Ratgeber Intensivpflege

Ratgeber Intensivpflege


Portale und Webseiten

Robert Koch-Institut (RKI)

www.rki.de

Das Robert Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Verschiedene Kommissionen geben wichtige Empfehlungen. Relevant für die Pflege ist die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO).

Bundesverband Medizintechnologie e.V.

www.bvmed.de

Der Bundesverband Medizintechnologie e.V. ist ein Zusammenschluss von über 230 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizinbranche. Hier sind umfangreiche Informationen rund um medizinische Themen, Medizintechnologie und Hilfsmittel zusammengefasst.

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)

www.dnqp.de

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege entwickelt Expertenstandards für die Pflege. Die Präambeln und die eigentlichen Expertenstandards gibt es dort kostenlos, die Kommentierungen sind allerdings kostenpflichtig zu bestellen.

Nationale Versorgungs-Leitlinien

www.leitlinien.de/nvl

Das Programm Nationale Versorgungs-Leitlinien ist ein e gemeinsame Initiative von Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften zur Qualitätsförderung in der Medizin, Es gibt z.B. Leitlinien zu CODD oder Diabetes.

Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM)

www.dgem.de

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. ist eine multidisziplinäre Vereinigung aller Berufsgruppen, die sich mit Ernährungsmedizin befassen. Sie gibt u. a. Leitlinien heraus, z.B. zur enteralen Ernährung, Adipositas und Diabetes.

Deutsche Atemwegsliga e.V.

www.atemwegsliga.de

Die Deutsche Atemwegsliga e.V. will Ärzte, Pflegende und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen über neue wissenschaftliche Erkenntnisse informieren. Hier sind viele wertvolle Informationen zu den chronische-obstruktiven Lungenerkrankungen zu finden.

Bundesverband für Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. und Deutsche Wachkoma Gesellschaft

www.schaedel-hirnpatienten.de

Der Bundesverband für Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. und die Deutsche Wachkoma Gesellschaft bieten eine Vielzahl von theoretischen und praktischen Informationen rund um schädel-Hirn-Trauma und Wachkoma

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)

www.dgpalliativmedizin.de

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. ist interdisziplinär organisiert und bietet Informationen rund um palliativmedizinische Themen.

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM)

www.dgm.org

Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. ist die größte Selbsthilfeorganisation für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen in Deutschland. Sie bietet viele Informationen und Tipps, hilfreiche Adressen und interessante Links.

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Netzwerke und Verbände

Netzwerke und Verbände

Ein interdisziplinärer Austausch zwischen Ärzten, Pflegekräften, Medizinprodukteberatern, Therapeuten, Sozialpädagogen u. a. zur Versorgung von Menschen in der außerklinischen Intensivpflege ist wichtig, um Pflegekunden ein selbstbestimmtes und sicherer Leben außerhalb der Klinik zu ermöglichen. Netzwerke und Verbände sind in der außerklinischen Intensivpflege, im Vergleich zu anderen Spezialisierungsgebieten, noch deutlich seltener zu finden. Das hat auch damit zu tun, dass dieser Versorgungsbereich noch relativ neu und auch in Fachkreisen noch recht unbekannt ist. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Pflegende Fachgesellschaften, Fachverbände, Selbsthilfegruppen und Netzwerke kennen und auch Lobbyarbeit für Menschen mit Tracheostoma und Beatmung erbringen. Nachfolgend einige Beispiele für Netzwerke und Verbände ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Fachgesellschaften

Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung e.V. (DIGAB)

www.digab.de

Die wesentlichen Aufgaben der DIGAB liegen im Aufbau von neuen und in der Verbesserung von bestehenden Organisationsstrukturen in der außerklinischen Beatmung. Die DIGAB repräsentiert dabei diese Fachgebiet sowie die betroffenen Patienten. Schließlich fördert sie auch auf wissenschaftlicher Ebene alle Teilbereiche, die die außerklinische Beatmung betreffen. Sie hat u. a. einen Anforderungskatalog für die Qualifikation von Pflegenden in der außerklinischen Intensivpflege veröffentlicht. Es ist das Wesen der DIGAB, dass unterschiedliche Berufsgruppen, wie Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Atmungstherapeuten, Logopäden und andere Berufsgruppen aus den verschiedenen Bereichen der Medizin gemeinsam zusammen mit Patienten und Angehörigen sowie ihren Vertretern an den Zielen der DIGAB arbeiten

Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e. V. (DGSM)

www.dgsm.de

Die DGSM befasst sich mit der Erforschung des Schlafs und seiner Störungen sowie mit der klinischen Diagnostik und Therapie von Schlaf-Wach-Störungen. Den interdisziplinären Charakter der DFSM spiegeln die beruflichen Profile der Mitglieder wieder, zu denen Ärzte der Pneumologie, Inneren Medizin, Neurologie, Psychiatrie, HNO-Heilkunde, Pädiatrie sowie Physiologen, Psychologen, Biologen und weitere Naturwissenschaftler zählen.

Fachverbände

Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP)

www.pneumologenverband.de

Der BdP ist ein Zusammenschluss von Internisten mit Schwerpunkt Pneumologie sowie  von pädiatrischen Pneumologen. Seit 1964 vertritt er die Interessen seiner Mitglieder im Bundesgebiet gegenüber den Körperschaften des öffentlichen Rechts, Behörden, Krankenkassen und politischen Parteien sowie gegenüber der ärztlichen Selbstverwaltung und freien ärztlichen Verbänden. Der BdP ist regional in zwölf eigenständige Landesverbände gegliedert. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie hat sich dem BdP angeschlossen.

Deutscher Verband für Physiotherapie e.V. (ZVK), AG Atemtherapie

www.physio-deutschland.de

Der ZVK besteht aus dem Bundesverband und 13 Landesverbänden. Die Landesverbände sind eigenständige Organisationen, d. h. selbstständige Vereine, die ihre Arbeit an der Basis leisten und ihre Mitglieder vor Ort betreuen. Er ist eine Interessenvertretung und beteiligt an der Positionierung und Entwicklung des Berufsstands. Er tritt auch für die ökonomische und fachliche Sicherung seiner Mitglieder ein.

In der AG Atemtherapie (www.ag-atemtherapie.de) innerhalb des Verbands sind Physiotherapeuten mit dem Schwerpunkt Atemtherapie (Atemphysiotherapie) organisiert. Deren Ziel ist das bestmögliche Wiederherstellen und Erhalten einer uneingeschränkten Atmung.

RehaVital Gesundheitsservice GmbH

www.rehavital.de

RehaVital ist eine Gemeinschaft von 120 Sanitätsfachgeschäften und Gesundheitsfachbetrieben. Die regionale Stärke sowie die Kompetenz in den Bereichen Rehabilitation, Mobilität, Orthopädie, Home Care und Medizintechnik machen sie zu einem der führenden Anbieter für Hilfsmittelversorgung in Deutschland. RehaVital-Mitglieder sind an mehr als 500 Standorten in ganz Deutschland vertreten. Sie führen jährlich mehrerer Millionen Patientenversorgungen durch.

Netzwerke       

Fachgesellschaft für Außerklinische Intensivpflege e.V. (KNAIB)

www.knaib.de

KNAIB ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss von Berufsgruppen und Institutionen aus dem Bereich der außerklinischen Intensivpflege. Ziel des Netzwerks ist es, die Versorgungsqualität in der außerklinischen Intensivpflege zu optimieren und auf das bestmögliche Maß anzuheben. Die Experten treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch in Arbeitsgruppen und entwickeln Qualitätsstandards, die in Kooperation mit Hochschulen evaluiert und weiterentwickelt werden.

Competenz Netzwerk außerklinische Intensivversorgung e.V. (CNI)

www.cni-net.de

Wie kann die Versorgung von Pflegekunden in der Intensivpflege optimiert werden? Diese Frage war Ausgangspunkt einiger renommierter Unternehmen, die in der Intensivpflege seit Jahren erfolgreich tätig sind und bereits zusammenarbeiten. Aus diesem gemeinsamen Interesse und der daraus resultierenden gemeinsamen Intention wurde das CNI gegründet.

