Pflegewiki

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Tracheotomie

Das Wort Tracheostoma setzt sich aus den Wörtern Trachea (Luftröhre) und Stoma (künstliche/r Öffnung/Ausgang) zusammen. Ein Tracheostoma ist umgangssprachlich als Luftröhrenschnitt bekannt. Die Tracheotomie ist also ein chirurgischer Eingriff, um einen Zugang zur Luftröhre zu legen.

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Undine-Syndrom

Das Undine-Syndrom oder auch kongenitales zentrales Hypoventilationssyndrom beschreibt eine angeborene Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei Betroffenen ist die autonome Atmungskontrolle gestört, oder sie fehlt ganz. Das bedeutet, dass die Patienten nicht selbstständig ausreichend atmen. Dies kann zu lebensgefährdenden Zuständen führen. Meist tritt diese Erkrankung bereits im frühen Kindesalter auf.

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Tetraplegie

Der Fachbegriff Tetraplegie bezeichnet die Lähmung beider Arme und beider Beine. Aufgrund einer Quetschung oder Durchtrennung des Rückenmarks wird der Muskulatur das Empfinden für Schmerz, Druck oder Temperatur genommen, und sie kann weder angespannt noch bewegt werden. Die Tetraplegie ist eine Form der Querschnittslähmung.
Unterschieden wir die Tetraplegie in zwei Arten, die inkomplette Tetraplegie und die komplette Tetraplegie. Während die inkomplette Tetraplegie nur in Teilbereichen des Körpers Lähmungen hervorruft, bedeutet die komplette Tetraplegie, dass der Körper ab der Durchtrennung des Rückenmarks jegliche Bewegung und Sensibilität verliert. Da in vielen Fällen auch die Atemmuskulatur von der Lähmung betroffen ist, müssen viele Betroffene zudem künstlich beatmet werden.

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Spastische Spinalparalyse

Die spastische Spinalparalyse ist eine Erbkrankheit, die eine Schädigung bestimmter Chromosomen verursacht. Sie kann in zwei verschiedenen Altersstufen auftreten, zum einen bereits vor dem sechsten Lebensjahr und, als sogenannte Spätmanifestation, zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Im Erscheinungsbild unterscheidet man zwei Formen: die reine Form und die komplizierte Form.

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Schädel-Hirn-Trauma

Schädel-Hirn-Trauma (SHT) bezeichnet eine Verletzung des Schädels und des Gehirns. Der Schädel kann dabei gebrochen sein oder nicht. Man unterscheidet Schädel-Hirn-Traumata, nach ihrer Schwere in leichtes, mittleres und schweres SHT.

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Progressive Muskeldystrophie

Progressive Muskeldystrophie ist der Überbegriff für eine Gruppe von Skelettmuskelerkrankungen. Diese Erkrankungen sind zueinander sehr verschieden, obwohl es sich bei allen um einen chronisch fortlaufenden Funktionsverlust der Muskulatur handelt. Das Nervensystem ist dabei nicht betroffen.

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Polymositis

Die Polymyositis ist eine entzündliche Erkrankung der Skelettmuskeln und wird der Gruppe der Myositiden zugeordnet. Myositiden sind im Allgemeinen entzündliche Erkrankungen der Muskulatur. Bei einer Polymyositis sind gleichzeitig mehrere Muskel(-partien) von Entzündungen betroffen. Verglichen mit anderen Formen der Myositiden tritt die Polymyositis relativ selten auf.

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Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Poliomyelitis (kurz: Polio oder auch als Kinderlähmung bekannt) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren übertragen wird. Das Krankheitsbild verläuft zumeist harmlos, doch ist Polio dafür bekannt, das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) zu befallen, wodurch es zu bleibenden Lähmungen kommt. Bei einem Befall der Atemmuskeln führt die Krankheit sogar zum Tod.

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Neuromuskuläre Erkrankungen

Der Begriff »Neuromuskuläre Erkrankung« umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungsformen, die alle eine muskuläre Schwäche bzw. eine vorzeitige Ermüdbarkeit der Muskulatur gemeinsam haben. Es handelt sich hierbei um Erkrankungen sowohl der Muskeln als auch der Nerven.

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Myotonia congenita Thomsen

Myotonia congenita Thomsen bezeichnet eine vererbte Störung der Muskelfunktionen, die besonders nach plötzlichen Bewegungen oder Erschrecken auftritt. Charakteristisch für Myotonia congenita Thomsen ist die Steifigkeit der Muskulatur. Die Steifigkeit kann durch wiederholte Bewegungen gelindert werden (»warm-up-Phänomen«). Besonders Männer sind öfter betroffen als Frauen, bei denen die Krankheit manchmal erst durch eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Schwangerschaft in Erscheinung tritt.

