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ALS

Definition

Amyotrophe Lateralsklerose ist eine Erkrankung des Nervensystems. Sie führt zu einer fortschreitenden und nicht heilbaren Schädigung der für die Bewegung verantwortlichen Nervenzellen (Neuronen). Es gibt zwei unterschiedliche Formen der ALS, je nachdem welche Neuronen im Körper betroffen sind. Die Krankheit kann die ersten Neuronen (befinden sich in der Hirnrinde) oder die zweiten Neuronen (befinden sich im Rückenmark) befallen. Beide Formen der Krankheit führen zu unterschiedlichen Krankheitsanzeichen.

Symptome

Im Anfangsstadium der ALS ist das Krankheitsbild sehr unterschiedlich. Auffällig sind jedoch Ausfallerscheinungen der Muskulatur. Sind die ersten Nervenzellen von der Krankheit befallen, treten Muskelkrämpfe/-verkrampfungen auf. Wenn die zweiten Neuronen betroffen sind, führt dies zunehmend zu einer Muskelschwäche, die bis zur vollständigen Erschlaffung der Muskeln reicht. Einher geht die Muskelschwäche mit Muskelschwund (Amyotrophie), dabei schwindet bzw. verkleinert sich der Muskeldurchschnitt auf unnatürlich starke Weise.

Direkte Folge der Muskelerkrankung sind Krankheitsanzeichen wie Gang-, Sprech- und Schluckstörungen. Allerdings treten die Symptome so schleichend auf, dass Betroffene oft nicht einmal mehr benennen können, wann diese Krankheitsanzeichen ihren Anfang nahmen. Insgesamt kommt es im Verlauf der Krankheit aber zu starken Einschränkungen im alltäglichen Leben und einer Intensivpflegebedürftigkeit. Die Überlebenszeit beträgt im Durchschnitt drei bis fünf Jahre.

Ursache

Die Ursache von ALS ist heute noch unbekannt. Allerdings werden bei den meisten Betroffenen genetische Faktoren festgestellt. Doch ob diese alleinige Auslöser sind, ist unklar. Die meisten Erkrankungen treten ohne familiäre Häufung auf.

Behandlung

ALS ist nicht heilbar, aber die Begleiterscheinungen können gelindert und so die Lebensqualität des Betroffenen erheblich verbessert werden. Die Behandlung setzt sich aus einer medikamentösen Therapie, die am vermuteten Krankheitsmechanismus ansetzt, und einer symptomatischen Therapie zusammen. Die symptomatische Therapie orientiert sich an den Komplikationen, die die Muskelschwäche auslösen. Orthopäden, Lungenfachärzte sowie Neurologen sind in der Behandlung involviert und werden im Endstadium der Krankheit von Mediziner unterstützt, die auf die Begleitung schwerstkranker oder sterbender Menschen spezialisiert sind. Des Weiteren kommen Beschäftigungs-, Sprach- und Physiotherapeuten zum Einsatz. Für die tägliche Pflege und Versorgung sorgen Pflegedienste, die auf die häusliche Intensivpflege spezialisiert sind. Oft werden auch Psychologen hinzugezogen, da solch eine schwere Erkrankung ebenfalls Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen hat.