Ziel dieses Zusammenschlusses ist, die Qualität in der Versorgung von Intensivpatienten im außerklinischen Bereich zu verbessern. Zweck und Aufgabe des Vereins ist es, eine höhere Transparenz in das Leistungsangebot von Unternehmen innerhalb der außerklinischen Intensivpflege zu bringen. Die Basis hierfür bilden klar definierte Qualitätsstandards, die von allen Mitgliedern des Vereins anerkannt sind und gleichermaßen im eigenen Unternehmen konsequent eingehalten werden. Der Verein überprüft seine Mitglieder regelmäßig auf das Einhalten dieser Kriterien, die zudem als Aufnahmebedingung für neue Mitglieder gelten. Interessierte Unternehmen können beim Verein den Antrag auf Aufnahmen stellen.

Arbeitsgemeinschaft Lebenswelten für Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene mit Beatmung

www.lebens-welten.de

Die fortschreitende Entwicklung in der Intensivmedizin und in der Medizintechnik hat dazu geführt, dass Kinder und Jugendliche auch mit schwersten körperlichen Behinderungen, wie der Abhängigkeit von maschineller Beatmung, eine langfristige Lebensperspektive außerhalb von Intensivstationen im Sinne der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben können. Die Umsetzung ist aber leider nicht immer gegeben.

Spezialeinrichtungen der Behinderten- und Eingliederungshilfe, ambulante Pflegedienste, Kinderkliniken und andere Organisationen haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Lebenswelten für Kinder und Jugendliche mit Beatmung zusammengeschlossen, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft will ihnen eine Stimme und damit Gehört für ihre besonderen Belange und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit verschaffen. Sie verfolgt das Ziel, qualifizierte Angebote zu entwickeln, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und zu vernetzen, damit Kinder und Jugendlichen mit Beatmung eine ihren individuellen Erfordernisse entsprechende bestmögliche medizinisch-therapeutisch, pflegerische und pädagogisch-psychosoziale Förderung erhalten.

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Auf einen Blick – Pflegestärkungsgesetz II

In diesem Jahr ist das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten und die in diesem neuen Gesetz verankerten Veränderungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen im kommenden Jahr wirksam werden. Kernstück dieses zweiten Pflegestärkungsgesetzes ist die gesetzliche verbindliche Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, mit dem die bisherige Benachteiligung der Menschen, die nicht als pflegebedürftig eingestuft wurden, beseitigt werden soll.

Was aber bedeutet das konkret? Was genau ändert sich für Pflegebedürftige, was für ihre pflegenden Angehörigen? Welche spezifischen Voraussetzungen müssen für die Eingruppierung in einen der fünf Pflegegrade gegeben sein?

Mit unserer Broschüre möchten wir diesen und anderen offenen Fragen auf den Grund gehen und Ihnen die wichtigsten Informationen mit auf den Weg geben.

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Die optimale Vorbereitung auf Ihre MDK-Begutachtung

Seit dem 1. Januar 2017 gilt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, der im Rahmen des zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) definiert wurde. Als pflegebedürftig gelten nun Personen, die dauerhaft Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeitsstörungen aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Körperliche, kognitive und psychische Beeinträchtigungen werden hierbei jetzt gleichermaßen berücksichtigt.

Zur Feststellung einer Pflegebedürftigkeit und der damit verbundenen Einstufung in einen Pflegegrad werden die Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeitsstörungen einer Person in einem Begutachtungsverfahren durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) beurteilt.

Mithilfe des »Selbstständigkeitsmeters« in unserer Broschüre können Sie sich auf den Begutachtungsbesuch des MDK vorbereiten. Es ermöglicht Ihnen, Ihre persönliche Einschätzung der Pflegesituation festzuhalten und dem Gutachter darzulegen. Auch bei einem Widerspruch gegen ein Einstufungsergebnis ist das »Selbstständigkeitsmeter« eine hilfreiche Argumentationsgrundlage.

Unsere Broschüre zum Selbstständigkeitsmeter finden Sie HIER

 

 

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Entwöhnung von Langzeitbeatmung

Wenn eine künstliche Beatmung nicht mehr notwendig ist, sollte der Patient möglichst von dem Beatmungsgerät entwöhnt werden. Dieser Vorgang wird in der Medizin Weaning genannt und beschreibt die langsame Reduzierung der Leistung des Beatmungsgerätes. Hierdurch soll die eigene Atemmuskulatur wieder angeregt werden. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis der Patient seine Atmung selbstständig aufrechterhalten kann. In der Zeit des Weanings werden die betroffenen Personen von einem auf die Häusliche Intensivpflege spezialisierten Pflegedienst betreut (so das Weaning nicht in der Klinik erfolgt). Ist die Entwöhnung von der Langzeitbeatmung nicht möglich und die Beatmung muss auf Dauer fortgesetzt werden, ist die intensivpflegerische Betreuung durch einen spezialisierten Pflegedienst ebenfalls nötig.