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Myositis (Muskelentzündung)

Myositis ist ein Überbegriff für Entzündungen der Skelettmuskulatur. Sie ist eher selten und verläuft je nach Ursache akut oder chronisch. Es wird zwischen drei wesentlichen Erscheinungsformen unterschieden: Polymyositis, Dermatomyositis und Einschlusskörpermyositis. Je nach Krankheitsverlauf kann eine Myositis zur Pflegebedürftigkeit und sogar Intensivpflege Bedarf der betroffenen Person führen.

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Myopathien

Sämtliche Erkrankungen der Muskeln, die nicht das Nervensystem betreffen, werden als Myopathien (griechisch »Muskelleiden“) bezeichnet. Charakteristisch für die Erkrankung ist eine Schwäche der Muskulatur. Das Krankheitsbild ist geprägt von der strukturellen Veränderung bzw. von der funktionellen Beeinträchtigung der betroffenen Muskeln. Die Muskelerkrankungen sind eher selten und können auch nur vorübergehend auftreten. Es wird unterschieden zwischen primären bzw. erblichen Myopathien und sekundären bzw. erworbenen Muskelkrankheiten.

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Muskelatrophie

Unter einer Muskelatrophie versteht man eine Schwächung der Muskelzellen, welche im Krankheitsverlauf zu einem Abbau eben dieser führt. Hieraus entstand der im Allgemeinen bekannte Begriff Muskelschwund, eine Verkleinerung des Durchmessers der einzelnen Skelettmuskeln.

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Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose, auch kurz als MS oder als Encephalomyelitis disseminata bekannt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. In Mitteleuropa gilt sie neben der Epilepsie als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen jüngerer Erwachsener. Bei betroffenen Patienten kommt es zu verstreut auftretenden Entzündungen im Bereich des Gehirns oder des Rückenmarks. Diese Entzündungen können verschiedenste neurologische Symptome hervorrufen.

Unterschieden wird in drei Verlaufsformen der Multiplen Sklerose. Bei der schubförmigen remittierenden MS treten einzelne Schübe auf, die deutlich voneinander abgrenzt werden können. Diese Schübe bilden sich anfangs meist vollständig, später nur noch teilweise zurück. Eine andere Verlaufsform ist die primäre progrediente MS. Hier tritt die Krankheit in schleichender Form ohne Schübe auf. Diese Form ist die seltenste der MS-Formen. Eine Art Mischform ist die sekundäre progrediente MS. Bei fortschreitender Krankheit geht eine rein schubförmige MS oft in eine sekundäre progrediente Form über.

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Mukoviszidose (zystische Fibrose)

Mukoviszidose oder auch zystische Fibrose, ist eine Krankheit, bei der die Patienten an einer Störung leiden, die die Produktion der Körperflüssigkeiten betrifft, was bedeutet, dass die Sekrete sehr viel zäher sind als üblicherweise. Der Name der Krankheit setzt sich aus »Mucus« (Schleim) und »viscidus« (zäh) zusammen. In Deutschland leben rund 8.000 Betroffene, somit zählt Mukoviszidose zu den selteneren Krankheiten. Zeitgleich ist es eine der häufigsten angeborenen Stoffwechselerkrankungen in Europa und Nordamerika.

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Meningitis

Eine Meningitis ist eine akute Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshaut. Die klassische Hirnhautentzündung entsteht durch eine bakterielle Infektion und tritt meistens im Kleinkind- bis Jugendalter auf. Die bakterielle Meningitis stellt immer eine akute Notfallsituation dar und muss schnellstmöglich medizinisch behandelt werden. Meistens ist der Auslöser einer bakteriellen Meningitis eine der folgenden Bakterienart: Meningokokken, Pneumokokken oder das Haemophilus influenzae. Unterschieden wird hierbei zwischen einer eitrigen und einer nicht-eitrigen Meningitis.
Eine andere Form der Meningitis ist die abakterielle Meningitis. Diese entsteht durch eine Infektion mit Viren. Meist kommt es hierbei zu einer Infektion mit dem FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Das FSME-Virus wird durch einen Zeckenbiss übertragen. Ebenfalls wird eine Infektion häufig durch ein Herpesvirus verursacht. Selten kann es auch zu einer pilzbedingten Meningitis kommen.

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Lungenemphysem

Bei Patienten, die an einem Lungenemphysem erkrankt sind, sind die Lungenbläschen (Alveolen) teilweise zerstört und überdehnt. Oft wird ein Lungenemphysem auch als Überblähung der Lunge bezeichnet. Sind die Lungenbläschen zerstört, nimmt die innere Oberfläche der Lunge ab. Als Folge fallen die kleineren Bronchien, die direkt mit den Alveolen verbunden sind, in sich zusammen – die Atmung ist erschwert. Wichtige Funktionen der Lunge können nicht mehr richtig erfüllt werden.
In den meisten Fällen tritt ein Lungenemphysem in Zusammenhang mit einer verengenden Bronchitis auf. Man spricht in diesem Fall dann von einer COPD (»chronic obstructive pulmonary disease«).

