studium des Gesundheitsmanagements bereitet in sechs bis acht Semestern auf eine zukunftsfähige Tätigkeit im Management von Einrichtungen wie Pflegeheimen, Krankenhäusern und Reha-Organisationen vor, die der fortschreitenden Digitalisierung und Technologisierung des Wachstumsmarktes Gesundheit Rechnung trägt. Wollen die privaten und öffentlichen Einrichtungen wirtschaftlich arbeiten und dauerhaft profitabel sein, ist akademisches Fachwissen rund um Betriebswirtschaft, Medizin und Prävention von Bedeutung.

Fächer wie Qualitäts- und Projektmanagement, Rechnungswesen, Marketing und Organisationsentwicklung begleiten den Weg zum erfolgreichen Abschluss. Nach dem Bachelor-Studium lässt sich zudem ein Master-Studiengang absolvieren.

Zugangsvoraussetzungen für ein Gesundheitsmanagement-Studium

Altenpfleger und andere Berufsgruppen können sich für Leitungsfunktionen qualifizieren und einen Bachelorabschluss im Gesundheitsmanagement absolvieren, wenn sie folgende Voraussetzungen haben:

  • Abitur (allgemeine Hochschulreife)
  • fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • eine abgeschlossene Ausbildung zur Altenpflegerin mit mehrjähriger Berufserfahrung

2. Studium Berufspädagogik im Gesundheitswesen

Um das Gesundheitswesen fit für die Zukunft zu machen, sind Berufspädagogen für die theoretische Ausbildung des Nachwuchses gefragt. Auch für die Anleitung und Personalentwicklung von Pflegepersonal sind pädagogische Fachkräfte zuständig. Im Studium werden wissenschaftliche Grundlagen zu Medizin und Pflege vermittelt. Außerdem lernen Berufspädagogen in spe, wie sie Daten auswerten und rechtliche institutionelle Rahmenbedingen beachten. Um die Theorie des Studiums mit praktischen Erfahrungen zu unterfüttern, sind Praxiselemente vorgesehen.

  • Voraussetzungen für ein Berufspädagogik-Studium im Bereich Gesundheitswesen
  • Fachhochschulreife oder eine ähnliche Qualifikation
  • abgeschlossene Berufsausbildung in einem Pflegeberuf

Attraktive Jobangebote für Altenpfleger – bei der Deutschen Fachpflege Gruppe

Examinierte Altenpfleger, die ältere Menschen betreuen und versorgen, werden bundesweit gesucht. Die Deutsche Fachpflege Gruppe vereint als führender und bundesweit größter Anbieter für außerklinische Intensivpflege erfahrene Pflegedienste und stationäre Versorgungen unter einem Dach. Hier finden examinierte Altenpfleger*innen einen beruflichen Hafen in einem werteorientierten Unternehmen. Wenn sie in der außerklinischen Intensiv- und Beatmungspflege tätig sein möchten, ist es jedoch wichtig, dass sie sich als „Pflegefachkraft für die außerklinische Beatmung“ weiterqualifizieren. Den entsprechenden Basiskurs können sie u.a. in der DFG-Akademie absolvieren.

Die attraktiven Jobangebote richten sich nicht nur an Altenpfleger, sondern auch an Altenpflegehelfer sowie Mitarbeiter, die für eine ganzheitliche Betreuung pflegebedürftiger Menschen zuständig sind. Die Deutsche Fachpflegegruppe steht dabei für sichere Arbeitsplätze und bietet viele vertragliche Vorteile, zu denen ein unbefristeter Arbeitsvertrag, geregelte Dienstzeiten sowie attraktive Prämien und Zulagen zählen. Die Deutsche Fachpflege Gruppe stellt ein großes Zeitfenster für einzelne Pflegemaßnahmen sicher, sodass die Pflegekräfte ihre Klienten und Klientinnen mit viel Zeit und Fürsorge betreuen können.

Im Mittelpunkt des bundesweiten Versorgungsnetzes steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen und dem Recht auf eine würde- und respektvolle Betreuung und Pflege. Die Unternehmensgruppe deckt zu diesem Zweck alle Varianten der außerklinischen Intensiv- und Beatmungspflege ab und stellt mit einem eigenen Qualitätsmanagementsystem die hohe Güte der Versorgung sicher – die Bestnoten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen für die Gesellschaften der Deutschen Fachpflege Gruppe sprechen für sich.

Sie sind examinierter Altenpfleger oder Altenpflegerin auf der Suche nach einem perspektivreichen Job? Dann besuchen Sie doch einfach unsere Jobbörse! Die Deutsche Fachpflege Gruppe freut sich auf Sie!