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Transferpflege

Eine Interimsform des Versorgungssettings stellt die Transferpflege als temporäre, übergangsweise häusliche Versorgung dar. Hier werden Patienten, die eine Einzelversorgung wünschen, in von uns betreute Wohngemeinschaften und somit in eine häusliche Umgebung übergeleitet. Sie werden dort so lange versorgt, bis der ortsnahe Pflegedienst ein Team für die Versorgung zusammengestellt hat.

Der Vorteil für Patienten ist die zügige Umsetzung der Entlassung aus dem klinischen Bereich. Angehörige erfahren in der Transferpflege unmittelbar Entlastung und Unterstützung. Die Entlassung aus dem klinischen Umfeld in eine Häuslichkeit mit Privatsphäre für Patient und Angehörige, flankiert von fachlich kompetenter Betreuung und psychosozialer Unterstützung, bringen die erforderlichen Voraussetzungen zur körperlichen und seelischen Gesundung mit.

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Überleitung

Die Überleitung eines Patienten aus der Klinik in die eigene Häuslichkeit stellt einen sehr sensiblen Bereich dar. Durch strukturiertes Überleitungsmanagement stellen die Deutsche Fachpflege Gruppe und ihre Gesellschaften sicher, dass eine koordinierte Überleitung der Patienten aus der Klinik in ihre Häuslichkeit gewährleistet ist. Dabei profitieren die Patienten von unserer individuellen Beratung und jahrelangen

Erfahrung bei der Betreuung schwerkranker und beatmeter Patienten. Der Erstkontakt erfolgt in der Regel durch den Anruf eines Angehörigen oder der behandelnden Klinik bei einem unserer Pflegedienste bzw. dem zentralen Patientenmanagement der Deutschen Fachpflege Gruppe. Dort wird umgehend alles daran gesetzt, eine schnelle und unkomplizierte Lösung im Sinne des Patienten und seinen Angehörigen zu finden. Einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg aus der Klinik in die Versorgung bildet dabei das Erstgespräch, an dem idealerweise der Patient selbst, seine Angehörigen, der behandelnde Arzt, zuständige Sozialdienst sowie ein Vertreter des versorgenden Pflegedienstes teilnehmen. Wichtig ist es, einen umfassenden Überblick über die Lebenssituation des Patienten, den Grad seiner Beeinträchtigungen, seine Veränderungsbereitschaft, seinen grundsätzlichen Bedarf an Hilfeleistung und deren Dringlichkeit unter Achtung seiner Bedürfnisse zu erhalten und eine Einschätzung hinsichtlich sozialer, personeller und materieller Ressourcen abzugeben. Sind alle offenen Fragen nachhaltig geklärt, wird eine strukturierte und von erfahrenen Pflegeteams begleitete Überleitung eingeleitet. Für die Deutsche Fachpflege Gruppe und ihre Pflegedienste steht dabei an erster Stelle, ihren Patienten einen guten Start in ihrem neuen  Lebensumfeld zu bereiten. Unsere Pflegedienstleitungen und ihre Pflegeteams stehen für die professionelle Betreuung ihrer Patienten, sind erster Ansprechpartner und sichern die hohe Pflegequalität der Deutschen Fachpflege Gruppe.

Ziele der Überleitung

  • Schließung der Versorgungskette
  • Steigerung der Versorgungsqualität
  • Unnötige Belastung von Angehörigen und Patienten vermeiden
  • Unterstützung der Angehörigen und Patienten durch Schulungen und Beratungen
  • Bedarfsgerechte poststationäre Versorgung sicher stellen
  • Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte

 

Wer ist an einem Überleitungsmanagement beteiligt?