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Locked-in-Syndrom

Bei dem Locked-in-Syndrom (LiS) handelt es sich um eine fast vollständige körperliche Lähmung. Die Betroffenen befinden sich in einem Zustand, in dem sie bei vollem Bewusstsein sind, sich jedoch sprachlich oder durch Bewegungen nicht äußern können. Meist bleibt die Fähigkeit mit den Augen zu zwinkern erhalten, auch ist eine vertikale Augenbewegung möglich.

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Hypoxische Hirnschädigung

Der hypoxische Hirnschaden ist eine Hirnschädigung, die als Folge eines massiven Sauerstoffmangels im Gehirn entsteht. Diese Unterversorgung des Gehirns sorgt für schwerste Störungen der Hirnfunktionen. Meist entsteht eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff durch eine Situation, in der die Betroffenen reanimationspflichtig sind (d.h. wiederbelebt werden müssen).

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Frühkindliche Hirnschädigung

Unter dem Sammelbegriff »Frühkindliche Hirnschädigung« versteht man eine Schädigung des Zentralnervensystems, die zwischen dem 6. Schwangerschaftsmonat und dem 3. bis 6. Lebensjahr auftreten kann.

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Enzephalopathie

Enzephalopathie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen oder Schädigungen von Gehirnfunktionen eines Menschen, die das ganze Gehirn betreffen und nicht nur einzelne Gehirnabschnitte. Die Krankheit kann verschiedene Formen annehmen. Zu diesen zählen beispielsweise eine HIV-Enzephalopathie, eine hepatische Enzephalopathie als Folge von Lebererkrankungen oder auch eine nephrogene Enzephalopathie als Folge einer Niereninsuffizienz.

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COPD

Die Abkürzung COPD steht im Englischen für »chronicobstructive pulmonary disease«. Es handelt sich um eine dauerhafte Lungenerkrankung, bei der die Atemwege entzündet und verengt sind. Die COPD ist die häufigste Erkrankung der Atmungsorgane und hält weltweit betrachtet den vierten Platz der Todesursachenstatistik.

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Autoimmunerkrankungen

Von einer Autoimmunerkrankung wird gesprochen, wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Die eigentliche Aufgabe des Immunsystems ist es, fremde und krankmachende Eiweiße/Erreger zu erkennen und zu bekämpfen. Bei einer Autoimmunerkrankung ist es jedoch nicht mehr in der Lage, zwischen körpereigenen und -fremden Eiweißmolekülen zu unterscheiden. Folge ist, dass die T-Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen zählen, das eigene Gewebe angreifen. Dies führt zu dauerhaften (chronischen) Entzündungen.

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Apoplex

Ein Apoplex, auch Apoplexie genannt, ist eine Durchblutungsstörung eines Organs. Wird der Begriff Apoplex ohne Spezifizierung verwendet, ist meist die Rede von einem Hirnschlag, der in der medizinischen Fachterminologie als Apoplexia cerebri bezeichnet wird. Auch die Begriffe Gehirnschlag, Hirninfarkt, apoplektischer Insult, zerebraler Insult, zerebrovaskulärer Insult und ischämischer Infarkt umschreiben dasselbe Krankheitsbild und sind im Allgemeinen als Schlaganfall bekannt.

Bei einem Apoplex cerebri liegt eine Durchblutungsstörung im Gehirn vor, infolge derer die Gehirnzellen einer oder mehrerer Hirnregionen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Glucose versorgt werden können und die Hirnzellen absterben.

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Apallisches Syndrom (Wachkoma)

Unter einem apallischen Syndrom versteht man den Zustand zwischen tiefer Bewusstlosigkeit (Koma) und bewusstem Wachsein – umgangssprachlich als Wachkoma bekannt. Betroffene sind nicht in der Lage, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen, sie sind bewegungsunfähig und müssen künstlich ernährt werden. Bei einigen Patienten ist auch eine maschinelle Beatmung vonnöten. Wachkomapatienten haben trotz ihres Zustands regelmäßige Schlafphasen.

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ALS

Amyotrophe Lateralsklerose ist eine Erkrankung des Nervensystems. Sie führt zu einer fortschreitenden und nicht heilbaren Schädigung der für die Bewegung verantwortlichen Nervenzellen (Neuronen). Es gibt zwei unterschiedliche Formen der ALS, je nachdem welche Neuronen im Körper betroffen sind. Die Krankheit kann die ersten Neuronen (befinden sich in der Hirnrinde) oder die zweiten Neuronen (befinden sich im Rückenmark) befallen. Beide Formen der Krankheit führen zu unterschiedlichen Krankheitsanzeichen.

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