 

Klinikintern

  • Pflegekräfte
  • Behandelnde Ärzte
  • Atmungstherapeut
  • Sozialarbeiter, Casemanager
  • Therapeuten wie Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden

Außerklinisch

  • Übernehmender Pflegedienst, Pflegeeinrichtung
  • Sanitätshaus, Versorger
  • Krankenkassen, Pflegekassen, Sozialamt
  • Hausarzt, Facharzt, Atmungstherapeut im Einzelfall
  • Niedergelassene Therapeuten

 

Die 3 Phasen des Überleitungsmanagements

Erste Phase

  • Beginnt mit der Feststellung, dass der Pflegekunde im Anschluss an eine Akutbehandlung oder Rehabilitation eine außerklinische Intensivpflege benötigt
  • Beratung durch Sozialdienst über verschiedene Versorgungsmöglichkeiten wie:
  • Ambulante, häusliche Einzelversorgung
  • Versorgung nach dem Arbeitgebermodell
  • Jeweiligen Finanzierungsmöglichkeiten

Zweite Phase

  • Auf Wunsch erfolgt die Kontaktaufnahme mit dem weiterversorgenden Intensivpflegedienst bzw. einer Einrichtung
  • Gemeinsamer Termin mit Patient, Angehörigen und Pflegedienst bzw. Pflegeeinrichtung wird in der Klinik organisiert
  • Besichtigung der Häuslichkeit bzw. Wohngruppe oder Pflegeeinrichtung
  • Finanzierungsmöglichkeiten werden besprochen, evtl. Kontaktaufnahme mit Sozialamt

Dritte Phase

  • Nach der Entscheidung für eine Versorgungsform und den Pflegeanbieter beginnt der Sozialdienst die notwendigen Formalitäten in die Wege zu leiten
  • Verordnung häuslicher Krankenpflege mit dem Bedarf der Behandlungspflege durch den behandelnden Arzt
  • Erstellen eines Überleitungsbogens
  • Beantragen eines Pflegegrads
  • Klären der Hilfsmittelversorgung
  • Antrag auf Zuzahlungsbefreiung
  • Erstellen einer zeitlichen Ablaufplanung
  • Anträge und Formulare werden an Krankenkassen und Pflegedienste geschickt
  • Pflegedienst beantragt Kostenübernahme bei der Krankenkasse
  • Entscheidung für die Versorgung trifft die KK aufgrund des Gutachtens vom MDK
  • Team für die Versorgung wird durch den Pflegedienst organisiert
  • Entlass Datum wird festgelegt
  • Probleme mit der Genehmigung der Intensivpflege oder der Hilfsmittelversorgung sind mit einzuplanen
  • Nach endgültiger Kostenklärung kann die Entlassung stattfinden
  • Lieferung der Hilfsmittel erfolgt meist am Tag vor der Entlassung
  • Für den gesamten Überleitungsprozess müssen ca. 4 bis 6 Wochen eingeplant werden
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Tracheotomie

Das Wort Tracheostoma setzt sich aus den Wörtern Trachea (Luftröhre) und Stoma (künstliche/r Öffnung/Ausgang) zusammen. Ein Tracheostoma ist umgangssprachlich als Luftröhrenschnitt bekannt. Die Tracheotomie ist also ein chirurgischer Eingriff, um einen Zugang zur Luftröhre zu legen.

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Undine-Syndrom

Das Undine-Syndrom oder auch kongenitales zentrales Hypoventilationssyndrom beschreibt eine angeborene Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei Betroffenen ist die autonome Atmungskontrolle gestört, oder sie fehlt ganz. Das bedeutet, dass die Patienten nicht selbstständig ausreichend atmen. Dies kann zu lebensgefährdenden Zuständen führen. Meist tritt diese Erkrankung bereits im frühen Kindesalter auf.

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Tetraplegie

Der Fachbegriff Tetraplegie bezeichnet die Lähmung beider Arme und beider Beine. Aufgrund einer Quetschung oder Durchtrennung des Rückenmarks wird der Muskulatur das Empfinden für Schmerz, Druck oder Temperatur genommen, und sie kann weder angespannt noch bewegt werden. Die Tetraplegie ist eine Form der Querschnittslähmung.
Unterschieden wir die Tetraplegie in zwei Arten, die inkomplette Tetraplegie und die komplette Tetraplegie. Während die inkomplette Tetraplegie nur in Teilbereichen des Körpers Lähmungen hervorruft, bedeutet die komplette Tetraplegie, dass der Körper ab der Durchtrennung des Rückenmarks jegliche Bewegung und Sensibilität verliert. Da in vielen Fällen auch die Atemmuskulatur von der Lähmung betroffen ist, müssen viele Betroffene zudem künstlich beatmet werden.

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Spastische Spinalparalyse

Die spastische Spinalparalyse ist eine Erbkrankheit, die eine Schädigung bestimmter Chromosomen verursacht. Sie kann in zwei verschiedenen Altersstufen auftreten, zum einen bereits vor dem sechsten Lebensjahr und, als sogenannte Spätmanifestation, zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Im Erscheinungsbild unterscheidet man zwei Formen: die reine Form und die komplizierte Form.

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Schädel-Hirn-Trauma

Schädel-Hirn-Trauma (SHT) bezeichnet eine Verletzung des Schädels und des Gehirns. Der Schädel kann dabei gebrochen sein oder nicht. Man unterscheidet Schädel-Hirn-Traumata, nach ihrer Schwere in leichtes, mittleres und schweres SHT.

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Progressive Muskeldystrophie

Progressive Muskeldystrophie ist der Überbegriff für eine Gruppe von Skelettmuskelerkrankungen. Diese Erkrankungen sind zueinander sehr verschieden, obwohl es sich bei allen um einen chronisch fortlaufenden Funktionsverlust der Muskulatur handelt. Das Nervensystem ist dabei nicht betroffen.

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Polymositis

Die Polymyositis ist eine entzündliche Erkrankung der Skelettmuskeln und wird der Gruppe der Myositiden zugeordnet. Myositiden sind im Allgemeinen entzündliche Erkrankungen der Muskulatur. Bei einer Polymyositis sind gleichzeitig mehrere Muskel(-partien) von Entzündungen betroffen. Verglichen mit anderen Formen der Myositiden tritt die Polymyositis relativ selten auf.

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Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Poliomyelitis (kurz: Polio oder auch als Kinderlähmung bekannt) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren übertragen wird. Das Krankheitsbild verläuft zumeist harmlos, doch ist Polio dafür bekannt, das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) zu befallen, wodurch es zu bleibenden Lähmungen kommt. Bei einem Befall der Atemmuskeln führt die Krankheit sogar zum Tod.

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Neuromuskuläre Erkrankungen

Der Begriff »Neuromuskuläre Erkrankung« umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungsformen, die alle eine muskuläre Schwäche bzw. eine vorzeitige Ermüdbarkeit der Muskulatur gemeinsam haben. Es handelt sich hierbei um Erkrankungen sowohl der Muskeln als auch der Nerven.

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Myotonia congenita Thomsen

Myotonia congenita Thomsen bezeichnet eine vererbte Störung der Muskelfunktionen, die besonders nach plötzlichen Bewegungen oder Erschrecken auftritt. Charakteristisch für Myotonia congenita Thomsen ist die Steifigkeit der Muskulatur. Die Steifigkeit kann durch wiederholte Bewegungen gelindert werden (»warm-up-Phänomen«). Besonders Männer sind öfter betroffen als Frauen, bei denen die Krankheit manchmal erst durch eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Schwangerschaft in Erscheinung tritt.

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Myositis (Muskelentzündung)

Myositis ist ein Überbegriff für Entzündungen der Skelettmuskulatur. Sie ist eher selten und verläuft je nach Ursache akut oder chronisch. Es wird zwischen drei wesentlichen Erscheinungsformen unterschieden: Polymyositis, Dermatomyositis und Einschlusskörpermyositis. Je nach Krankheitsverlauf kann eine Myositis zur Pflegebedürftigkeit und sogar Intensivpflege Bedarf der betroffenen Person führen.

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Myopathien

Sämtliche Erkrankungen der Muskeln, die nicht das Nervensystem betreffen, werden als Myopathien (griechisch »Muskelleiden“) bezeichnet. Charakteristisch für die Erkrankung ist eine Schwäche der Muskulatur. Das Krankheitsbild ist geprägt von der strukturellen Veränderung bzw. von der funktionellen Beeinträchtigung der betroffenen Muskeln. Die Muskelerkrankungen sind eher selten und können auch nur vorübergehend auftreten. Es wird unterschieden zwischen primären bzw. erblichen Myopathien und sekundären bzw. erworbenen Muskelkrankheiten.

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Muskelatrophie

Unter einer Muskelatrophie versteht man eine Schwächung der Muskelzellen, welche im Krankheitsverlauf zu einem Abbau eben dieser führt. Hieraus entstand der im Allgemeinen bekannte Begriff Muskelschwund, eine Verkleinerung des Durchmessers der einzelnen Skelettmuskeln.

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Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose, auch kurz als MS oder als Encephalomyelitis disseminata bekannt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. In Mitteleuropa gilt sie neben der Epilepsie als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen jüngerer Erwachsener. Bei betroffenen Patienten kommt es zu verstreut auftretenden Entzündungen im Bereich des Gehirns oder des Rückenmarks. Diese Entzündungen können verschiedenste neurologische Symptome hervorrufen.

Unterschieden wird in drei Verlaufsformen der Multiplen Sklerose. Bei der schubförmigen remittierenden MS treten einzelne Schübe auf, die deutlich voneinander abgrenzt werden können. Diese Schübe bilden sich anfangs meist vollständig, später nur noch teilweise zurück. Eine andere Verlaufsform ist die primäre progrediente MS. Hier tritt die Krankheit in schleichender Form ohne Schübe auf. Diese Form ist die seltenste der MS-Formen. Eine Art Mischform ist die sekundäre progrediente MS. Bei fortschreitender Krankheit geht eine rein schubförmige MS oft in eine sekundäre progrediente Form über.

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Mukoviszidose (zystische Fibrose)

Mukoviszidose oder auch zystische Fibrose, ist eine Krankheit, bei der die Patienten an einer Störung leiden, die die Produktion der Körperflüssigkeiten betrifft, was bedeutet, dass die Sekrete sehr viel zäher sind als üblicherweise. Der Name der Krankheit setzt sich aus »Mucus« (Schleim) und »viscidus« (zäh) zusammen. In Deutschland leben rund 8.000 Betroffene, somit zählt Mukoviszidose zu den selteneren Krankheiten. Zeitgleich ist es eine der häufigsten angeborenen Stoffwechselerkrankungen in Europa und Nordamerika.

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Meningitis

Eine Meningitis ist eine akute Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshaut. Die klassische Hirnhautentzündung entsteht durch eine bakterielle Infektion und tritt meistens im Kleinkind- bis Jugendalter auf. Die bakterielle Meningitis stellt immer eine akute Notfallsituation dar und muss schnellstmöglich medizinisch behandelt werden. Meistens ist der Auslöser einer bakteriellen Meningitis eine der folgenden Bakterienart: Meningokokken, Pneumokokken oder das Haemophilus influenzae. Unterschieden wird hierbei zwischen einer eitrigen und einer nicht-eitrigen Meningitis.
Eine andere Form der Meningitis ist die abakterielle Meningitis. Diese entsteht durch eine Infektion mit Viren. Meist kommt es hierbei zu einer Infektion mit dem FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Das FSME-Virus wird durch einen Zeckenbiss übertragen. Ebenfalls wird eine Infektion häufig durch ein Herpesvirus verursacht. Selten kann es auch zu einer pilzbedingten Meningitis kommen.

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Lungenemphysem

Bei Patienten, die an einem Lungenemphysem erkrankt sind, sind die Lungenbläschen (Alveolen) teilweise zerstört und überdehnt. Oft wird ein Lungenemphysem auch als Überblähung der Lunge bezeichnet. Sind die Lungenbläschen zerstört, nimmt die innere Oberfläche der Lunge ab. Als Folge fallen die kleineren Bronchien, die direkt mit den Alveolen verbunden sind, in sich zusammen – die Atmung ist erschwert. Wichtige Funktionen der Lunge können nicht mehr richtig erfüllt werden.
In den meisten Fällen tritt ein Lungenemphysem in Zusammenhang mit einer verengenden Bronchitis auf. Man spricht in diesem Fall dann von einer COPD (»chronic obstructive pulmonary disease«).

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Locked-in-Syndrom

Bei dem Locked-in-Syndrom (LiS) handelt es sich um eine fast vollständige körperliche Lähmung. Die Betroffenen befinden sich in einem Zustand, in dem sie bei vollem Bewusstsein sind, sich jedoch sprachlich oder durch Bewegungen nicht äußern können. Meist bleibt die Fähigkeit mit den Augen zu zwinkern erhalten, auch ist eine vertikale Augenbewegung möglich.

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Hypoxische Hirnschädigung

Der hypoxische Hirnschaden ist eine Hirnschädigung, die als Folge eines massiven Sauerstoffmangels im Gehirn entsteht. Diese Unterversorgung des Gehirns sorgt für schwerste Störungen der Hirnfunktionen. Meist entsteht eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff durch eine Situation, in der die Betroffenen reanimationspflichtig sind (d.h. wiederbelebt werden müssen).

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Frühkindliche Hirnschädigung

Unter dem Sammelbegriff »Frühkindliche Hirnschädigung« versteht man eine Schädigung des Zentralnervensystems, die zwischen dem 6. Schwangerschaftsmonat und dem 3. bis 6. Lebensjahr auftreten kann.

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Enzephalopathie

Enzephalopathie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen oder Schädigungen von Gehirnfunktionen eines Menschen, die das ganze Gehirn betreffen und nicht nur einzelne Gehirnabschnitte. Die Krankheit kann verschiedene Formen annehmen. Zu diesen zählen beispielsweise eine HIV-Enzephalopathie, eine hepatische Enzephalopathie als Folge von Lebererkrankungen oder auch eine nephrogene Enzephalopathie als Folge einer Niereninsuffizienz.

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COPD

Die Abkürzung COPD steht im Englischen für »chronicobstructive pulmonary disease«. Es handelt sich um eine dauerhafte Lungenerkrankung, bei der die Atemwege entzündet und verengt sind. Die COPD ist die häufigste Erkrankung der Atmungsorgane und hält weltweit betrachtet den vierten Platz der Todesursachenstatistik.

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Autoimmunerkrankungen

Von einer Autoimmunerkrankung wird gesprochen, wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Die eigentliche Aufgabe des Immunsystems ist es, fremde und krankmachende Eiweiße/Erreger zu erkennen und zu bekämpfen. Bei einer Autoimmunerkrankung ist es jedoch nicht mehr in der Lage, zwischen körpereigenen und -fremden Eiweißmolekülen zu unterscheiden. Folge ist, dass die T-Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen zählen, das eigene Gewebe angreifen. Dies führt zu dauerhaften (chronischen) Entzündungen.

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Apoplex

Ein Apoplex, auch Apoplexie genannt, ist eine Durchblutungsstörung eines Organs. Wird der Begriff Apoplex ohne Spezifizierung verwendet, ist meist die Rede von einem Hirnschlag, der in der medizinischen Fachterminologie als Apoplexia cerebri bezeichnet wird. Auch die Begriffe Gehirnschlag, Hirninfarkt, apoplektischer Insult, zerebraler Insult, zerebrovaskulärer Insult und ischämischer Infarkt umschreiben dasselbe Krankheitsbild und sind im Allgemeinen als Schlaganfall bekannt.

Bei einem Apoplex cerebri liegt eine Durchblutungsstörung im Gehirn vor, infolge derer die Gehirnzellen einer oder mehrerer Hirnregionen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Glucose versorgt werden können und die Hirnzellen absterben.

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Apallisches Syndrom (Wachkoma)

Unter einem apallischen Syndrom versteht man den Zustand zwischen tiefer Bewusstlosigkeit (Koma) und bewusstem Wachsein – umgangssprachlich als Wachkoma bekannt. Betroffene sind nicht in der Lage, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen, sie sind bewegungsunfähig und müssen künstlich ernährt werden. Bei einigen Patienten ist auch eine maschinelle Beatmung vonnöten. Wachkomapatienten haben trotz ihres Zustands regelmäßige Schlafphasen.

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ALS

Amyotrophe Lateralsklerose ist eine Erkrankung des Nervensystems. Sie führt zu einer fortschreitenden und nicht heilbaren Schädigung der für die Bewegung verantwortlichen Nervenzellen (Neuronen). Es gibt zwei unterschiedliche Formen der ALS, je nachdem welche Neuronen im Körper betroffen sind. Die Krankheit kann die ersten Neuronen (befinden sich in der Hirnrinde) oder die zweiten Neuronen (befinden sich im Rückenmark) befallen. Beide Formen der Krankheit führen zu unterschiedlichen Krankheitsanzeichen.

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